Schaumburg Watch: Uhrmacherseminar

Ich bau‘ mir eine Uhr

Sophia Kümmerle
von Sophia Kümmerle
am 4. Dezember 2014

Sieben Teilnehmer waren es, die das Einsteigerseminar von Schaumburg Watch vergangenes Wochenende zählte. Sie alle, inklusive meiner Kollegin Melanie Feist und mir, stellten sich zwei Tage lang den Herausforderungen, die Uhrmachermeister Ulrich Schwarz in petto hatte: Ein Handaufzugswerk und eines mit Automatikaufzug zu zerlegen und wieder zusammenzubauen. Und als ob das nicht genug gewesen wäre, nahm fast jeder auch noch die Möglichkeit in Anspruch, anschließend seine eigenen Uhren zu bauen.

Schaumburg-Watch-Uhrmacherseminar: Alle Modelle
Schaumburg-Watch-Uhrmacherseminar: Diese Modelle konnten die Teilnehmer selber bauen.

Aber fangen wir von vorne an: Schaumburg Watch gehört mit zu den Uhrenmarken, die Uhrmacherseminare für Mechanikbegeisterte anbieten. Insgesamt vier Kurse können jährlich in der Werkstatt im beschaulichen Rinteln, Niedersachsen, belegt werden. Dazu gehören ein Einsteigerseminar Spezial, bei dem es um ein Werk mit Tourbillon geht, ein Fortschrittseminar, das den Chronographen behandelt, und ein Einsteigerseminar 1000M, mit der Ausrichtung auf eine Taucheruhr mit Chronometrierung.
Voraussetzung für all diese Seminare ist das zweitägige Einsteigerseminar, das vergangenes Wochenende stattfand: Darin werden, wie bereits angesprochen, ein Handaufzugswerk und ein Automatikwerk zerlegt. Anschließend setzen die eifrigen Seminarbesucher alle Teile wieder ein. Spätestens, wenn das Uhrwerk dann wieder funktioniert, macht sich Zufriedenheit breit.

Schaumburg-Watch-Uhrmacherseminar: Teilnehmerin setzt Uhrwerk wieder zusammen
Schaumburg-Watch-Uhrmacherseminar: Teilnehmerin Melanie Feist setzt Uhrwerk wieder zusammen

Danach haben die Teilnehmer zum ersten Mal die Wahl: Regulieren sie dieses „Spielwerk“, das Kaliber, an dem sie und zahlreiche Vorgänger bereits das De- und Remontieren versucht haben, oder regulieren sie ein neues Werk, bei dem alle Teile noch unversehrt und sogar mit Schliffen versehen sind. Beide Kaliber können nach dem Regulieren in einer eigenen Uhr verbaut werden.

Schaumburg-Watch-Uhrmacherseminar: Armband wird befestigt
Schaumburg-Watch-Uhrmacherseminar: Armband wird befestigt

Entscheiden die Teilnehmer sich für eine selbstgebaute Uhr, ist die Freude nach dem genauen Regulieren des Werks mit Hilfe einer Zeitwaage erst der Anfang. Wenn das Zifferblatt erfolgreich befestigt wurde, vor allem aber nach dem gekonnten Aufbringen der Zeiger waren auch die Teilnehmer unseres Seminars am vergangenen Samstag stolz auf sich – und erleichtert, denn der Umgang mit den feinen Werkzeugen wie Pinzetten und Schraubenziehern erfordert beizeiten viel Geduld. Da waren alle froh, dass neben dem Uhrmachermeister auch der Uhrmacher des Hauses vor Ort war.

Schaumburg-Watch-Uhrmacherseminar: Das Handaufzugswerk wird auseinander gebaut
Schaumburg-Watch-Uhrmacherseminar: Das Handaufzugswerk wird auseinander gebaut

Als am Abend des ersten Tages dann die erste eigene Uhr am Handgelenk saß, waren sich die sieben Teilnehmer jedoch einig: Genau zuzuhören und sich Arbeitsschritte mitunter auch zwei Mal erklären zu lassen, hat sich definitiv gelohnt. Denn auch wenn jeder der Teilnehmer nicht nur Liebhaber von mechanischen Uhren ist, sondern die meisten auch eine besitzen, den Wert dieses Stücks überbietet sie alle. Wer kann schon von sich behaupten, die eigene Uhr selbst zusammengebaut zu haben?

Mehr über das Seminar, den zweiten Tag und Schaumburg Watch erfahren Sie im entsprechenden Artikel in der Chronos 2/2015.

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