Sinn Spezialuhren: Einsatzuhren, Expeditions- und Taucheruhren für Technikfans

Warum Trockenhaltetechnik, Temperaturresistanztechnologie & Co eine Uhr spannend machen

Katharina Studer
von Katharina Studer
am 16. Juni 2016

Innovativ, technisch-funktional und zuverlässig – das sind die Merkmale, die seit Jahren die Fans der Uhrenmarke Sinn begeistern. Das Frankfurter Unternehmen baut Uhren für den Anwender: von besonders druckfesten Taucheruhren über Expeditionsuhren bis hin zu Modellen für Spezialeinheiten oder spezielle Berufsgruppen. Wir blicken hinter das Erfolgskonzept.

Sinn Taucheruhr U2
Sinn Taucheruhr U2

„Bei uns passt sich die Form der Funktion an.“ Für Lothar Schmidt, den Inhaber der Uhrenmarke Sinn, kommt das Design seiner Uhren an zweiter Stelle. Das Äußere muss stimmig sein, ganz klar, doch sein Hauptaugenmerk liegt auf der Anwendbarkeit, der Funktionalität seiner Uhren. Allem voran steht eine optimale Ablesbarkeit. Doch es gibt noch viele weitere Merkmale, die eine Uhr zu einer Sinn Spezialuhr machen.

Ein Blick in den Katalog des Frankfurter Uhrenherstellers lässt das Herz des Technikliebhabers höher schlagen. Dort liest man spannende Dinge über Magnetfelder und wie eine Uhr davor geschützt werden kann, über gasgefüllte Uhren oder Uhren, die dank eines Spezialöls sogar bei arktischen Temperaturen noch funktionieren.

Wie alles begann

1994 übernahm der gelernte Maschinenbauingenieur Lothar Schmidt die Frankfurter Uhrenmarke von Helmut Sinn. Der Pilot und Blindfluglehrer Sinn hatte das Unternehmen 1961 in Frankfurt am Main gegründet und sich, seiner Passion folgend, auf Navigationsborduhren und Fliegeruhren spezialisiert, die er in der Schweiz als Private-Label-Produkte eingekauft hatte.

Sinn-Inhaber Lothar Schmidt
Seit 1994 Inhaber bei Sinn: Lothar Schmidt
[Foto: Copyright: Stefan Freund]

Schmidt landete eher auf Umwegen in der Uhrenbranche. Nach seinem Studium und der anschließenden Bundeswehrzeit arbeitete der gebürtige Saarländer zunächst in einer Maschinenbaufabrik in La Chaux-de-Fonds, der Heimatstadt seiner Frau. Kurz danach wechselte Schmidt – was in der Heimat der Uhrmacherkunst fast unausweichlich ist – in die Uhrenbranche. Ab 1976 war er fünf Jahre lang als Technischer Direktor bei der Gehäusefabrik Bräuchy in La Chaux-de-Fonds tätig, bevor er 1981 zur IWC nach Schaffhausen kam, die damals noch zum Automobilzulieferer VDO gehörte. Dort zeichnete er unter anderem für die Arbeitsvorbereitung Produktion und Teilbereiche der Entwicklung verantwortlich und war später als Prokurist tätig. 1991 übernahm er zudem den produktionstechnischen Aufbau der Uhrwerkteileproduktion bei der Marke A. Lange & Söhne. Die IWC-Führung um Günter Blümlein wollte A. Lange & Söhne nach der Wende wieder aufleben lassen. Drei Jahre später kündigte Schmidt bei IWC und wechselte zunächst als freier Mitarbeiter zu Sinn. Bereits 1982 hatte er Helmut Sinn kennengelernt und stand seitdem mit ihm in regelmäßigem Kontakt. Zwölf Jahre später, am 1. September 1994, übernahm Lothar Schmidt die Frankfurter Uhrenmarke. Er wollte technisch-funktionale Uhren für den Anwender produzieren. Das entsprechende Know-how dazu hatte er sich über die Jahre hinweg angeeignet.

Schon im selben Jahr erschien der erste Zeitmesser, der diesem Anspruch Folge leistete und ein bis heute bei Sinn wichtiges Thema umsetzte: das magnetfeldgeschützte Modell 244. Die Uhr besaß neben dem Magnetfeldschutz ein Chronometerzertifikat, ein stoßsicher aufgehängtes Uhrwerk und ein Titangehäuse. Es war auch die erste Uhr, die mit eigenem Werkzeug produziert wurde. Die Private-Label-Ära war somit beendet.

Sinn 244
Die erste Uhr unter der Ära Schmidt: Bis 2007 gehörte das Modell 244 zur Kollektion

Neben der Entwicklung neuer Modelle übernahm Schmidt auch Uhren seines Vorgängers, die sich bei den Kunden besonders bewährt hatten. Die Modellreihen 103, 140, 144 und 903, die noch heute zur Kollektion gehören, wurden ab sofort mit eigenen Werkzeugen gefertigt. Sie erhielten einen optischen Feinschliff, wurden technisch auf den neuesten Stand gebracht und nach und nach mit den Sinn’schen Technologien ausgestattet.

Sinn 140 A
Das Modell 140 A: im Jahr 2011 mit eigenem Kaliberumbau SZ01 wieder aufgelegt

Sinn 142 B
Das Modell 142 B: Die Uhr mit dem Kaliber Lemania 5100 war bis 1996 im Programm

Victorinox: Chronographen mit Schallgeschwindigkeit

Der Sportuhrenhersteller Victorinox baut seine Airboss-Serie weiter aus. Neu sind die Modelle Mach 6 (links) und Mach 8 (rechts). Das Uhrenmodell Mach 6 ist ein Valjoux-7753-Chronograph mit Tachymeterskala auf der schwarz beschichteten Lünette. Das Uhrenmodell Mach 8 wird von einem Valjoux 7750 angetrieben und besitzt eine Countdown-Skala, … » weiterlesen

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