Titanuhren von Porsche Design

Funktionalität in Ästhetik

 Redaktion
von Redaktion
am 14. November 2012

Mit dem Hersteller IWC kommt der Werkstoff Titan

Porsche Design ist zunächst nicht auf eine Manufaktur als Hersteller fixiert. Daher überschneidet sich die Zeit, in der noch Uhren von Orfina in den Umlauf gehen mit der neuen Ära, die einem Hersteller aus Schaffhausen zu verdanken ist: IWC. Bis in die 90er-Jahre wird die Partnerschaft Bestand haben, die 1977 ihren Anfang findet. Als Auftakt präsentiert Porsche Design im Jahr 1978 eine Uhr mit Kompass, die Referenz 3510. Durch einen Klappmechanismus kann der Richtungsweiser im schwarz eloxierten Aluminiumgehäuse zu Tage gebracht werden. 1980 wird der Chronograph von Porsche Design vorgestellt, der ein völlig neues Material auf den Uhrenmarkt bringt: Titan. Das widerstandsfähige, grausilbrige Metall ist leicht und robust und ein Lieblingswerkstoff von F. A. Porsche. Leicht zu erkennen ist es an der Struktur und Farbe. Erst später werden Legierungen entwickelt, die auch Hochglanzpolituren annehmen.

Als Re-Edition kommt 2010 der Titanchronograph zu seinem 30sten Geburtstag auf den Markt. Die Fertigung übernimmt dabei Eterna in Grenchen, nun die Manufaktur der Marke Porsche Design

Dabei ist Titan nicht einfach zu gewinnen – nur in geringen Mengen kommt es in der Natur in den Mineralien Ilmenit und Rutil sowie in Gesteinen vor. Die Schmelztemperatur liegt bei 1.677 Grad Celsius. Doch nicht nur die Gewinnung ist schwer, auch die Bearbeitung erfordert besondere Vorgehensweisen. Viel Ausschuss fällt bei der Herstellung der Gehäuse an, die nach jedem Arbeitsgang weichgeglüht oder abgekühlt werden müssen. Zur damaligen Zeit ist ein Name bei der IWC besonders verbunden mit der Gehäusefertigung: Lothar Schmidt, heute Inhaber der Frankfurter Marke Sinn Spezialuhren. Der deutsche Diplom-Ingenieur ist seit 1980 für die IWC tätig und erarbeitet Fertigungsprozesse für neue Werkstoffe. Hilfe bieten auch Hersteller, die Titan in anderen Produkten verwenden. So zählt auch das Luftfahrtunternehmen Aérospatiale zu den Technologielieferanten. Für IWC sorgt die Kooperation neben allem Aufwand für einen hohen Technologievorsprung und ein neues Image. Jung und dynamisch wirkt nun die Marke, die vorher eher gutsituierte Herren über 40 anspricht.

Die Referenz 3704 setzt daher zahlreiche neue Maßstäbe. Die Chronographendrücker sind in das Gehäuse integriert, ebenso wie das Band aus Titanelementen. Ein solches Design gibt es für Chronographen bis dahin nicht. Leicht und ausgewogen liegt die Uhr am Arm, klar und präzise stehen die Zeitanzeige und Stoppfunktion im Vordergrund. Das besondere Material macht den mächtigen Chronographen zu einem Leichtgewicht, das dennoch robust den Alltag übersteht. Heute ist der Chronograph aus Titan ein gesuchtes Modell, das man selbst auf großen Handelsplattformen wie Chrono24 nur schwer finden kann. Wenn jedoch ein Exemplar verfügbar ist, so erzielt sein Verkäufer leicht Preise um die 3.000 Euro. Weniger hoch bewertet, aber technologisch ebenso spannend sind Quarzmodelle wie die Referenz 3732, die bereits für um die 1.000 Euro den Besitzer wechseln. Hier kommt ein hybrides Chronographenwerk zum Einsatz, das auf Basis des Schrittschaltmotors eine mechanische Chronographenkadratur bietet. Das Rohwerk Kaliber JLC 631 liefert dabei Jaeger-LeCoultre zu.

Für die Marine: 2.000 Meter unter dem Meer

Einen weiteren Meilenstein in Titan setzt die Kooperation von Porsche Design mit der Bundeswehr in Deutschland. Verrichtet bereits der Chronograph seinen Dienst an manch Fliegerhandgelenk, folgt die Ocean nun Tauchern in den Militäreinsatz. Die Referenz 3503 ist wasserdicht bis 500 Meter, die Ocean 2000 mit der Referenz 3504 übersteht bis zu 2.000 Meter Wassertiefe. Die Uhr im organischen Design wird von dem Eta-Kaliber 2892 angetrieben, das in nahezu allen Details umfangreich von der IWC überarbeitet wird. Am rarsten ist heute das antimagnetische Modell für Minentaucher mit der Referenz 3519. Die Gebrauchtpreise für die seit 1997 nicht mehr gebauten Modelle sind jedoch generell hoch – eine gebrauchte Ocean 500 kann man zum Beispiel für 2.000 Euro kaufen. In selbigem Preisrahmen liegen auch die Modelle in Titan mit einer 18-karätigen Goldlünette. Doch wesentlich teurer ist die bis 2.000 Meter Tiefe wasserdichte Ocean 2000. Bis zu 10.000 Euro fordern mutige Verkäufer – mit etwas Glück und Geduld lassen sich jedoch auch Modelle für deutlich weniger Geld finden.

Die Ocean 2000 geht ebenfalls aus der Zusammenarbeit mit IWC hervor und entsteht nach Vorgaben der deutschen Bundeswehr für Kampftaucher und Marine. Bis heute fällt die eigenständige Uhr auf

 

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