UHREN-MAGAZIN: Leserreise Schweiz 2014

Vacheron Constantin und Audemars Piguet sind als erste Etappe absolviert

Thomas Wanka
von Thomas Wanka
am 23. Juni 2014
Das Zifferblatt einer Royal Oak von Audemars Piguet entsteht auf einer Schneidemaschine anhand dieser vergrößerten Vorlage.
Das Zifferblatt einer Royal Oak von Audemars Piguet entsteht auf einer Schneidemaschine anhand dieser vergrößerten Vorlage.

Es sind zwei Fragen, welche diesen Tag und die Stimmung in der elfköpfigen Gruppe bestimmen – Wann können wir die Uhren sehen und wann geht es weiter? Das entspringt nicht der Ungeduld, sondern resultiert aus purer Neugierde. Und diese trieb uns heute schon am frühen Morgen zur Besichtigung von Audemars Piguet begrüßt uns Christoph Guhl. Der Uhrmacher und leidenschaftliche Botschafter seiner Firma entführt uns in die Vorzeit der Besiedelung des einsamen Hochtales und seiner Entwicklung zur Heimstatt der Präzisions- und Komplikationsuhrmacherei. Zwei lebende Exemplare dieser raren Spezies lernen wir im obersten Stockwerk des Gebäudes kennen. Hier werden die Uhren des Museums restauriert und auch einige wenige Kundenuhren auf Wunsch wieder instand gesetzt, so sie mit der Geschichte von Audemars Piguet in einer Verbindung stehen. Beeindruckend ist besonders eine Unruhwelle, welche mit mehreren Durchmessern im Schichten im Mikrometerbereich von Hand neu gefertigt wurde, aber mit bloßem Auge kaum als solche zu erkennen ist. Tief beeindruckt ziehen wir in die gerade in neue Fabrikationsgebäude umgezogene Stätte der Zifferblattfertigung weiter. Hier werden die Zifferblätter der Royal Oak aus Messing geschnitten. Verblüfft untersuchen wir unter dem Mikroskop den hier erreichten Effekt, wie man mit einer kreisförmig bewegenden Fertigung eine Zifferblatt entstehen lässt, dessen Muster quadratisch strukturiert erscheint. Diese gelungene optische Täuschung gelingt nur bei höchster Präzision in der Fertigung. Und so entsteht auf den 20 Maschinen jeweils nur ein Rohling je Stunde. Dieser muss noch in vielen weiteren Arbeitsschritten verfeinert werden, bis ihm schließlich im Tampondruckverfahren das Logo aufgedrückt wird. In das Idyllische Hôtel des Horlogers eingecheckt, erwartet uns gleich ein wohlverdientes, mehrgängiges Abendessen und viele interessante Gespräche. tw

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