31. Juli 2017

Jaeger-LeCoultre

Keine Uhrenmarke kann so viele Innovationen und Eigenkonstruktionen vorweisen wie Jaeger-LeCoultre. Die Manufaktur hat mehr als 1.240 Kaliber entwickelt und mehr als 400 Patente registrieren lassen.

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1833 gründete Antoine LeCoultre im Juradorf Le Sentier eine Uhrenwerkstatt, die später mit dem Unternehmen von Edmond Jaeger in Paris zusammengeschlossen wurde. In den Jahren von 1860 bis 1900 entwickelte die Manufaktur LeCoultre mehr als 350 verschiedene Kaliber, die Hälfte davon mit Komplikationen. 99 verschiedene Repetitionen, davon 66 Minutenrepetitionen; 128 Chronographen und 33 Uhrwerke mit der Kombination aus Repetition und Chronograph. In den 1890er-Jahren begann man bereits Große Komplikationen herzustellen, also Uhren, die drei bedeutende uhrmacherische Funktionen in einer Uhr vereinen, wie einen ewigen Kalender, einen Chronographen und eine Minutenrepetition. Heute ist die Manufaktur Jaeger-LeCoultre, die seit 2000 zur Richemont-Grupp gehört, als Idealbild einer Uhrenmanufaktur bekannt, die neben der Werkefertigung auch alle relevanten Handwerkstechniken vom Gravieren bis zur Email-Malerei unter einem Dach vereint.

1929 präsentierte Jaeger-LeCoultre das Kaliber 101. Das zweigeschossige Handaufzugswerk mit rückwärtig angebrachter Krone überzeugte durch Minidimensionen von 4,8 mal 14 mal 3,4 Millimetern. Es ist bis heute das kleinste mechanische Uhrwerk der Welt. Jedes Jahr stellt Jaeger-LeCoultre das Kaliber in kleinsten Stückzahlen her. Das Kaliber 101 tickte auch in der Uhr, die Königin Elisabeth II. von England an ihrem Krönungstag 1953 trug. Die Uhr war ein Geschenk des französischen Präsidenten Albert Lebrun.

1931 stellte die Manufaktur das wohl bis heute bekannteste Modell der Marke vor: die Wendeuhr Reverso. Sie entstand auf Wunsch von Polospielern, die sich eine Uhr vorstellten, die robust genug sein sollte, die Strapazen dieser rauen Sportart zu überstehen. Jaeger-LeCoultre konzipierte ein Wendegehäuse mit zwei Seiten, das das unterste auf Wunsch zuoberst kehrt und somit das wertvolle Zifferblatt mit dem empfindlichen Uhrglas schützt. Von Beginn an war die Reverso erfolgreich und entwickelte sich zu einer festen Konstante in der Kollektion.

1950 klingelte die Memovox als „Stimme der Erinnerung“ erstmals am Handgelenk. Neben einem als Resonator konstruierten Gehäuseboden, dem ein kleiner Hammer die Töne entlockte, besaß das ab 1949 entwickelte Handaufzugskaliber 489 zwei Federhäuser – je eines für Geh- und Weckerwerk. Von Beginn war die Memovox erfolgreich und erschien bis heute unter anderem als Weltzeituhr, Tauchwecker und sogar als Parkuhr fürs Handgelenk.

Bereits seit 1992 unterzieht Jaeger-LeCoultre seine Uhren einem eigenen internen Prüfverfahren. 1.000 Stunden oder umgerechnet 41 Tage und 16 Stunden muss jede einzelne Armbanduhr auf den Prüfstand. Anders als bei der COSC betrifft der Check nicht nur das Uhrwerk, sondern die komplett fertiggestellte Uhr. Einmal bewegen sich die Probanden, ein anderes Mal nicht. Zeitweise stehen sie unter Einwirkung gezielter Stöße oder wechselnder Magnetfelder. Vorschrift ist auch eine Druckprüfung des Gehäuses.

Im Jahr 2004 stellte Jaeger-LeCoultre sein Gyrotourbillon vor: Dabei rotiert der äußere, 0,035 Gramm leichte Aluminiumkäfig einmal pro Minute um seine Achse. Das innere, um 90 Grad versetzt drehende Titangestell ist zweieinhalbmal so schnell. Durch die vielseitigen Bewegungen werden die Auswirkungen der Erdanziehungskraft in praktisch allen Lagen der Platinarmbanduhr ausgeglichen. Zu den Komplikationen gehören auch ein ewiger Kalender mit drei retrograden Zeigern und eine Anzeige der Zeitgleichung. Beim Gyrotoubillon 3 im Jahr 2013 integrierte Jaeger-LeCoultre ein fliegendes Tourbillon mit ballonförmiger Hemmung.

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