24. Juli 2017

Nomos Glashütte

Nomos Glashütte wurde 1990 von Roland Schwertner gegründet. Die inhabergeführte und unabhängige Manufaktur ist heute der größte Hersteller mechanischer Uhren in Deutschland und Marktführer im Preisbereich zwischen 1.300 und 4.000 Euro.

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Uhren von Nomos Glashütte werden in über 50 Länder weltweit exportiert. Die inzwischen zehn hauseigenen Kaliber von Nomos Glashütte besitzen eine Fertigungstiefe von bis zu 95 Prozent. Das bekannteste Modell ist die Nomos Tangente, die bereits seit 1992 Bestandteil der Kollektion ist. Im Jahr 2014 stellte Nomos Glashütte seine eigene Hemmungsbaugruppe, das „Nomos-Swing-System“ vor.

Kurz nach dem Fall der Berliner Mauer gründete Roland Schwertner Nomos Glashütte. Bereits 1992 lieferte Nomos die ersten vier von heute zwölf Grundmodellen aus: Tangente, Orion, Ludwig und Tetra. Vor allem das Modell Tangente gilt heute als ein Klassiker. Die Uhr wirkt wie ein Logo für die Marke: Form und Qualität sind vielfach preisgekrönt.

Von Anfang an konzentrierte man sich bei Nomos Glashütte auf das Thema Fertigungstiefe: Mindestens 50 Prozent am Kaliber müssen Glashütter Hersteller vor Ort leisten. Bis zu 95 Prozent sind es heute bei Nomos Glashütte. An dem kometenhaften Wiederaufstieg der Glashütter Uhrmacherei hat Nomos einen erheblichen Anteil: mit hoher Glashütter Uhrmacherkunst, zeitloser Gestaltung und einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Seit 2005, mit der Einführung von Kaliber Epsilon, ist das Unternehmen endgültig eine Manufaktur. Seit 2013 baut Nomos seine Manufakturkaliber als „Nomos Glashütte Deutsche Uhrenwerke“, kurz DUW, und unterstreicht damit seine Werkkompetenz – alle Uhren des Hauses sind mit selbst produzierten Kalibern ausgestattet.

Das zehnte und aktuellste Kaliber, das Automatikkaliber DUW 3001, ist mit einer Bauhöhe von nur 3,2 Millimetern äußerst flach. Dies mündet in einer ausgenommen schlanke Gehäuseform der Modelle. Damit das gelingen konnte, musste unter anderem ein neues Räderwerk berechnet werden. Zusätzlich ist das Kaliber mit dem Nomos-eigenen DUW-Reguliersystem für eine verbesserte Ganggenauigkeit ausgestattet. Es löst das Triovis-System ab und erlaubt, die Position und das Spiel der Unruhspirale besonders exakt und ohne direkten Kontakt zu der hauchfeinen Spirale einzustellen. Das macht sie chronometerfähig und besonders präzise. Nicht zu vergessen die hauseigene Hemmungsbaugruppe, das Nomos-Swing-System, die die technologische Kompetenz der Manufaktur einmal mehr unterstreicht und sie von Schweizer Zuliefererfirmen unabhängig macht. Sieben Jahre Forschung und Entwicklung und 11,4 Millionen Euro hat Nomos Glashütte in dieses Projekt investiert. Berechnung, Auslegung, Produktion und Montage des Swing-Systems erfolgten in eigener Regie. Die Manufaktur sichert sich damit die Unabhängigkeit von Zulieferern und kann so die Qualität ihrer Kaliber komplett selbst bestimmen.

Nomos Glashütte definiert sich aber nicht nur über ihre Fertigungstiefe, sondern auch über ihr Design. Dafür zuständig ist die eigens gegründete Kreativagentur Berliner Blau – ein hundertprozentiges Tochterunternehmen von Nomos Glashütte. Deren Geschäftsführerin ist Judith Borowski, die seit 2003 auch Mitgesellschafterin von Nomos Glashütte ist. Im gleichen Jahr wurde auch Geschäftsführer Uwe Ahrendt Mitgesellschafter der Glashütter Marke. Aus dem operativen Geschäft hat sich Roland Schwertner zurückgezogen, er hält aber nach wie vor die Mehrheit der Anteile an Nomos Glashütte. Während viele andere Uhrenmarken im letzten Jahr einen Rückgang ihrer Umsätze verzeichnen mussten, stieg der Umsatz von Nomos Glashütte 2016 um 24 Prozent.

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