Produkt: Download UHREN-MAGAZIN: Omega Seamaster Diver 300M im Test
Download UHREN-MAGAZIN: Omega Seamaster Diver 300M im Test
Omega hat seine Taucheruhrenkollektion Seamaster Diver 300M im Jahr 2018 komplett überarbeitet. Das UHREN-MAGAZIN testet die rundumerneuerte Taucheruhr aus Edelstahl.

Interview: Hublot-CEO Ricardo Guadalupe über die neuen Ferrari-Uhren

Hublots Co-Creation mit Ferrari und Tattoo-Artist Maxime Büchi

Hublot-CEO Ricardo Guadalupe spricht mit Rüdiger Bucher, Chefredakteur Chronos, über das gemeinsame Designen von Uhren mit Ferrari und dem Tattoo-Artist Maxime Büchi und sagt, warum die neue Classic Fusion Ferrari GT ein Vorbild für künftige Classic-Fusion-Modelle sein kann.

Hublot-CEO: Ricardo Guadalupe auf der Baselworld 2019
Hublot-CEO: Ricardo Guadalupe auf der Baselworld 2019 (Bild: LAURENT XAVIER MOULIN / WWW.LAURENTXAVIERMOULIN.CH)

Herr Guadalupe, Sie bringen 2019 gleich zwei unterschiedliche Uhren-Editionen, die Ferrari gewidmet sind. Warum das? Mit den drei Modellen der Big Bang Scuderia Ferrari 90th Anniversary feiern wir den 90. Geburtstag der Scuderia Ferrari. Jede der drei Uhren besitzt ein unterschiedliches Material: Platin steht für die Vergangenheit, 3D-Kohlefaser für die Gegenwart und Saphirglas für die Zukunft. Allen dreien gemeinsam ist die Lünette aus Kohlefaser und Keramik, die aus den Bremsscheiben von Formel-1-Rennwagen stammt. Während es hier vornehmlich um das Jubiläum geht, zeigen wir mit der Classic Fusion Ferrari GT ein ganz neues Design.

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Hublot: die Big Bang Scuderia Ferrari 90th Anniversary in Platin
Hublot: die Big Bang Scuderia Ferrari 90th Anniversary in 3D-Carbon
Hublot: die Big Bang Scuderia Ferrari 90th Anniversary im Saphirglasgehäuse
Hublot: die Rückseite der Big Bang Scuderia Ferrari 90th Anniversary in Platin mit Jubiläumsbeschriftung

Die Neue sieht eigentlich nicht mehr aus wie eine Classic Fusion. Es ist ähnlich wie mit der ersten Big Bang Ferrari: Die sah auch anders aus als eine klassische Big Bang. Eine Linie lebt und muss sich mit der Zeit verändern. Ich denke, wir werden bei der Form der Classic Fusion in Zukunft eine ästhetische Evolution erleben.

Das heißt, die reguläre Classic Fusion könnte bald so aussehen wie die Ferrari GT? Nicht genau so, aber in die Richtung gehend. Die Classic Fusion Ferrari GT ist modern, aber doch elegant gestaltet, relativ flach und auch im Durchmesser nicht zu groß. Dafür haben wir die neueste Generation unseres Unico-Manufakturkalibers genutzt: Das Kaliber 1280 ist gegenüber dem bekannten 1240 flacher. Wir setzen es zum ersten Mal in der Classic Fusion ein.

Hublot: die Classic Fusion Ferrari GT in Titan am Handgelenk
Hublot: die Classic Fusion Ferrari GT in Titan am Handgelenk

Was genau sind die Unterschiede zwischen dem ersten Unico-Kaliber 1240 und dem neuen 1280? 2013 haben wir das Unico 1240 lanciert, unser erstes In-House-Kaliber. Es ist gut 8 Millimeter dick. Das macht es robust, aber ich wollte gleichzeitig ein flacheres Werk haben. Das 1280 ist mit etwa 6,5 Millimetern flacher.

Wie wichtig ist dieses Kaliber für die Zukunft? Sehr wichtig. Ich denke in ein paar Jahren wird das 1280 das 1240 ersetzt haben. Heute setzen wir zu knapp 30 Prozent eigene Werke in unseren Uhren ein, aber für die Classic Fusion verwenden wir Werke von Sellita und Module von Dubois Dépraz. In ein paar Jahren möchte ich Manufakturkaliber in 70 oder 80 Prozent unserer Uhren einsetzen. Und wenn die Classic Fusion ein Manufakturkaliber bekommt, sollte sie auch ein stärkeres Design erhalten.

Hublot: das Kaliber HUB1280 Unico in der Classic Fusion Ferrari GT
Hublot: das Kaliber HUB1280 Unico in der Classic Fusion Ferrari GT

Viele Leute können eine Classic Fusion nicht leicht von einer Big Bang unterscheiden. Von der Seite betrachtet, kann man den Unterschied leicht erkennen, aber von vorn sind die beiden sehr ähnlich, da gebe ich Ihnen Recht. Die Big Bang wird immer sehr ausdrucksstark bleiben, die Classic Fusion ist grundsätzlich eher weicher und runder.

Ferraris Designteam unter Flavio Manzoni hat ja wirklich intensiv am Design der Classic Fusion Ferrari GT mitgearbeitet. Wie lief das genau ab? Flavio Manzoni kam vor einigen Jahren mit einigen Ideen auf uns zu. Aus einer Idee entwickelte sich die 2017 vorgestellte Techframe, aus einer anderen jetzt die GT. Die Ferrari-Designer waren mit viel Enthusiasmus dabei. Ich glaube, vielen hat es Spaß gemacht, neben Autos einmal eine Uhr mit zu gestalten.

Wie viel Ferrari und wie viel Hublot steckt in der neuen Uhr? Die grundlegende Idee stammt von Ferrari. Wir haben anschließend an verschiedenen Details gearbeitet, etwa an den Proportionen oder an der Form der Schrauben. Dann haben wir uns die Prototypen gemeinsam angeschaut und das Design schließlich so fertiggestellt, dass beide Seiten zufrieden waren. Ich glaube, der Erfolg dieser Partnerschaft liegt auch daran, dass die Teams von Ferrari und Hublot eng auf verschiedenen Gebieten zusammenarbeiten.

Und wie lief die Zusammenarbeit an der Big Bang Sang Bleu II mit dem Tattoo-Künstler Maxime Büchi? Er kam zu uns und arbeitete zusammen mit unseren Designern. 2017 haben wir die erste Uhr zusammen mit ihm kreiert. Sein Thema sind diese geometrischen Formen, die sich unter anderem in den eckigen Scheiben widerspiegeln, die wir bei der Uhr als Zeiger verwenden. Die Sang Bleu II von 2019 unterschiedet sich von der ersten dadurch, dass sie ein Chronograph ist und dass Büchis grafische Formen diesmal in die dritte Dimension gehen. Die Sang Bleu II ist ein richtiges Kunstwerk, mit dem man sich sozusagen ein Tattoo ans Handgelenk legen kann.

Hublot: die Big Bang Sang Bleu II am Handgelenk
Hublot: die Big Bang Sang Bleu II am Handgelenk

Auch bei der Sang Bleu haben Sie die Grundform der Big Bang verändert, sogar ziemlich stark. Man kann das machen, solange die Identität der Uhr gewahrt bleibt. Heutzutage reicht es nicht mehr, immer das gleiche Produkt anzubieten und höchstens einmal eine Zifferblattfarbe zu verändern. Wir lassen uns inspirieren von anderen Welten wie Skulpturen, Tattoo Art oder eben Ferrari und geben unseren Uhren damit etwas, das unsere Kunden emotional anspricht.

Arbeitet Hublot auch mit dem LVMH Institut von Guy Sémon zusammen? Die neue Spiralfeder aus Kohlenstoff-Nanoröhrchen, die er gerade für TAG Heuer entwickelt hat, ist definitiv auch für uns interessant. Außerdem möchte ich ein neues Regulierorgan entwickeln, dass Hublot exklusiv für sich hat. Dieses sollte sich auch optisch von den heute bekannten Hemmungen unterscheiden, sodass man sofort die Hublot-Handschrift erkennt.

Denken Sie an ein Regulierorgan ohne klassische Unruh? Nein. Aber die Unruh könnte anders aussehen als herkömmliche Unruhn. Und das Ganze könnte so konstruiert sein, dass man die Hemmung vom Zifferblatt aus sieht, sodass man das Herz der Uhr von vorn sieht und nicht erst die Uhr umdrehen muss. Dieses und andere Projekte wollen wir mit Guy Sémon umsetzen. buc

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Produkt: Download: Hublot Big Bang Meca-10 im Test
Download: Hublot Big Bang Meca-10 im Test
Die Hublot Big Bang Meca-10 scheint geradewegs aus der Zukunft zu kommen. Bietet die Manufakturuhr auch technisch zukunftsweisendes? Chronos testet die Meca-10.

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