Produkt: Sonderheft exklusiv für Juwelier Wempe: Baselworld 2016 – Die neuen Uhren
Sonderheft exklusiv für Juwelier Wempe: Baselworld 2016 – Die neuen Uhren
Hier finden Sie die neuen Uhren der Baselworld 2016 im Überblick.

Vacheron Constantin: Traditionnelle Twin Beat Perpetual Calendar | SIHH 2019

Stand-by-Modus für 65 Tage Gangreserve

Einen ewigen Kalender bräuchte man eigentlich nie neu zu stellen – wenn er denn ewig laufen würde. Aber wer trägt einen ewigen Kalender schon jeden Tag? Vacheron Constantin hat sich des Themas angenommen und mit der neuen Traditionnelle Twin Beat Perpetual Calendar eine bezaubernde technische Lösung gefunden.

Vacheron Constantin: Traditionnelle Twin Beat Perpetual Calendar
Vacheron Constantin: Traditionnelle Twin Beat Perpetual Calendar

Ein ewiger Kalender ist nicht nur eine technische Höchstleistung, die uns fasziniert, sondern auch eine höchst praktische Sache. Eigentlich. Denn da der Mechanismus von allein erkennt, wie lange die Monate sind und wann ein Schaltjahr vorliegt, bräuchte man ihn eigentlich nie neu einzustellen. Doch wenn die Uhr vom Handgelenk genommen und verwahrt wird, bleibt sie bald stehen. Dieser Widerspruch forderte die Entwickler von Vacheron Constantin heraus, und sie fanden eine eindrucksvolle technische Lösung: eine Art Stand-by-Modus, den der Besitzer der Uhr aktivieren kann, wenn er sie für eine Zeitlang in den Tresor legt. Da die Uhr nun wesentlich weniger Energie benötigt, erreicht sie, zuvor frisch von Hand aufgezogen, eine Gangreserve von bis zu 65 Tagen.

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Vacheron Constantin: die zwei Unruhn der Traditionnelle Twin Beat Perpetual Calendar
Vacheron Constantin: die zwei Unruhn der Traditionnelle Twin Beat Perpetual Calendar

Das Manufakturkaliber 3610 QP der Twin Beat, das von Hand aufgezogen wird, verfügt über zwei verschiedene Unruhn, die über zwei getrennte Getriebeketten mit ein und demselben Federhaus verbunden sind. Die eine Unruh oszilliert mit 5 Hertz, also 36.000 Halbschwingungen pro Stunde, und ist damit bestens für ein präzises Anzeigen der Uhrzeit geeignet, wenn die Uhr getragen wird. Die zweite schwingt wesentlich langsamer hin und her, nämlich mit 1,2 Hertz oder 8.640 Halbschwingungen per Stunde. In diesem Energiesparmodus kann sie ihr Besitzer über zwei Monate lang liegen lassen, ohne dass sie stehen bleibt. Von allein geschieht der Moduswechsel allerdings nicht: Man muss den Modus durch Betätigen des Drückers bei acht Uhr von 5 auf 1,2 Hertz verändern – so, wie auch die Zugfeder von Hand aufgezogen werden muss. Sollte man dies während der aktiven Tragezeit einmal vergessen, ist es auch nicht tragisch: Auch im 5-Hertz-Modus läuft die Twin Beat immerhin noch vier Tage weiter.

Vacheron Constantin: die Rückseite der Traditionnelle Twin Beat Perpetual Calendar
Vacheron Constantin: die Rückseite der Traditionnelle Twin Beat Perpetual Calendar

Eine wichtige Bedeutung kommt im Werk dem Modus-Regler zu, der nach dem Alles-oder-nichts-Prinzip arbeitet. Das bedeutet, es kann immer nur eine von beiden Unruhn hin und her schwingen, gleichzeitig erfolgt der Wechsel unmittelbar, ohne dass eine Verzögerung entsteht. Das Bewahren der Zeit wird also niemals unterbrochen, die Präzision bleibt erhalten. Beide Unruhn beziehen die Energie von ein und demselben Federhaus, was laut Vacheron Constantin die effizienteste Art der Kraftabgabe ist.

Vacheron Constantin: Kaliber 3610QP in Unterzifferblattansicht
Vacheron Constantin: Kaliber 3610 QP in Unterzifferblattansicht

Ein weiteres Highlight: Die Anzeigen für Datum, Monat und Schaltjahr springen gleichzeitig, was vor allem in der Neujahrsnacht eine Belastung fürs System darstellt. Um zu vermeiden, dass dabei auf dem Weg zur Unruh so viel Energie verloren geht, dass sie zu viel Amplitude verliert und die Ganggenauigkeit leidet, hat Vacheron Constantin den Teil des Mechanismus, der fürs Springen verantwortlich ist, neu konstruiert, und zwar so, dass viermal weniger Drehmoment benötigt wird als bei einem herkömmlichen Mechanismus. Dadurch ist der Effekt auf die aktive Unruh vernachlässigenswert.

Vacheron Constantin: Kaliber 3610QP Werkseite
Vacheron Constantin: Kaliber 3610QP Werkseite

Die Frequenz von 1,2 Hertz, mit der die Standby-Unruh oszilliert, ist ungewöhnlich in der Uhrmacherei, wo die niedrigste Frequenz normalerweise 2,5 Hertz beträgt. Für diese Unruh hat Vacheron Constantin eine neuartige Spiralfeder entwickelt. Sie ist extrem fein, ihre Abmessungen betragen im Querschnitt 0,0774 mal 0,0159 Millimeter, vergleichbar mit einem besonders dünnen menschlichen Haar, und damit etwa viermal dünner als die Spiralfeder der 5-Hertz-Unruh. Die Zeiger für Stunden und Minuten beziehen Informationen von zwei verschiedenen Getriebeketten, daher gibt es dazwischen ein Differenzial, das das Ablesen der Zeit steuert. Ein zweites Differenzial sitzt auf dem Federhaus mit dem doppelten Zweck, für das Aufziehen der Zugfeder und die Reduzierung des Drehmoments zu sorgen. Zwei weitere Differenziale übersetzen schließlich die jeweilige verbleibende Gangreserve auf das Hilfszifferblatt bei 12 Uhr, auf dem man ablesen kann, wie viele Stunden beziehungsweise Tage die Uhr im betreffenden Modus noch laufen wird.

Vacheron Constantin: Traditionnelle TwinBeat Perpetual Calendar
Vacheron Constantin: Traditionnelle TwinBeat Perpetual Calendar

Trotz des komplizierten Mechanismus ist es Vacheron Constantin gelungen, die Twin Beat nicht zu groß werden zu lassen. So misst das Kaliber 3610 QP mit seinen 480 Einzelteilen nur 32 Millimeter im Durchmesser und 6 Millimeter in der Höhe; die Uhr selbst ist mit 42 Millimetern und 12,3 Millimetern wohl proportioniert.

So sieht die Traditionnelle Twin Beat Perpetual Calendar von Vacheron Constantin am Handgelenk aus
So sieht die Traditionnelle Twin Beat Perpetual Calendar von Vacheron Constantin am Handgelenk aus

Das Platingehäuse ist auf eine Druckfestigkeit bis 3 Bar (30 Meter wasserdicht) getestet und an einem grauen Alligatorband befestigt. Die Uhr trägt die Referenznummer 3200T/000P-B578 und ist nur in Vacheron-Constantin-Boutiquen erhältlich, der Preis beträgt 217.000 Euro. buc

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Produkt: Download: Omega Seamaster Ploprof 1200M im Praxistauchtest
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