Ask the Expert: Magnetfeldschutz bei mechanischen Zeitmessern

Erfahren Sie im kostenfreien Webinar, wo Magnetfelder lauern und wie man mechanische Zeitmesser davor schützt

 Redaktion
von Redaktion
am 11. Dezember 2017

Magnetismus ist ein Thema, mit dem sich Uhrmacher seit Jahrzehnten auseinandersetzen. Denn: Magnetfelder können die Ganggenauigkeit einer Uhr nachhaltig beeinträchtigen. Schon seit den 1930er-Jahren werden bestimmte Uhrenmodelle durch sogenannte Weicheisenkäfige geschützt. Aber moderner Materialien, Technologien und Herstellungsverfahren bieten heute ganz neue Ansätze für den Magnetfeldschutz. Tauschen Sie sich bei unserem „Ask the Expert” mit Martina Richter, UHREN-MAGAZIN-Redakteurin und Expertin zum Thema Magnetfeldschutz, über diese Thematik aus. Nehmen Sie am 13. Dezember 2017 um 17.30 Uhr kostenfrei am Webinar „Ask the Expert: Magnetfeldschutz bei mechanischen Zeitmessern” teil und erfahren Sie, wo heutzutage überall Magnetfelder lauern und wie Sie Ihre mechanischen Zeitmesser davor schützen können. Am Ende des Webinars haben Sie die Möglichkeit, Fragen an die Magnetfeldschutz-Expertin Martina Richter zu stellen.

Das Webinar hat bereits stattgefunden. Zur Aufzeichnung des Online-Vortrags geht es hier.

Ask the Expert: Magnetfeldschutz bei mechanischen Uhren
Ask the Expert: Magnetfeldschutz bei mechanischen Uhren

Martina Richter, stellvertretende Chefredakteurin des UHREN-MAGAZINS, schreibt seit dem Jahr 2000 über Zeitmesser, vor allem im Bereich Test und Technik und weiß daher technische Entwicklungen einzuschätzen. Im Zusammenhang mit den Entwicklungen bei Omega setzte sie sich tiefgehend mit dem Thema Magnetfeldschutz auseinander und führte mehrere eigene Tests in Magnetfeldern durch.

Das Webinar hat bereits stattgefunden. Zur Aufzeichnung des Online-Vortrags geht es hier.

 

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3s Kommentare zu “Ask the Expert: Magnetfeldschutz bei mechanischen Zeitmessern”
  1. wolfgang.huber

    Kann mann eine Nivaroxspirale austauschen gegen eine Siliziumspirale Wegen der Ganggenauhigkeit.

  2. Martina Richter

    Lieber Herr Huber, vielen Dank für Ihren Kommentar. In einem herkömmlichen Schwingsystem, beispielsweise mit Nivaroxspirale und Glucydur-Unruh, sind die Elemente (Spirale und Unruh) aufeinander abgestimmt. Man nennt das Klassifizierung. Der Herstellungsprozess einer Siliziumspirale ist ja ein ganz anderer als der einer konventionellen Spirale. Die Siliziumspirale entsteht im Tiefätzverfahren auf sogenannten Wafern. Neben den Vorteilen, die das Material bietet, ist es auch möglich, mit Siliziumspiralen ganz beliebige Formen zu kreieren und auf das Uhrwerk abzustimmen. Zum Beispiel hat eine Siliziumspirale – gegenüber einer Nivaroxspirale – eine genau festgelegte Länge, die man nicht mehr verändern kann. Das heißt, es kann auch keine Gangregulierung über die Veränderung der Länge der Spiralfeder mehr erfolgen. Muss auch nicht, denn bestimmte (gewünschte) Gangparameter werden schon bei der Kreation der Siliziumspirale konzipiert. Die Siliziumspirale des Glashütte Original-Kalibers 36 zum Beispiel wurde in Zusammenarbeit mit der ETA und Nivarox eigens für dieses Uhrwerk konzipiert und auch nur in diesem Uhrwerk verwendet.
    Fazit: Jede Siliziumspirale hat quasi ihre eigene Architektur und ist auf die Konstruktionen des jeweiligen Uhrwerks zugeschnitten (viel genauer als Nivarox und Glucydur, wobei auch hier eine Abstimmung , allerdings in ganz anderem Rahmen erforderlich ist). Manche geben ihren Spiralen sogar eigene Namen. Rolex nennt sie Syloxi, Patek Philippe Silinvar. Möglicherweise kreiert der eine oder andere Hersteller Siliziumspiralen, die exakt zu ihren bestehenden Uhrwerken passen und mit denen man dann auch herkömmliche Spiralen ersetzen kann. Diese müssen dann aber präzise auf das bestehende Uhrwerk abgestimmt und berechnet werden, und bei der Implementierung werden weitere Eingriffe am Uhrwerk nötig. Grundsätzlich kreuz und quer, einfach mal so austauschen kann man Nivaroxspiralen durch Siliziumspiralen allerdings nicht. Viele Grüße

  3. Da Sie ja die Expertin sind, erklären Sie mir doch netterweise mal den Unterschied der Kaliber 8500 und 8900, oder 9300 vs. 9900 von Omega hinsichtlich Magnetfeldschutz, Frau Richter. Danke dafür vorab.
    Auch stimmen Sie mir sicherlich zu, wenn man eigentlich, sofern man bedenken hinsichtlich der magnetischen Belastung im Alltag hat, mit einem Schutz bis 1000 Gaus, den modernen Anforderungen gerecht werden sollte. Sodass ein Einfluss auf das Gangverhalten durch Magnetfelder im Alltag, in normalen Situationen, nahezu ausgeschlossen sein dürfte.
    M.E. wird hier versucht seitens Omega einen Bedarf zu kreieren, den es eigentlich nicht gibt, man aber verzweifelt nach einem Alleinstellungsmerkmal sucht. Wer legt sich schon mit der Uhr ins MRT?!
    Abgesehen davon, würde der Versuch durchs medizinische Personal relativ rasch unterbunden 😉
    Beste Weihnachtswünsche

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