Jaeger-LeCoultre: Das UHREN-MAGAZIN zu Gast in der Manufaktur

Der erste Tag der Leserreise mit Master Class und Blick in Atelier und Fertigung

Thomas Wanka
von Thomas Wanka
am 20. Juni 2017

Das UHREN-MAGAZIN ist auf Leserreise in der Schweiz. Der erste Tag der dreitägigen Tour (19. bis 21. Juni) führte insgesamt 15 Leserinnen und Leser und die Redaktion gleich am frühen Morgen von Genf nach Le Sentier. Hier im Vallée de Joux, einem Hochtal im Jura, dem Grenzgebirge zu Frankreich, schlägt das Herz der Schweizer Uhrenindustrie. Und hier gründete Antoine LeCoultre bereits 1833 seine Uhrenfirma. Er entwickelte mit dem Millionometer eine Maschine, mit welcher er Uhrenkomponenten auf das tausendstel Millimeter genau fertigen konnte. Auf der ersten Weltausstellung 1851 in London erhielt er eine Goldmedaille für seine Entwicklungen auf den Gebieten der Präzision und Mechanisierung. Im Jahr 1847 erfand Antoine LeCoultre eine schlüssellose Uhr.

Die UHREN-MAGAZIN-Leser wurden bei Jaeger-LeCoultre empfangen
Die UHREN-MAGAZIN-Leser wurden bei Jaeger-LeCoultre empfangen

Eine Hälfte der Lesergruppe begab sich am ersten Tag in das kleine Uhrenstudio unter dem Dach des alten Bauernhauses von Jaeger-LeCoultre und durfte sich mit dem Zerlegen des Handaufzugkalibers 986 aus der berühmten Reverso befassen. Die konzentrierte Stille, mit der die Leser den Erläuterungen des Uhrmachers lauschten, wie das Werk wieder zusammen zu fügen ist, hätte manche deutsche Lehrkraft zu Tränen gerührt. “Brauchen Sie eine Lupe statt der Brille?”, lautete das freundliche Angebot des Uhrmachers. “Nein danke, meine Augen sind gut, die Finger tun nur nicht das, was sie sollen”, lautete die trockene Antwort des Lesers.

Aufmerksam lauschten die Leser den Erläuterungen des Uhrmachermeisters von Jaeger-LeCoultre
Aufmerksam lauschten die Leser den Erläuterungen des Uhrmachermeisters von Jaeger-LeCoultre

Nachdem die Unruh im Werk aber wieder tickte, machten sich die Leser ein Bild von der Vielfalt der Kaliber. In der sogenannten Héritage Galerie roch es noch nach frischer Farbe. Hier kam die Gruppe wieder mit der zusammen, die bereits die Fertigung und das Atelier besichtigen durfte. In strahlendem Weiß präsentierte sich der Stolz der Manufaktur – eine Sammlung von weit über 1.000 eigenen Kalibern. Darunter mit dem Kaliber 101 das kleinste Uhrwerk der Welt, welches heute noch gefertigt wird.

Der neu eröffnete Museumsbereich vermittelt die Geschichte von Jaeger-LeCoultre und demonstriert die Vielfalt der Kaliber
Der neu eröffnete Museumsbereich vermittelt die Geschichte von Jaeger-LeCoultre und demonstriert die Vielfalt der Kaliber

Beim Mittagessen im nahegelegenen Fischspezialitätrenrestaurant trafen wir Christian Laurent. Der Chefuhrmacher präsentierte stolz seine Duomètre à Sphérotourbillon und ließ sie unter den Gästen herumreichen. Er machte damit Lust auf mehr, denn am Nachmittag zeigte uns sein Kollege Joel Viot die Prachtstücke von Jaeger-LeCoultre. Angefangen vom Duomètre à Chronographe, mit den beiden Federhäusern, damit das Zuschalten des Zeitmessers nicht die Präzision der Zeitanzeige beeinflusst; über die Master Grande Tradition Grande Complication mit ihrer Anzeige der nördlichen Hemisphäre bis hin zum Master Grande Complication Gyrotourbillon 3, in welchem sich das fliegend gelagerte Tourbillon in zwei Käfigen um sich selbst dreht.

Im Atelier von Jaeger-LeCoultre erläuterte Joel Viot die Master Grand Complication Gyrotourbillon 3
Im Atelier von Jaeger-LeCoultre erläuterte Joel Viot die Master Grand Complication Gyrotourbillon 3

Nach soviel Technik kam der Besuch des Atmos-Ateliers gelegen. Die verblüffende Funktionsweise dieser einmaligen Tischuhr beruhigt die Nerven, da die Unruh einmal in 30 Sekunden hin und danach in 30 Sekunden wieder zurückschwingt.

Diese gasgefüllte Aneroiddose einer Atmos-Uhr reagiert so empfindlich auf Temperaturschwankungen, dass ein Grad Unterschied zu 24 Stunden Gangdauer führen
Diese gasgefüllte Aneroiddose einer Atmos-Uhr reagiert so empfindlich auf Temperaturschwankungen, dass ein Grad Unterschied zu 24 Stunden Gangdauer führen

So entschleunigt wurde noch die Steinsetzerei besucht. Hier arbeitet man bei Jaeger-LeCoultre daran, mit dem sogenannten Schneebesatz das darunterliegende Material verschwinden zu lassen. Auch Emaillierarbeiten und Guillochagen werden hier auf Kundenwunsch gefertigt.

Tina Vanneson von Jaeger-LeCoultre erläuterte den Schneebesatz im Atelier
Tina Vanneson von Jaeger-LeCoultre erläuterte den Schneebesatz im Atelier

Voller Eindrücke, mit schweren Katalogen und einem kleinen Gläschen Honig, welches direkt aus den Bienenstöcken vor dem Eingang der Manufaktur stammt, verließen dankbare UHREN-MAGAZIN-Leser die Manufaktur Jaeger-LeCoultre und ihre freundlichen Mitarbeiter, um die Eindrücke des ersten Tages setzen zu lassen. tw

Beim gemeinsamen Abendessen in Morges am Genfer See wurden die Erfahrungen ausgetauscht
Beim gemeinsamen Abendessen in Morges am Genfer See wurden die Erfahrungen ausgetauscht

Wie die UHREN-MAGAZIN-Leserreise weiterging:
Hier finden Sie den Bericht zum Tag 2, Besuch bei Audemars Piguet.
Hier finden Sie den Bericht zum Tag 3, Besuch bei Patek Philippe.

Sie haben auch Interesse an einem Besuch der Schweizer Uhrenmanufakturen?
Wir informieren Sie gerne über die im nächsten Jahr stattfindenden Leserreisen in die Schweiz im Mai und Juni 2018.

Ansprechpartnerin für Fragen jeder Art, Buchung und Organisation ist Frau Bettina Rost.
Sie erreichen Sie per E-Mail unter rost@ebnerverlag.de oder per Telefon unter +49 (731) 1520-139.

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