UHREN-MAGAZIN-Leserreise Schweiz 2018: “Einmalige Einblicke”

Unsere Leser besuchten Audemars Piguet, Jaeger-LeCoultre und Patek Philippe

Bei der UHREN-MAGZIN-Leserreise zeigten sich die Teilnehmer begeistert, über die “einmaligen Einblicke” bei Audemars Piguet, Jaeger-LeCoultre und Patek Philippe. Die Uhren-Magazin-Leserreise, die vom 18. bis 20. Juni 2018 stattfand, führte am ersten Tag zu Audemars Piguet nach Le Brassus. Hier im Vallée de Joux schlägt das Herz der Schweizer Uhrenindustrie.

Zunächst führte uns der Weg in das hauseigene Museum. Derzeit wird zwar ein neues Museum gebaut, das 2019 fertiggestellt sein wird (das wird ein ganz besonderes architektonisches Werk, man darf gespannt sein) aber auch im derzeitigen Museum gibt es eine Reihe besonderer Uhren zu sehen, wie zum Beispiel die erste Armbanduhr mit Vollkalender von 1924 und die erste Automatikuhr mit ewigem Kalender von 1990. Beide Uhren sind neben vielen anderen Rekorden im Museum zu bewundern. Im Stammhaus ist aber auch das “Atelier Tourbillon” untergebracht, in welchem fünf Uhrmacher alle Tourbillons der Manufaktur produzieren. Im obersten Stockwerk erwarteten uns drei Uhrmacher, die historische Audemars-Piguet-Modelle aufbereiten. Gearbeitet wird hier mit den gleichen Werkzeugen, die seinerzeit zur Fertigung der Uhren verwendet wurden. Ein mit historischen Ersatzteilen gefüllter Safe vereinfacht manche Restaurierung. Doch bevor das letzte verbaut wird, müssen neue angefertigt werden.

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Nach dem Mittagessen im “Le Rocheray”, bekannt als Spezialitätenrestaurant für seinen Fisch aus dem Lac de Joux, an dem es liegt, ging es zurück in die Fertigung in Le Brassus. Hier werden die Edelstahl- und Titangehäuse der Royal Oak gefertigt, während die Edelmetallvarianten in Genf entstehen. Auch die charakteristischen achteckigen Lünetten werden hier hergestellt und von Hand poliert. Anschließend dürfen wir den Mitarbeitern über die Schulter schauen, die die Werke der “open-worked”-Modelle unter der Lupe skelettieren.

In der nächsten Etage folgten wir einem vernehmbaren Tackern. Von einer großen Musterscheibe wird das Tapisserie- und Megatpaisserie-Motiv der Royal Oak und der Royal-Oak-Chronographen mit einem Stichel einzeln in ein Messing- oder Neusilberzifferblatt geritzt. Unter dem Mikroskop erkannten wir, dass das rechteckig erscheinende Tapisserie-Muster eine optische Täuschung ist, denn es wird auf einer runden Scheibe gefertigt.

Danach ging es in die “geheime Boutique”. Dort erwarteten uns in einer Art begehbarem Safe rund 120 verkaufsfertige Uhren, die wir in aller Ruhe und Ausführlichkeit anlegen und begutachten durften.

Die Teilnehmer der UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018
UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018: Zu Besuch bei Audemars Piguet
Zu Besuch bei Audemars Piguet
UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018: Hier wird Wissen vertieft
UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018: Auch Historisches gab es zu sehen
UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018: In diesem Fournituren-Safe befinden sich die Ersatzteile für historische Audemars-Piguet-Werke.
In den Referenzbüchern der Manufaktur, sind alle Uhren verzeichnet
Interessierte Teilnehmer bei der UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018
Sämtliche Fragen der Teilnehmer wurden beantwortet
Gemeinsames Essen bei Audemars Piguet

Tag 2 der Leserreise: Zu Besuch bei Jaeger-LeCoultre in Le Sentier

Chefuhrmacher Christian Laurent präsentierte stolz besonders komplizierte Zeitmesser und erklärte uns ihre Funktionsweise. Durch unsere Hände wanderten das Duomètre à Sphérotourbillon, die Geophysique Weltzeituhr, die Master Grande Tradition Grande Complication mit ihrer Anzeige der nördlichen Hemisphäre und das Master Grande Complication Gyrotourbillon 3, in welchem sich das fliegend gelagerte Tourbillon in zwei Käfigen um sich selbst dreht.

Nach dem Atmos-Atelier besuchten wir noch die Steinsetzerei. Hier arbeitet man bei Jaeger-LeCoultre daran, mit dem sogenannten Schneebesatz das darunterliegende Material verschwinden zu lassen.

In der sogenannten Héritage Gallery konnten wir alle vergangenen Zeitmesser der Manufaktur bewundern. Insbesondere die Sammlung von weit über 1.000 eigenen Kalibern war beeindruckend. Darunter fand sich auch das Kaliber 101 das kleinste Uhrwerk der Welt, welches heute noch gefertigt wird.

Die Teilnehmer der UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018 zu Besuch bei Jaeger-LeCoultre
Jaeger-LeCoultre Duomètre Sphérotourbillon
Jede Menge Uhren gab es bei der UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018 hautnah zu erleben
Blick ins Detail einer Jaeger-LeCoultre-Uhr
UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018: Hier der Schneebesatz im Atelier erläutert
UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018: Auch bei Jaeger-LeCoultre wird den Teilnehmern alles bis in kleinste Detail erklärt
UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018
UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018
Jede Menge historische Uhren gab es bei Jaeger-LeCoultre zu bestaunen

Tag 3 der Leserreise: Zu Besuch bei Patek Philippe

Am dritten Tag stand unser Bus abfahrbereit vor dem Hotel, um die Teilnehmer der UHREN-MAGAZIN-Leserreise Schweiz 2018 pünktlich nach Plan-les-Ouates zu bringen. Der Genfer Vorort ist Produktionssstandort vieler Luxusmanufakturen. Wir betraten die Manufaktur Patek Philippe, indem wir unter der gewaltigen Edelstahlspirale hindurchschritten, welche sich über dem Haupteingang erhebt.

Daniel Jaquet, langjähriger Leiter der Komponentenfertigung, erwartete uns bereits, und führte uns zu den Uhrmachern, die die vielen Komponenten zu kleinen Kunstwerken zusammenfügen. Uhrmachermeister Bertrand Vallet ist im Haus zuständig für alle historischen Taschenuhren und durfte uns die kostbaren Minutenrepetitionen präsentieren. Danach ging es direkt in die Produktion. Das ehemalige Lagergebäude ist eine Zwischenlösung, bis die neue Produktion steht. Hier werden Platinen, Brücken und Räder für die Patek-Philippe-Kaliber gefertigt.

Im linken Teil entstehen die Brücken, im rechten die Platinen und dazwischen werden Räder aus langen Metallstangen geschnitten, zentriert, verzahnt und veredelt. Besonders die Veredelungsschritte dienen nicht nur der Optik, sondern sorgen dafür, dass das Material an der Oberfläche verdichtet wird und im Inneren gleichzeitig flexibel bleibt.

Die Fertigungstiefe bei Platinen und Brücken ist nicht weniger eindrucksvoll. Von übermannsgroßen Rollen werden die Metallstreifen den Stanzen zugeführt. Den weiteren Transport von Platinen und Brücken bewältigen kleine Transportbehälter, die sich wie Puzzleteile miteinander zu lange Reihern zusammenstecken lassen. So wird jede weitere Maschine mit einheitlich fixierten Werksteilen bestückt.

Nach dem Mittagessen setzten wir die UHREN-MAGAZIN-Leserreise im Patek-Philippe-Museum fort. Daniel Jaquet war uns auch hier ein kundiger Begleiter, der uns einige ausgewählte Höhepunkte aus fünf Jahrhunderten Uhrmacherkunst zeigte. Neben der Firmengeschichte beeindruckte vor allem die breit angelegte Sammlung an historischen Uhren: von Sonnenuhren angefangen über erste eiserne Zeitmesser und kunstvoll und mit unglaublicher Detailtreue gefertigten Porträts auf Schmuckuhren.

UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018: Zu Besuch bei Patek Philippe
Interessierte Teilnehmer bei der UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018
Auch bei Patek Philippe durften die Teilnehmer der UHREN-MAGAZIN-Leserreise 2018 sämtliche Uhren an die Hand legen
Teilnehmer bei der UHREN-MAGAZIN-Leserreise Schweiz 2018
Das UHREN-MAGAZIN zu Besuch bei Patek Philippe

In den drei Tagen der UHREN-MAGAZIN-Leserreise sind auch wieder viele individuelle Kontakte zwischen den Teilnehmern entstanden, und wer weiß, ob man sich nicht bei einer zukünftigen Leserreise wieder trifft. Das erste Mal wäre es nicht.

Die nächsten UHREN-MAGAZIN Leserreise findet im Herbst 2018 statt: Vom 17. bis 18. September 2018 findet die UHREN-MAGAZIN-Leserreise nach Glashütte statt. Wir besuchen A. Lange & Söhne, Glashütte Original, Mühle-Glashütte und Wempe Glashütte sowie das Deutsche Uhrenmuseum Glashütte.

Informationen zu unseren nächsten Leserreisen finden Sie HIER.

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