Produkt: Download: Tudor Black Bay GMT im Test
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Mit dem neuen Manufakturkaliber MT5652 kommt die Funktion der Weltzeit in die Tudor Black Bay. Das UHREN-MAGAZIN hat die GMT-Uhr ausführlich getestet.

Interview: Akio Naito und Frédéric Bondoux über Grand Seiko

"Wir zelebrieren eine japanische Spiritualität der Zeit"

Wir sprachen mit Akio Naito, Direktor und Deputy COO der Seiko Watch Corporation sowie Vorsitzender von Grand Seiko Europe, und mit Frédéric Bondoux, Präsident von Grand Seiko Europe über die Marke Grand Seiko.

Grand Seiko: Direktor und Deputy COO der Seiko Watch Corporation sowie Vorsitzender von Grand Seiko Europe: Akio Naito
Grand Seiko: Direktor und Deputy COO der Seiko Watch Corporation sowie Vorsitzender von Grand Seiko Europe: Akio Naito

Wie kam es dazu, dass Grand Seiko zu einer eigenständigen Marke wurde?
FB: Bei Seiko gab es nach dem Zweiten Weltkrieg zwei an verschiedenen Orten gelegene Produktionszentren. Beide versuchten, die besten Uhren zu entwickeln. Dieser Wettbewerb führte schließlich zur ersten Grand Seiko von 1960. Über 50 Jahre lang war Grand Seiko ein Teil der Marke Seiko. Die Uhren wurden ausschließlich in Japan verkauft. Trotzdem sprach sich die besondere Klasse von Grand Seiko unter Uhrenfreunden herum, sodass nicht wenige eigens nach Japan flogen, um sich so eine Uhr zu kaufen. Daher beschloss die Unternehmensführung vor zehn Jahren, Grand Seiko auch außerhalb des Heimatlandes zu verkaufen. Und 2017 fiel schließlich die Entscheidung, Grand Seiko als eigenständige Marke zu etablieren.
AN: Wie es die Fans unserer Marke erwarteten, feiern wir das Jubiläum mit mehreren einzigartigen Uhren. Noch mehr aber ist 2020 ein Meilenstein für Grand Seiko, denn wir eröffnen ein neues Produktionszentrum in Morioka, eine neue Boutique am Place Vendôme in Paris und mit Grand Seiko Europe eine neue Gesellschaft. Darüber hinaus lancieren wir zwei völlig neue Werke – ein mechanisches und eines mit Spring-DriveAntrieb – die für die Zukunft der Marke eine bedeutende Rolle spielen werden. 2020 ist also zweifellos das wichtigste Jahr für Grand Seiko seit 1960.

Sie erwähnen Grand Seiko Europe, die neue Dachorganisation für Europa. Wie wichtig ist diese Abgrenzung zu Seiko?
FB: Nach der Entscheidung, Grand Seiko außerhalb Japans zu verkaufen, kümmerten sich zunächst die einzelnen Länderniederlassungen von Seiko um den Vertrieb von Grand Seiko. Das war keine optimale Situation, weil es sich bei Grand Seiko um eine ganz andersartige Marke handelt. Also entschied man, dass es für Grand Seiko eigene Teams geben sollte. Vor drei Jahren wurde Grand Seiko USA gegründet, jetzt Grand Seiko Europe. Da die Marktsituation in Asien etwas anders ist als in den westlichen Ländern, ist die Trennung von Grand Seiko und der dort bereits existierenden Seiko-Organisation eine Management-Aufgabe, die wir noch angehen werden. In Kontinentaleuropa haben wir heute die erste Boutique und etwa 90 Verkaufspunkte. In Frankreich, Deutschland, Italien und Benelux – also dem Gebiet, das Grand Seiko Europe umfasst – wollen wir diese in den nächsten drei bis fünf Jahren auf etwa 80 bis 100 erhöhen. Dazu planen wir zwei weitere Boutiquen.

Warum wurde Paris als Europazentrale ausgewählt?
FB: Wir sind mit unserer Boutique am Place Vendôme mitten im Zentrum des europäischen Luxus. Das allein ist ein starkes Statement. Dazu kommt, dass Paris innerhalb Europas zentral gelegen ist und man von hier aus schnell überall hinkommt.
AN: Das Wichtigste ist für uns nicht der Ort der neuen Gesellschaft, sondern ihre Mission. Da Grand Seiko eine unabhängige Marke ist, sollte sie durch ein eigenständiges Unternehmen verkörpert werden, dessen einziges Ziel es ist, Grand Seiko an die Spitze des europäischen Markts zu bringen. Angesichts dieses Ziels und der Tatsache, dass Frankreich die Heimat des europäischen Luxus ist, war Paris eine natürliche Wahl. Die Vision von Grand Seiko Europe zielt aber auf ganz Europa und der Einfluss des Unternehmens wird in jedem Land des Kontinents zu spüren sein. Da Deutschland der größte Markt in Europa ist und wir dort bereits sehr erfolgreich sind, wird Deutschland bei den Investitionen von Grand Seiko Europe eine herausragende Rolle spielen.

Die neue Boutique in Paris ist die größte Grand-Seiko Boutique der Welt, Japan eingerechnet.
FB: Ja. Wir haben hier 190 Quadratmeter Fläche auf zwei Etagen. Insgesamt gibt es global rund 20 Grand-Seiko Boutiquen.

Grand Seiko: Präsident von Grand Seiko Europe: Frédéric Bondoux
Grand Seiko: Präsident von Grand Seiko Europe: Frédéric Bondoux

Die Boutique wurde vom bekannten japanischen Architekten Kengo Kuma gestaltet. Was ist sein Konzept?
FB: Die Führung von Grand Seiko trat an ihn heran mit der Bitte, etwas sehr, sehr Japanisches zu gestalten, das gleichzeitig die Werte der Marke zum Ausdruck bringt. Er hat mit typisch japanischen Elementen gearbeitet: mit Raumteilern aus Sumushiko-Bambus, Tatami-Matten und Washi-Papier. Das Konzept ist von einer natürlichen, naturbelassenen Einfachheit und unterscheidet sich stark von den Inneneinrichtungen der meisten anderen Boutiquen am Place Vendôme, die viel traditioneller sind und teilweise sogar in Richtung Rokoko gehen. Bei uns findet man in der Architektur Themen wie Einfachheit, Stabilität und Schönheit, die genauso für unsere Uhren gelten.

Gibt es Parallelen in Konzept und Design zwischen der Pariser Boutique und dem neuen Uhrenstudio in Shizukuishi,das ebenfalls von Kengo Kuma gestaltet wurde?
AN: Ja: In beiden Fällen steht das Design für die japanische Herkunft und die Grand-Seiko-Philosophie „The Nature of Time“. Der Flagship-Store in Paris ist ein eindrucksvoller Ort und zugleich die größte Grand-Seiko Boutique der Welt. Hier findet man die umfangreichste und aktuellste Auswahl an Grand-Seiko-Uhren außerhalb Japans, darunter auch Modelle, die exklusiv nur in der Boutique erhältlich sind. Doch wenn man sie betritt, spürt man nicht so sehr die Größe als eine sehr menschliche und fast schon intime Atmosphäre, die sich durch die Elemente ergibt, die Frédéric erwähnt hat. Das Grand Seiko Studio in Shizukuishi ist eine ganz neuartige Produktionsstätte, die ganz und gar der Fertigung der mechanischen Grand-Seiko-Uhren gewidmet ist. Mit dem Claim „The Nature of Time“ als Inspiration gestaltete Herr Kuma es als zweistöckiges Konstruktionsstudio in Holz, das perfekt mit der Natur der Umgebung harmoniert. Für die Fertigung von hochpräzisen Zeitmessern einen aus Holz bestehenden Reinraum zu konstruieren, war für Herrn Kuma eine Herausforderung. Aber das Ergebnis ist ein voller Erfolg und unsere Handwerkskünstler sind in ihrem neuen Zuhause sehr glücklich.

Was sind für Grand Seiko die nächsten Schritte in die Zukunft?
AN: Mit den oben erwähnten zwei neuen Werken und mit der Neueröffnung des Grand Seiko Studios in Shizukuishi legen wir die Grundlagen für unsere langfristige Zukunft. Wir müssen auch dafür sorgen, dass wir unter den Uhrenliebhabern noch bekannter werden. Daher werden wir die Kommunikation intensivieren und einem breiteren Publikum die Einzigartigkeit von Grand Seiko nahebringen – unter anderem dadurch, dass wir bei immer mehr Topjuwelieren in Europa und weltweit präsent sein werden. Aus diesem Grund glaube ich, dass für Grand Seiko eine neue Ära beginnt – in der Uhrmacherei wie in der Kommunikation.

Immer mehr Menschen im Westen sind fasziniert von der japanischen Kultur. Glauben Sie, dass der Kauf einer Grand Seiko für viele ein Motiv ist, dieser Kultur näherzukommen, sie zu erleben?
FB: Ich glaube, da besteht in der Tat eine starke Verbindung. Denken Sie nur an unser Motto „The Nature of time“: Die Natur ist ein wichtiges Thema für Grand Seiko. Es begegnet einem in vielen Details unserer Uhren – zum Beispiel bei Zifferblättern, die in Farbe und Struktur beeinflusst sind von der Umgebung, die man rund um die Uhrmacherstudios von Grand Seiko findet. Der Respekt vor der Natur, vor dem Leben, ist ein wichtiger Teil der japanischen Philosophie. Allerdings ist das nur eine Facette von dem, was die Marke ausmacht. Ich denke, das, was unsere Kunden in erster Linie anzieht, sind die unglaubliche Qualität der Uhren und die außerordentliche Leistung, die in der Manufaktur stattfindet. Schauen Sie sich nur einmal diese Uhr hier an (nimmt seine Uhr vom Handgelenk): Das ist eines unserer preisgünstigeren Modelle: eine Uhr mit drei Zeigern und Handaufzug, 37,3 Millimeter groß. Wenn Sie die Uhr aufziehen – tun Sie es gern! –, dann spüren Sie in Ihrer Hand, wie weich die Kraft vom Aufziehen der Krone an das Federhaus übertragen wird. Achten Sie auf die Finissage, die Polituren, die Bearbeitung der Zeiger und der Indizes, wie die Oberflächen und die verschiedenen Facetten alles Licht reflektieren. Selbst in einer dunklen Umgebung können Sie schon bei einem flüchtigen Blick auf die Uhr sofort erkennen, wie spät es ist. Für Grand Seiko sind drei Dinge wichtig: die Präzision, die Ablesbarkeit und die Schönheit. Und alles finden Sie in dieser – relativ einfachen – Uhr.

Die Art und Weise, wie sich das Licht – oder der Schatten – in den Indizes spiegelt, ist in der Tat etwas Besonderes und gibt den Uhren ein anderes Aussehen, als man es von Schweizer Uhren kennt.
FB: Ich sage Ihnen etwas: Ich habe über 20 Jahre lang für die Swatch Group gearbeitet, für Omega und Longines. Aber bei Grand Seiko gab es für mich etwas völlig Neues zu entdecken. Als ich nach Japan kam, um mit dem Management über meine künftige Tätigkeit zu sprechen, luden sie mich ein, mir die Produktion in Shizukuishi anzuschauen. Der Ort liegt in der nördlich von Tokio gelegenen Provinz Morioka; man fährt zweieinhalb Stunden mit dem Shinkansen, um hinzugelangen. Dort werden die mechanischen Uhren von Grand Seiko gefertigt, dazu die Werke und alle Komponenten. Etwa 20 Uhrmacher sind allein für die Montage und Reglage der hochpräzisen mechanischen Grand-Seiko-Uhren tätig. Ich fragte, ob ich in das Uhrmacherstudio eintreten dürfe. Und obwohl man das normalerweise nicht darf, wurde es mir gestattet. Die Art und Weise, wie alle dort arbeiteten, mit dieser enormen Hingabe und Präzision, und die Schönheit der Uhren, die aus dieser Arbeit resultiert, faszinierten mich. Für mich war dieser erste Besuch in Morioka eine sehr emotionale Erfahrung, und sie löste etwas in mir aus: den Wunsch, den Menschen in Europa die Einzigartigkeit dieser Marke zu vermitteln.

Grand Seiko: Interview mir Frédéric Bondoux
„Präzision, Ablesbarkeit und Schönheit: All das finden Sie in dieser Uhr.“ Frédéric Bondoux beim Interview mit Chronos-Chefredakteur Rüdiger Bucher in Paris

Sie haben also neben der äußeren Schönheit auch eine innere Schönheit verspürt?
FB: Genau. Eine innere Schönheit, die aus dieser absoluten Hingabe, aus dem Streben nach Perfektion erwächst. Und nicht nur das: Zur inneren Schönheit der Uhr gehört ja auch das Uhrwerk. Auch das habe ich in Morioka gesehen: wie die einzelnen Bestandteile bearbeitet und wie sie zusammengesetzt werden. Mir wurde klar, dass Grand Seiko eine ganz andere Geschichte ist als Seiko. Dass es sich hier um ein anderes Produkt, eine andere Marke handelt. Es handelt sich um zwei Schwestermarken, aber es gibt keine Wechselwirkungen zwischen den beiden.

Sie haben von der Schönheit gesprochen. Ist diese für jeden Betrachter – auch für einen unvoreingenommenen – leicht nachzuvollziehen? Oder gibt es gewisse Codes, die man erst erlernen muss?
FB: Natürlich kann jeder die äußere Schönheit sehen. Aber Grand Seiko ist keine Marke für den Massengeschmack. Es ist eine intellektuelle und emotionale Marke. Man muss sensibel sein und von der speziellen Poesie der Produkte und der Marke selbst berührt sein. Und so ist es kein Wunder, dass die Produktion sehr begrenzt ist – und begrenzt ist auch die Zahl der Menschen, die einen Sinn für das Besondere der Marke und ihres Designs haben.

Wo sehen Sie die typischen Stärken von Grand Seiko?
AN: Die Idee hinter der ersten Grand Seiko 1960 war im Grunde simpel: Sie sollte so präzise, langlebig und schön wie möglich sein. Dieses Ziel lebt heute unverändert fort, genauso wie das hohe Niveau an Handwerkskunst, das bei jeder Uhr zum Tragen kommt. Dieses sind die grundsätzlichen Werte von Grand Seiko und die Stärke der Marke. Jede Uhr von Grand Seiko, mechanisch, Spring Drive oder Quarz, wird von Hand zusammengebaut und durchläuft strenge Prüfungen, um zu gewährleisten, dass sie unsere Präzisionsstandards erfüllt. Unsere internen Standards für Mechanikuhren sind sogar höher als der gängige Industriestandard. Ich glaube, dass man jeder Grand Seiko das hohe Niveau an Genauigkeit, Langlebigkeit, guter Ablesbarkeit und Ästhetik ansieht. Die perfekt von Hand polierten Gehäuseoberflächen erzeugen ein harmonisches Zusammenspiel von Licht und Schatten. Und die diamantgeschnittenen Stundenindizes und Zeiger sind von einer einzigartigen Schärfe und Brillanz, die unter allen Lichtbedingungen eine gute Ablesbarkeit garantieren.
FB: Grand Seiko ist eine sehr ehrliche Marke, die nicht vorgibt, etwas zu sein, das sie nicht ist. Die Einzigartigkeit der Marke erwächst unter anderem auch aus dem speziellen Können der Uhrmacher, die eine langjährige Erfahrung mitbringen müssen, bevor sie in der Lage sind, eine Grand Seiko zu fertigen. Daraus resultiert wiederum die geringe Zahl der Uhren, die insgesamt gefertigt werden. Dazu kommen die Schönheit, die Langlebigkeit und die Schlichtheit, über die wir bereits sprachen. Mit 60 Jahren ist Grand Seiko auch noch eine junge Marke, der gleichzeitig eine gewisse traditionelle Modernität anhaftet. Die findet sich sowohl in den Uhren als auch hier in der Boutique. Ich kann mir gut vorstellen, dass jemand vor 40 Jahren hier an der Place Vendôme gewesen wäre, in der gleichen Grand Seiko Boutique, und die gleichen Produkte vorgefunden hätte wie heute. Und ich kann mir genauso gut vorstellen, in 50 Jahren hierher zu kommen und die gleichen Uhren zu finden. Diese Art von Zeitlosigkeit ist einer der typischen Codes des Grand-Seiko-Designs.

Wo sehen Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen Grand Seiko und den Schweizer Uhrenmarken?
AN: Zunächst gibt es, glaube ich, viele Parallelen. Wir respektieren beide die traditionelle Handwerkskunst, streben nach Innovationen und wollen, dass die Uhr ein wertvolles Objekt ist, das die Konsumenten begehren.
Was Grand Seiko von den anderen unterscheidet, ist die einzigartige japanische Herkunft und Originalität, die sich auch in unserer Markenphilosophie „The Nature of Time“ ausdrückt. In unserer Uhrmacherei zelebrieren wir eine japanische Spiritualität der Zeit, die stark von der Natur inspiriert ist und sich in „Takumi“, der japanischen Handwerkskunst, ausdrückt. Lassen Sie mich zwei Beispiele nennen: Erstens versinnbildlicht die sanfte, gleitende Bewegung des Spring-Drive-Sekundenzeigers perfekt die japanische Idee von Zeit als etwas, das kontinuierlich fließt und nicht zerteilt ist oder „tickt“. Und zweitens betrachten Sie bitte einige der Zifferblätter von Grand Seiko: Viele – etwa das, das unsere Fans „Snowflake“ nennen oder jenes mit dem vom Berg Iwate inspirierten Muster – sind inspiriert von der Natur, die unsere beiden Uhrenstudios umgibt.

Seiko – und daher auch Grand Seiko – ist seit seiner Gründung 1881 ein familiengeführtes Unternehmen, inzwischen in vierter Generation. Welche Vorteile bietet das?
AN: Die Tatsache, dass unser Unternehmen in jedem seiner 139 Jahre von der Familie Hattori geleitet wurde, ist aus zwei Gründen sehr wichtig für uns: Da ist zum einen die zielgerichtete Vision, die jede Generation von ihrem Vorfahren und Gründer Kintaro Hattori geerbt hat. Als er 1881 Seine Firma ins Leben rief, legte er fest, dass diese „den anderen immer einen Schritt voraus“ sein müsse. Dieses Motto inspiriert heute jeden einzelnen von uns. Es ist der Grund dafür, dass wir als eines von sehr wenigen Uhrenherstellern in der Lage sind, beinahe jede Art von Bestandteilen selbst zu fertigen. Das war ein entscheidender Vorteil für uns und wird es immer sein. Der zweite Grund ist unsere Fähigkeit, eine langfristige Perspektive einzunehmen. Unternehmen, die ihr Metier wirklich beherrschen wollen, müssen in langen Zeiträumen denken. Ein Beispiel: Wir haben 20 Jahre gebraucht, um Spring Drive zu entwickeln, und während dieser Zeit war nicht klar, ob wir es schaffen würden. Als Aktiengesellschaft ist Seiko natürlich auch seinen anderen Anteilseignern verpflichtet, doch die Führung der Hattori-Familie hat sichergestellt, dass die langfristige Sichtweise immer vorherrschte. Das ist ein wichtiger Bestandteil unserer Firmenethik.

Welche Ziele will Grand Seiko in den kommenden Jahren erreichen?
AN: In den letzten zwei Jahren haben wir außerhalb Japans einen spürbaren Anstieg in Sachen Markenbekanntheit und Umsätzen erlebt. Unabhängige Untersuchungen in den USA zeigen, dass Grand Seiko nun eine der fünf am besten verkaufenden Uhrenmarken im Preisbereich zwischen 5000 und 10000 Dollar ist. In Europa verkaufen wir immer besser, und immer mehr der renommiertesten Händler arbeiten mit uns zusammen. Wir haben also in den zehn Jahren, seit Grand Seiko den internationalen Markt betreten hat, schon viel erreicht. Aber wir wollen noch höher hinaus. Viel höher. Wir sind inspiriert vom Erfolg Grand Seikos in Japan, wo die Marke bereits zu den Top-3-Luxusuhrenmarken zählt. Unser langfristiges Ziel ist es, unsere Präsenz weltweit auf das gleiche Niveau zu führen wie in Japan und eine der führenden Uhrenmarken im High-End-Bereich zu werden. Ich weiß, dass das ein anspruchsvolles Vorhaben ist und dass es Zeit kosten wird. Aber das ist unser Ziel. buc

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