Hentschel Hamburg: Individualität bis ins kleinste Detail

Uhren mit viel Handarbeit

Promotion
am 25. August 2014

Einer Jahrhunderte alten Tradition folgend stellt Hentschel Hamburg seine Uhren mit viel Handarbeit her. Dabei soll »die Uhr fürs Leben« den Bedürfnissen des Trägers angepasst werden. Deshalb kann der zukünftige Besitzer je nach Wunsch Einfluss auf bestimmte Designelemente der Uhr nehmen.

Hentschel Hamburg Inselchronometer: seewasserresistent, UV-beständig, wasserdicht, sturmerprobt und stoßsicher
Hentschel Hamburg Inselchronometer: seewasserresistent, UV-beständig, wasserdicht, sturmerprobt und stoßsicher

Hamburg ist Hafen und Handel, ist lebenswert und weltoffen zwischen stolzem Gründerzeitstuck und kühn geschwungenen Glasfassaden, ist historisches Fundament und dynamischer Aufbruch – eine Stadt, in der sich die Zeitläufe kreuzen. Und Hamburg ist eine Stadt der Uhren, der Präzisionsuhren, um genau zu sein. Bereits vor über 200 Jahren wurden am Hafen feinmechanische Meisterwerke für eine äußerst anspruchsvolle Klientel gefertigt: Kapitäne, die auf ihren Windjammern die Handelsrouten nach Asien, Afrika und Südamerika befuhren und verlässliche Zeit für die Kursbestimmung brauchten – bei Wind, Wetter und Wellenschlag. Hamburgs Chronometer waren erste Wahl auf den Meeren, zählten zu den robustesten und präzisesten Instrumenten ihrer Epoche. Nautiker, Forscher und Entdecker – auch der große Alexander von Humboldt – vertrauten den Fertigkeiten der Hamburger Uhrenzunft. Viele geniale Uhrmacher haben ihre gesamte Schaffenszeit einem einzigen Uhrwerkdetail gewidmet und so über Generationen einen perfekten, annähernd verschleißfreien mechanischen Organismus entwickelt. Jedes Detail hat eine wichtige Aufgabe zu erfüllen.

Hentschel Hamburg Hafenmeister: nummerierte exklusive Kleinserie
Hentschel Hamburg Hafenmeister: nummerierte exklusive Kleinserie
[Foto: TORSTEN MILARG]

Nichts kann weggelassen werden, ohne die Perfektion des Gesamten zu gefährden. Durch die Automatisierung der Uhrenherstellung und den Einzug von computergesteuerten Fertigungsmethoden sind viele Kenntnisse des traditionellen Uhrmacherhandwerks in Vergessenheit geraten. Sie sind schwierig und äußerst zeitintensiv. Die Uhrmacher, die per Handarbeit makellose Uhrwerkveredelungen – wie geschraubte Goldchatons und Zierschliffe – ausführen, lassen sich weltweit an wenigen Händen abzählen. Hentschel Hamburg ist davon überzeugt, dass nur durch dieses konsequente handwerkliche Umsetzen von über Jahrhunderte gereiften Erfahrungen, eine wirklich feine mechanische Uhr gebaut werden kann, die ihren Besitzer ein Leben lang begleitet. An diesem Anspruch richtet sich auch das Uhrendesign und die Fertigung der Hentschel-Uhren aus. Jede Uhr aus der Hamburger Uhrenmanufaktur ist in ihrem Aussehen daher zeitübergreifend, klassisch – eben zeitlos. Gleichzeitig soll die Uhr für den Träger etwas ganz Persönliches sein. Daher kann jede Uhr auf Wunsch individualisiert und Einfluss auf Designelemente genommen werden.

Hentschel Hamburg Hamburg Botschafter: Schiffsschraubenbronze macht das Gehäuse besonders beständig
Hentschel Hamburg Hamburg Botschafter: Schiffsschraubenbronze macht das Gehäuse besonders beständig
[Foto: TORSTEN MILARG]

Um den hohen Grad an Individualität zu ermöglichen, steht im Mittelpunkt der Firmenphilosophie die Handarbeit. Jede Uhr wird von Anfang bis Ende komplett von einem Uhrmacher gebaut. Auf diese Weise entstehen Kleinserien und Unikate. Jenen Uhrenliebhabern, denen auch das Innere eines Zeitmesser wichtig ist, bietet Hentschel die Handveredelung der Uhrwerke. Dazu gehören zum Beispiel die geschraubten Goldchatons. Die Präzision der Handwerksarbeit geht dabei bis in den hundertsten Teil eines Millimeters. Und das per Hand und mit viel Fingerspitzengefühl. Als Basis für die Veredelungen werden ganz bewusst unbenutzte, historische Uhrwerke verwendet. Sie sind in einer Epoche entwickelt worden, in der »dieUhr fürs Leben« noch Inbegriff für Qualität und Haltbarkeit war. Dieser Geist soll in die modernen Hentschel-Uhren mit einfließen. Die Veredelung der Uhrwerke und die Montage der Uhren finden ausschließlich in der Hamburger Manufaktur statt. Diese steht für interessierte Besucher offen. Die »gläserne Uhrenwerkstatt« bietet den idealen Rahmen, um in den Mikrokosmos der Uhrmacherkunst eintauchen zu können und die Entstehung der eigenen Uhr fürs Leben angemessen zu zelebrieren. Entweder persönlich oder in Form einer Fotodokumentation.

Hentschel Hamburg Inselchronometer: diese Serie beinhaltet das hauseigene Werk
Hentschel Hamburg Inselchronometer: diese Serie beinhaltet das hauseigene Werk

Das Hamburger Manufakturkaliber

Als jüngster Meilenstein einer 200-jährigen hanseatischen Chronometergeschichte folgt das »Werk 1« in seiner Ausfertigung der Tradition. So ist das tragende Bauteil des Uhrwerks, die Platine, nach dem Vorbild der Beobachtungsuhren
und Seechronometer gestaltet. Die Dreiviertelplatine vereint höchste feinmechanische Präzision und extreme Robustheit. Das Räderwerk ist hier in der Platine gelagert, zwischen einer kreisrunden Werkplatte aus Messing und der namensgebenden großen Brücke, die das Werk zu drei Vierteln überdeckt. In seiner typischen Hamburger Optik bietet das »Werk 1« so für filigrane Räder optimalen Schutz. Zudem schützt sie den Aufzug und die Zahnräder wirksam gegen Stoß, Verformung oder das Verrutschen. Damit sorgt sie für den präzisen Gleichlauf des Räderwerks noch unter widrigsten Bedingungen: Wind, Wellenschlag, Hitze, Eiseskälte und kräftige Stöße – Seechronometer und Beobachtungsuhren dürfen sich keinesfalls aus dem Takt bringen lassen. Präzise Zeitmessung ist vor der satellitengestützten Navigation unverzichtbar, um nicht vom Kurs abzukommen – ob auf Schiffspassagen oder Polarexpeditionen.

Hentschel Hamburg Manufakturwerk "Werk 1" mit der charakteristischen Dreiviertelplatine
Hentschel Hamburg Manufakturwerk “Werk 1” mit der charakteristischen Dreiviertelplatine

Das Manufakturwerk von Hentschel greift diese Tradition auf. Eine Auffälligkeit des Werkes sind die erhabenen, geschraubten Goldchatons: Raffinierte Fassungen für die Rubine, in denen die Radachsen des Werks verschleißfrei und reibungsarm gelagert sind. Es gibt traditionell zwei – im doppelten Wortsinn – Lager: versenkt und oberflächenbündig, wie sie die Glashütter noch heute gerne verwenden, oder geschraubt und erhaben, wie sie der bedeutende Uhrmacher
Heinrich Johann Kessels von Breguet übernommen hat. Diese Vorgehensweise verleiht einem Uhrwerk Dreidimensionalität. Als Kraftquelle dient ein Federwerk mit rückführendem Gesperr, das jedes Überdrehen der Uhr oder Reißen der Zugfeder unmöglich macht. Der eigentliche Zweck des raffinierten, kleinen Gesperrs liegt jedoch in der gleichmäßigen Kraftabgabe über die gesamte Phase der Federentspannung hinweg. So entstehen selbst bei Vollaufzug keine Kraftspitzen, die die Genauigkeit der Zeitmessung beeinträchtigen könnten. Die Unruh des »Werk 1« bewegt sich mit einer für Armbanduhren niedrigen Frequenz von 18.000 Schwingungen pro Stunde. Länge läuft, heißt es im Yachtbau:
Der für Seeuhren typische, große Durchmesser des Unruhreifs sorgt nicht nur für eine gleichmäßig genaue Rotation – er prägt das markante Gesicht des Werks. Der Riss des »Werk 1« ist maßgeblich von den zwei Leitbildern der Manufaktur Hentschel Hamburg beeinflusst: Breguet und Kessels haben die Maßstäbe gesetzt. Im frühen 19. Jahrhundert prägen sie mit den Proportionen ihrer ästhetischen Uhrwerke gleichsam den »goldenen Schnitt« der mechanischen Chronometrie. Von der schwungvoll ausgekehlten Form der Dreiviertelbrücke über die Größenverhältnisse von Unruh und Unruhkloben bis zum rückführenden Gesperr aus Klinke, Feder und kaisergeschliffenen Sperrrädern folgt das Manufakturkaliber dem Ideal eines klassisch-schönen Uhrwerks.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.hentschel-hamburg.de

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