Mühle-Glashütte: Fingerabdruck und DNA der Teutonia

Unverwechselbare Merkmale eines Klassikers

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am 15. Mai 2012

Ihr Äußeres mag sportlich-markant oder klassisch-elegant gezeichnet sein: Den Instrumenten-Charakter sieht man einer Mühle-Uhr auf den ersten Blick an. „Die genaue Uhrzeit muss sofort erkennbar sein“ lautet das Credo, das hinter der Gestaltung jedes Zeitmessers steht. Deshalb präsentiert sich vor allem das Zifferblatt einer Mühle schnörkellos, geradlinig und schlicht.

Das gilt selbst für die luxuriöseren Businessuhren des Glashütter Familienunternehmens: wie etwa den Teutonia II Chronographen. Wie die feinen Linien eines Fingerabdrucks füllt die elegante Guillochierung das silberfarbene Zifferblatt aus. Das dient jedoch nicht allein der Verzierung. Die mit einem Stempel erzeugte Prägung gliedert das Zifferblatt gleichzeitig und macht es besonders übersichtlich.

MU 9408: Die DNA des Uhrwerks

Wessen Kind der Teutonia II Chronograph ist, lässt sich am Uhrwerk des Zeitmessers sogar noch besser ablesen.

Vor allem die patentierte Spechthalsregulierung ist ein unverwechselbares Kennzeichen für eine Mühle-Uhr. Die besonders stoßsichere Feinregulierung wurde im Jahr 2003 entwickelt und stellt den präzisen Gang des Uhrwerks auch unter härtesten Einsatzbedingungen sicher. Ihren Namen erhielt die Spechthalsregulierung von der charakteristisch geformten Feder, die dem Hals und Kopf eines Spechtes gleicht. Sie drückt den Rückerzeiger nicht nur seitlich gegen die Feinregulierschraube, sondern gleichzeitig auch nach unten auf den Unruhkloben. Dadurch fixiert sie den Rückerzeiger zuverlässig in seiner Position und die Regulierung der Uhr kann sich auch bei stärkeren Erschütterungen nicht verändern.

Ein weiterer technischer Leckerbissen des Chronographenwerks ist die Glashütter Dreiviertelplatine. Sie gilt als typisches Kennzeichen für hochwertige Glashütter Uhren und trägt ihren Namen, weil sie etwa drei Viertel des Uhrwerks bedeckt. Traditionsgemäß ist sie mit dem klassischen Glashütter Gesperr ausgestattet, das den Druck auf das Sperrrad gering hält und die Abnutzung minimiert. Zudem verfügt die Dreiviertelplatine über eine entnehmbare Ankerradbrücke, die eine Revision der Uhr erleichtert, weil das Ankerrad oder auch die ganze Hemmung einfacher ausgebaut und gereinigt werden können.

Seine Vollendung findet jedes Mühle-Uhrwerk schließlich in charakteristischen Schliffen und Polituren, die bei Mühle ganz traditionell von Hand hergestellt werden. So werden die gebläute Schrauben zum Beispiel in einem fünfstufigen Polierprozess mit verschiedenen Schleif- bzw. Poliermitteln bearbeitet. Danach werden sie auf 300° Celsius erhitzt, wodurch sie ihre schöne blaue Farbe erhalten.

 

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.muehle-glashuette.de

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