Baselworld

In diesem Jahr feiert die Baselworld ihren 100. Geburtstag; sie fand vom 23. bis 30. März 2017 statt. Die Geschichte der Messe, wie wir sie heute kennen, begann am 15. April 1917 als erste Schweizer Mustermesse Basel (MUBA).

» weiterlesen
Bestellen Sie unseren Newsletter

Was gibt's Neues auf Watchtime.net?

Damit Sie stets rund um das Thema mechanische Uhr informiert sind, gibt Ihnen der Watchtime.net-Newsletter mehrmals wöchentlich den Überblick.

Zusätzlich und nur für kurze Zeit:
Ihr 5-EUR-Gutschein!*

Datenschutzbestimmungen habe ich gelesen und akzeptiert.**
*Mindestbestellwert 20 Euro
**Pflichtfeld

Insgesamt 831 Unternehmen aus verschiedenen Branchen der nationalen Schweizer Wirtschaft wie der Chemieindustrie, dem Banken- und Versicherungssektor und dem Transport- und Schifffahrtsgewerbe präsentierten sich und ihre Produkte. Darunter gab es auch einen eigenen, kleinen Bereich für Uhren und Schmuck. Unter den ersten Ausstellern waren die Uhrenmarken Tissot, Thommen, Longines und Ulysse Nardin.
Bereits 1923 musste die Messe vergrößert werden, es wurden die ersten Hallen an der Stelle errichtet, wo heute die Halle 1 steht. In diesem Jahr stellte auch Zenith erstmals auf der Mustermesse Basel aus. Nachdem die Messe 1925 weitere Uhrenhersteller für die Ausstellung eingeladen hatte, konnte 1926 bereits die erste Halle, die sich ausschließlich der Uhren- und Schmuckbranche widmete, eröffnet werden. Dabei wurde die erste automatische Uhr mit automatischer Wicklung, eine Erfindung von John Harwood, präsentiert. Bis dato erfolgte der Aufzug der Armbanduhren über Krone und Aufzugswelle. 1931 erhielt der Uhren- und Schmuckmesse einen eigenen Pavillon und wurde als Schweizer Uhrenmesse bekannt. Seit 1932 stellt auch Patek Philippe in Basel seine Uhrenneuheiten vor. 1934 musste die Messe erneut vergrößert werden. In diesem Jahr nahm auch Heuer (später TAG Heuer) erstmals an der Messe teil. Unter den ungefähr 50 Uhrenherstellern, die 1939 auf der Messe ausstellten, zeigte erstmals Rolex unter der Leitung von Hans Wildsorf auf 30 Quadratmetern Ausstellungsfläche seine Uhren.
1953 wurde die Halle 2 (mit der Riesenuhr) errichtet und bereits vier Jahre später kam Halle 6 dazu, wo sich heute das Musiktheater Basel befindet. 1964 wurde der Kreis der Aussteller durch Chopard bereichert; nur ein Jahr nach der Übernahme durch die Familie Scheufele.
Die 1970er-Jahre standen ganz im Zeichen der Elektronik: 1967 entwickelte das Centre Electronique Horloger (CEH) in Neuchâtel die weltweit erste Quarzuhr. Die Technologie wurde von asiatischen Unternehmen wie Seiko und Casio genutzt und die Quarzuhren gingen in die Massenproduktion.
1969 debütierte auf der Messe ein automatischer Chronograph auf vier Ständen: das Kaliber 11 wurde bei Heuer, Breitling, Büren und Dubois Dépraz vorgestellt. Zenith zeigte sein El-Primero-Chronographenkaliber.
Erst 1970 stellte eine Gruppierung von 16 Schweizer Firmen ihre eigenen Quarzuhren auf der Messe vor, die alle mit dem gemeinsam entwickelten BETA 21 ausgestattet waren. Zu diesen Marken gehörten Patek Philippe, IWC, Ebel, Piaget, Rado, Omega, Juvenia, Longines, Jaeger-LeCoultre, Universal Genève, Zenith und Bulova (die ihre Version Accuquartz nannte). Girard-Perregaux stellte ebenfalls ein eigenes Quarzkaliber vor, das Kaliber Elcron.
Mit der Ausstellung des Jahres 1972 wurden auch Firmen aus Frankreich, Italien, Deutschland und dem Vereinigten Königreich zur Teilnahme eingeladen. Doch erst 1973 fand die erste europäische Uhren- und Schmuckmesse (EUSM) statt. 1983 erhielt die Messe den Namen BASEL plus dem Ausstellungsjahr, also BASEL 83. Jede folgende Messe erhielt die Jahreszahl bis einschließlich 2002. Seit 2003 heißt die Messe Baselworld.
1983 wurde erstmals die Swatch-Uhr vorgestellt, eine Quarzuhr aus Kunststoff, die dank der industriellen Fertigung die Schweizer Uhrenbranche während der Quarzkrise rettete.
Ein Jahr später konnte das Kongresszentrum eröffnet werden und die BASEL fand nun erstmals unabhängig von der Mustermesse statt. Tissot präsentierte 1985 erstmals die Rock Watch, mit ihrem Zifferblatt aus Bergestein, angetrieben durch ein Eta-Quarzwerk und IWC stellte die Da Vinci ewiger Kalender vor.
Ab 1986 konnten auch durch das zunehmende Interesse internationaler Besucher außereuropäische Unternehmen auf der BASEL ihre Neuheiten präsentieren. Dadurch wurde die Messe zur weltweit wichtigsten Uhren- und Schmuckshow.
Ende der achtziger Jahre erlebte die Mechanik eine Renaissance. Einige neue Marken tauchten auf der Messe auf und unterstützten diese Bewegung wie beispielweise Chronoswiss oder Alain Silberstein. Eine Gruppe einzelner Uhrmacher, die sich 1985 zusammenschlossen, hatte 1987 ihr Debüt in Basel: die A.H.C.I., (Académie Horlogère des Créateurs Indépendents).
Auf der Show von 1990 zeigte Junghans die weltweit erste funkgesteuerte Armbanduhr, die MEGA 1 und Patek Philippe präsentierte die Calibre 89 mit seinen 33 Komplikationen.
Im Jahr 1999 wurde die Neugestaltung von Halle 1 abgeschlossen und es kam eine zusätzliche Ausstellungsfläche von 36.000 Quadratmetern hinzu, die einen dreistöckigen Aufbau der Stände ermöglichte.
Mitte der 1990er-Jahre begeisterte das Uhrenthema auch die Modewelt. Uhrenmarken oder Lizenzmarken wie Guess Collection (Gc), Versace, Timberland, Marc Ecko oder Nautica entstanden. Hermès präsentierte erstmals 1995 seine Uhren auf der Messe.
Die Glashütter Manufaktur A. Lange & Söhne präsentierte von 1995 bis 1998 ihre Uhren auf dem Stand der IWC. 1999 stellten die Richemont-Marken Cartier, Piaget und Baume & Mercier erstmals nicht in Basel aus, sondern kreierten eine eigene Ausstellung in Genf. Zwei Jahre später zeigten die „LMH“ Marken A. Lange & Söhne, IWC und Jaeger-LeCoultre zum letzten Mal auf der BASEL ihre Neuheiten. Aufgrund ihrer Übernahme durch Richemont waren sie ab 2002 auf dem Genfer Uhrensalon SIHH präsent.

Im Jahr 2003 erfolgte die Umbenennung der Messe in Baselworld und der Basel Messeturm mit 105 Metern Höhe und 32 Etagen fertig gestellt. Zu dieser Zeit war es das höchste bewohnbare Gebäude in der Schweiz; Heute ist es das drittgrößte. 2004 wurde ein neuer Hallenkomplex namens Hall of Universe (Halle 6) eingeweiht, um die nationalen Pavillons, insbesondere die aus Asien, zu beherbergen. Die Baselworld nahm mit einer Ausstellungsfläche von 160.000 Quadratmetern neue Dimensionen ein und verzeichnete mehr als 89.000 Besucher.

Im Jahr 2007 begrüßte die Baselworld erstmals mehr als 100.000 Besucher: genauer gesagt eine Rekordzahl von 101.700 Besuchern aus 100 Ländern. Im darauffolgenden Jahr erhielt Rolex mehr Platz und rühmte sich jetzt mit insgesamt 1.180 Quadratmeter Ausstellungsfläche (1939 waren es 30 Quadramter).

In der Zeit zwischen 2011 und 2013 wurden auf dem Messegelände der Baselworld umfangreiche Modernisierungsarbeiten durchgeführt. Die in Basel ansässigen Architekten Herzog & de Meuron haben eine Bruttoausstellungsfläche von 141.000 Quadratmetern geschaffen, die eine Investition mit rund 430 Millionen Franken benötigte.

2016 präsentierten rund 1.500 Ausstellern aus mehr als 40 Ländern ihre Neuheiten. Die Messe verzeichnete circa 145.000 Besucher.

« Zurück nach oben
[type='text']
[type='text']
[type='submit']
[type='submit']
[type='text']
[type='text']
[type='submit']
[type='submit']
[type='text']
[type='text']
[type='submit']
[type='submit']
[type='submit']
[type='submit']
[type='text']
[type='text']
[type='submit']
[type='submit']
[type='submit']
[type='submit']