Das neue alte Gesicht der IWC Ingenieur

IWC stellt 4 neue Modelle in der Ingenieur-Linie vor

Melanie Feist
von Melanie Feist
am 2. Juli 2017

Das Modell IWC Ingenieur verbindet ein Großteil der Uhrenfans mit dem ikonenhaften Design von Gérald Genta aus den 1970er-Jahren: die besondere Gehäuseform, die Lünette mit den fünf Vertiefungen für das Öffnungswerkzeug und das ins Gehäuse integrierte Band. Kenner wissen allerdings, dass die Ingenieur zur Zeit ihrer Premiere im Jahr 1955 eine klassische Dreizeigeruhr mit polierter Lünette war.

Die IWC Ingenieur von 1954
Die IWC Ingenieur von 1954

Die Spezialität verbarg sich damals im Innern der Uhr: ein Weicheiseninnengehäuse schützte das mit dem sogenannten Pellaton-Aufzug ausgestattete Uhrwerk vor Magnetfeldern bis 80.000 Amperemeter. 2017 kehrt IWC mit vier neuen Modellen und ihren verschiedenen Varianten zu den Wurzeln ihres Uhrenklassikers Ingenieur zurück. Passend zur Ingenieur im Retrodesign zeigte IWC die Neuheiten im Rahmen der Oldtimer-Rallye Passione Caracciola. Die Rallye findet seit 2015 statt und erinnert an ihren Namensgeber Rudolf «Karratsch» Caracciola, der vor dem Zweiten Weltkrieg der erfolgreichste europäische Rennfahrer war. Er schaffte es, in den 1930er-Jahren dreimal Europameister zu werden. Der Titel ist vergleichbar mit dem des heutigen Formel-1-Weltmeisters. In diesem Jahr führte die Oldtimer-Rallye Passione Caracciola von Mailand über Monza, St. Moritz, Davos und Arosa nach Lugano.

Bei der Oldtimer-Rallye Passione Caracciola kann jeder teilnehmen, der ein Fahrzeug besitzt, dass vor 1980 gebaut wurde
IWC-CEO Chris Grainger-Herr nahm an der Rallye in einem Mercedes 300 SL Seagull teil
Die Oldtimer-Rallye Passione Caracciola von Mailand über Monza, St. Moritz, Davos und Arosa nach Lugano
Station in Monza
Auch die geladenen Journalisten durften sich in einem Oldtimer an einer Gleichmäßigkeitsprüfung versuchen
Mit der Ingenieur Chronograph Sport Edition „50th Anniversary of Mercedes-AMG" und einem Mercedes 280 SL Pagoda ging es für Watchtime.net an den Start

Teilnehmen kann jeder, der einen Oldtimer besitzt, der vor 1980 gebaut wurde. Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit, sondern um Präzision: Es gilt unter anderem einen vorgegebenen Streckenabschnitt in einer bestimmten Zeit zu fahren (Gleichmäßigkeitsprüfung). Unter Zuhilfenahme des neuen Chronographen Ingenieur Chronograph Sport Edition „50th Anniversary of Mercedes-AMG konnten die geladenen Journalisten sich selbst als Fahrer und als Beifahrer einer Gleichmäßigkeitsprüfung auf der alten Rennstrecke in Monza unter Beweis stellen. Letzterer übernimmt während der Rallye die wichtige Aufgabe, dem Fahrer die kommenden Streckenabschnitte rechtzeitig anzukündigen, die Zeit währenddessen zu stoppen und die verbleibenden Sekunden laut herunterzuzählen.

Mit der Ingenieur Chronograph Sport Edition „50th Anniversary of Mercedes-AMG am Handgelenk galt es in Monza eine Gleichmäigkeitsprüfung abzulegen. Die vorgegebenen Zeiten findet der Beifahrer im Roadbook.
Mit der Ingenieur Chronograph Sport Edition „50th Anniversary of Mercedes-AMG am Handgelenk galt es in Monza eine Gleichmäigkeitsprüfung abzulegen. Die vorgegebenen Zeiten findet der Beifahrer im Roadbook.

An eine gemütliche Sonntagsausfahrt ist dabei allerdings nicht zu denken. Als Hilfsmittel für den leicht unter Druck stehenden Beifahrer kam die Flyback-Funktion des automatischen Manufakturkalibers 89361 sehr gelegen – sie erleichterte das schnelle Neustarten der Stoppfunktion zu Beginn des nächsten Streckenabschnitts. Bei sehr kurzen Streckenabschnitten (50 Meter in acht Sekunden) war jedoch ein präzises Augenmaß erforderlich. Die sehr feine Skalierung am Zifferblattrand erschwerte die Ablesbarkeit der Sekunde. Mit den neuen Ingenieur-Modellen ersetzt IWC das Design von Gérald Genta endgültig. Für 4.950 Euro soll die 40 Millimeter große Ingenieur Automatic mit Edelstahlgehäuse und Lederband den Einstieg in die Familie der Ingenieur bieten. Von der Dreizeigeruhr gibt es zwei weitere Varianten: mit Edelstahlarmband kostet sie 5.950 Euro, im Rotgoldgehäuse steigt der Preis auf 14.900 Euro. In den drei Versionen arbeitet das automatische Kaliber Sellita SW300.

IWC Ingenieur Automatic, 40 Millimeter Edelstahlgehäuse, Sellita SW 300, Alligatorlederband, 4.950 Euro
Das neue Gesicht der IWC Ingenieur: Ingenieur Automatic in Stahl, 5950 Euro
IWC Ingenieur Automatic, 40 Millimeter Rotgoldgehäuse, Sellita SW 300, 14.900 Euro

Investiert der Käufer 3.800 Euro mehr, erhält er mit dem Modell Ingenieur Chronograph einen Schaltradchronographen, der mit dem neuen automatischen Manufakturkaliber 69375 ausgestattet ist. Zur Auswahl steht eine Variante mit blauem oder versilbertem Zifferblatt für jeweils 8.750 Euro, die Edelmetallversion aus 18-karätigem Rotgold ist für 19.900 Euro erhältlich.

IWC Ingenieur Chronograph, 42 Millimeter Edelstahlgehäuse, blaues Zifferblatt, automatisches Manufakturkaliber 69375, Edelstahlband, 8.750 Euro
IWC Ingenieur Chronograph, 42 Millimeter Edelstahlgehäuse, versilbertes Zifferblatt, automatisches Manufakturkaliber 69375, Edelstahlband, 8.750 Euro
IWC Ingenieur Chronograph, 42 Millimeter Rotgoldgehäuse, anthrazitfarbenes Zifferblatt, automatisches Manufakturkaliber 69375, Alligatorlederband, 19.900 Euro

Ergänzt wird die Ingenieur-Linie um einige limitierte Editionen: Die Ingenieur Chronograph Sport baut IWC 500-mal und gibt ihr mit dem automatischen Manufakturwerk 89361 das adäquate Innenleben. Der Flybackchonograph kostet 12.300 Euro und zeichnet sich durch sein 44 Millimeter großes Titangehäuse aus.

IWC: Ingenieur Chronograph Sport
IWC: Ingenieur Chronograph Sport, 44 Millimeter Titangehäuse, Manufakturkaliber 89361, Kalbslederband, 12.300 Euro

Ebenfalls aus Titan besteht das Gehäuse der auf 250 Exemplare limitierten Ingenieur Chronograph Sport Edition “50th anniversary of Mercedes-AMG”. Durch den Saphirglasboden ist das Weicheiseninnengehäuse für den Magnetfeldschutz im Design einer Bremsscheibe zu sehen. Die Sonderedition zu Ehren des 50. Jubiläums des Langzeitpartners Mercedes-AMG kostet 13.000 Euro.

IWC Ingenieur Chronograph Sport Edition “50th anniversary of Mercedes-AMG”
Durch den Saphirglasboden ist das Weicheiseninnengehäuse im Design einer Bremsscheibe sichtbar

Das Topmodell in der neuen Ingenieur-Kollektion ist ein ewiger Kalender, der mit dem automatischen Manufakturkaliber 89800 ausgestattet ist und lediglich 100-mal gebaut wird. Die Ingenieur Perpetual Calendar Digital Date-Month mit digitaler Datums- und Monatsanzeige, 45 Millimeter großem Rotgoldgehäuse und einer Druckfestigkeit bis 12 Bar kostet 51.000 Euro. mf

IWC: Ingenieur Perpetual Calendar Digital Date-Month
IWC Ingenieur Perpetual Calendar Digital Date-Month, 45 Millimeter Rotgoldgehäuse, automatische Manufakturkaliber 89800, Alligatorlederband, 51.000 Euro

Wenn Sie mehr über die Geschichte des Uhrenklassikers IWC Ingenieur erfahren möchten, lesen Sie hier: www.watchtime.net/uhren/iwc-ingenieur

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