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Frederique Constant feiert Vergrößerung seiner Manufaktur

Neues Manufakturgebäude erweitert Produktionskapazität von Frederique Constant und Alpina

Frederique Constant und Alpina stellen sich darauf ein, künftig deutlich mehr Uhren zu produzieren. Zu diesem Zweck eröffnete die Frederique Constant Holding, die neben der gleichnamigen Hauptmarke Alpina und die Haute-Horlogerie-Manufaktur Ateliers deMonaco umfasst, jetzt in Plan-les-Ouates bei Genf einen 10 Millionen Franken teuren Erweiterungsbau für ihre Fertigungsstätten. Er soll die Möglichkeit bieten, auf mehr als 6.000 statt bisher 3.000 Quadratmetern die Produktion von jetzt 160.000 Uhren innerhalb von fünf Jahren auf bis zu 250.000 Uhren zu steigern. Von den aktuell 160.000 produzierten Uhren entfallen 30.000 auf Alpina, eine deutlich kleinere vierstellige Stückzahl produziert Ateliers deMonaco.

Bei sommerlichen Temperaturen feierten 300 Gäste in Plan-les-Ouates die Eröffnung der neuen Manufaktur. Vertreter der Stadt Genf erschienen ebenso wie Toshio Tokura, der CEO der japanischen Citizen Watch Co Ltd, zu deren Imperium die Frederique Constant-Gruppe seit 2016 gehört. Nach den Eröffnungsreden machten sich die Gäste ein Bild vom Inneren des Neubaus. Besucher betreten künftig zuerst eine multimediale Ausstellung und werden hier in die drei Marken eingeführt.

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Manufacture Experience“ heißt diese Erlebniswelt. Sie besteht aus Vitrinen mit Uhren und Bildern, Multimedia-Installationen und Filmen, die den Entwicklungsprozess der hauseigenen Kaliber veranschaulichen, die Marken und ihre neuen Uhrenmodelle vorstellen und die Funktionsweise mechanischer Uhren erklären. Ein Mann mit Kaffeetasse in der Hand führt in einer interaktiven Installation durch den Entwicklungsprozess einer Frederique-Constant-Uhr.

Der Besuch beginnt in der Ausstellung Manufacture Experience: Ein Mann mit Kaffeetasse erklärt in einer Multimedia-Installation den Entstehungsprozess einer Frederique-Constant-Uhr. Foto: HC
Der Besuch beginnt in der Ausstellung Manufacture Experience: Ein Mann mit Kaffeetasse erklärt in einer Multimedia-Installation den Entstehungs-prozess einer Frederique-Constant-Uhr. Foto: HC

Firmenpräsident Peter Stas, der Frederique Constant 1988 zusammen mit seiner Frau Aletta gründete, berichtete im Gespräch mit Watchtime.net, dass zuletzt 3.000 Menschen im Jahr die Genfer Fertigung besichtigten. Über die „Manufacture Experience“ möchte Stas diese Zahl verdoppeln, „wenn nicht verdreifachen“.

In Vitrinen wird die Geschichte der Marken Frederique Constant und Alpina erzählt.
Der Besuch beginnt in der neuen „Manufacture Experience: In Vitrinen wird die Geschichte der Marken Frederique Constant und Alpina erzählt.

An die Ausstellung schließen sich im Erdgeschoss eine neue Mitarbeiterkantine, Kundendienstwerkstätten, Konzeption und Qualitätskontrolle sowie ein Smartwatch-Labor an. Im ersten Stock werden bestehende Fertigungswerkstätten zusammengeführt, in die zweite Etage die Führungsspitze sowie Finanz-, Personal-, Marketing-, Vertriebs- und Verwaltungsabteilungen einziehen. Niels Eggerding, seit 2018 als Managing Director für das operative Geschäft bei Frederique Constant verantwortlich, zeigt sich begeistert davon, wie „Forschung und Entwicklung, Fertigung, Montage und Qualitätskontrolle hier unter einem Dach vereint sind“. Gearbeitet wurde in dem neuen Firmengebäude zur Eröffnung aber noch nicht. Arbeitstische und auch diverse Tischfußballgeräte für den Einsatz in Ruhepausen stehen noch etwas verlassen da.

Bis zum Sommer sollen die neuen Arbeitsplätze in Plan-les-Ouates bezogen sein. Foto: HC
Bis zum Sommer sollen die neuen Arbeitsplätze in Plan-les-Ouates bezogen sein. Foto: HC

Peter Stas versichert, dass man keine Vertikalisierung der Produktion anstrebe: „Wir arbeiten so wie die Schweizer Uhrenbranche früher gearbeitet hat: Wir entwickeln die Uhren inhouse und schicken dann die technischen Zeichnungen an unsere bis zu 120 Zulieferer in der Schweiz und weltweit.“ Nur durch diese Produktionsabläufe könne man dem Kunden „Luxus zum erschwinglichen Preis“ anbieten. Allerdings bietet Frederique Constant  durchaus Uhren mit Manufakturkaliber im fünfstelligen Bereich an. Stas betont zugleich, wie wichtig ihm technische Innovation sei. Als Beispiele nennt er die neuen Horological Smartwatches von Frederique Constant, die aussehen wie traditionelle Armbanduhren, mit Quarzwerk laufen und smarte Funktionen bieten und die Hybriduhren von Frederique Constant, die mechanische Kaliber mit Elektronik verbinden. Bei Alpina hebt er die AlpinerX Outdoor-Smartwatch hervor. Vor allem Frederique Constant soll aber auch weiterhin die traditionelle Uhrmacherei pflegen und gemeinsam mit Ateliers der Haute-Horlogerie-Manufaktur Ateliers deMonaco Kaliber und Komplikationen entwickeln.

Holger Christmann, Chefredakteur des UHREN-MAGAZINS, mit dem Mitgründer und Präsidenten von Frederique Constant, Peter Stas. Foto: HC
Holger Christmann, Chefredakteur des UHREN-MAGAZINS (l.), mit dem Mitgründer und Präsidenten von Frederique Constant, Peter Stas. Foto: HC

Im Moment sei man noch damit beschäftigt, die Baselworld-Neuheiten auszuliefern, sagt Peter Stas. Danach werde der große Umzug starten. Im Sommer soll sich das neue Firmengebäude mit Leben füllen. Das Klick-Klack der Tischfußball-Spieler wird dafür sorgen, dass es hier etwas geräuschvoller zugehen wird als bei Uhrenherstellern sonst üblich. HC

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Kommentare zu diesem Artikel

  1. Grosses Getöse, aber kein Wort zu den Werken, die in ihren Marken laufen sollen. Naheliegend wären Citizen-Werke. Was in Fréderic Constant läuft, weiss ich nicht, aber Alpina baut Selittas ein.

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  2. Guten Tag! Vielen Dank für Ihren Kommentar. Frederique Constant hat in diesem Jahr bereits sein 28. Manufakturkaliber vorgestellt. Neben den eigenen Werken, kommen auch Sellita-Werke zum Einsatz. Beste Grüße, Ihr Watchtime.net-Team

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