IWC eröffnet neues Manufakturzentrum in Schaffhausen

Werkefertigung unter einem Dach

Rüdiger Bucher
von Rüdiger Bucher
am 29. August 2018

In seinem neuen Manufakturzentrum bringt IWC einen Großteil der Fertigung unter ein Dach. Das neue Gebäude steht einige Kilometer vom IWC-Hauptsitz entfernt im Merishauser Tal, das zur Stadt Schaffhausen gehört.

IWC: Das neue Manufakturzentrum in Schaffhausen
IWC: Das neue Manufakturzentrum in Schaffhausen

Im Manufakturzentrum arbeiten derzeit 240 Mitarbeiter auf 13.500 Quadratmetern Fläche. Sie produzieren und dekorieren die Einzelteile für die Manufakturkaliber der Familien 52, 59, 69, 82 und 89 und bauen diese zu den fertigen Werken zusammen. Insgesamt stellt IWC hier 1500 verschiedene Komponenten her, von Brücken, Platinen und Schwungmassen bis hin zu Kleinteilen wie Schalthebeln, Federn oder Rastelementen. In der hauseigenen Galvanikabteilung werden die Oberflächen der Werkteile veredelt. Außerdem fertigt IWC im Manufakturzentrum Gehäuse aus Edelstahl, Rot- und Weißgold, Titan, Bronze und Ceratanium, einer Legierung aus Keramik und Titan. (Die reinen Keramikgehäuse kommen von externen Lieferanten.)

IWC Manufakturzentrum: Werkteileproduktion
IWC Manufakturzentrum: die Werkemontage
IWC Manufakturzentrum: Räderwerkbrücken im Veredelungsprozess
IWC Manufakturzentrum: Platinenrohling aus Messing

In der direkt am Rhein gelegenen Firmenzentrale im Zentrum von Schaffhausen werden nach wie vor die Werke in die Gehäuse eingeschalt und die Uhren zum Versand fertiggemacht. Dort befinden sich auch die Geschäftsführung, die Abteilungen für Design und Konstruktion, Lehrwerkstatt sowie das Museum.

IWC Manufakturzentrum: Gehäuseproduktion
IWC Manufakturzentrum: Stangenmaterial zur Herstellung von Uhrengehäusen
IWC Manufakturzentrum: Eingangslobby
IWC Manufakturzentrum: Eingangsbereich mit Porträts früherer Chefs

Das neue Manufakturzentrum ist auf Zuwachs ausgelegt: Bis zu 400 Mitarbeiter werden hier Platz finden. Bei der Planung des Baus profitierte die Marke davon, dass CEO Christoph Grainger-Herr selbst Architekt ist und am Prozess auch von dieser Seite her beteiligt war. So steuerte er unter anderem die ersten Konzepte für die Außengestaltung bei und legte fest, welche Materialien verwendet wurden. “Wir wollten nicht einfach eine funktionale Fabrik bauen, sondern ein Gebäude mit einem hohen ästhetischen Wert, das auch den Geist unserer Marke treffend zum Ausdruck bringt”, sagte Grainger-Herr. Bei der Konzeption des Manufakturzentrums legte er übrigens auch großen Wert darauf, dass Uhreninteressierte und Kunden die Produktion von IWC hautnah erleben können. Die Marke rechnet mit bis 10.000 Besuchern pro Jahr, die sich einzeln oder in Gruppen anmelden können. buc

IWC-CEO Christoph Grainger-Herr bei der Eröffnung des IWC Manufakturzentrums am 28.8.2018
IWC-CEO Christoph Grainger-Herr bei der Eröffnung des IWC Manufakturzentrums am 28.8.2018

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