Lieblingsuhr: Britta Rossander

Die schwedische Uhrenjournalistin schätzt Uhren mit Geschichte

Sophia Kümmerle
von Sophia Kümmerle
am 21. Juli 2018

„Mechanische Uhren braucht man nicht mehr, die Uhrzeit steht auch auf dem Handy” – das ist wohl einer der Sätze, die Uhrenliebhaber niemals sagen würden. Der Grund dafür ist nicht etwa mangelnde Realitätsnähe, sondern die Tatsache, dass mechanische Uhren so viel mehr sind als eine Zeitanzeige; für Uhrenliebhaber, aber auch für Uhrenjournalisten wie Britta Rossander. Wer eine mechanische Uhr kauft, trägt die Geschichte der Uhrmacherei am Handgelenk”, sagt die Schwedin.

Britta Rossander ist freie Uhrenjournalistin.
Britta Rossander ist freie Uhrenjournalistin.

Seit über 30 Jahren schreibt Rossander über Uhren, unter anderem für Granturismo, das Royal Magazine sowie die schwedische Ausgabe des Robb Reports. Mit der Da Vinci von IWC in den 1980er-Jahren fing ihre Uhrenleidenschaft an, aktuell ist Rossanders Favorit Breguets Reine de Naples – in Gelbgold, mit Perlmutt-Zifferblatt, schwarzem Satin-Armband und Diamanten auf der Lünette, gern auch mit einer Mondphasenanzeige, der Lieblingskomplikation von Britta Rossander.

Was ihr an der Uhr jedoch am meisten gefällt, ist die Geschichte: „Ich liebe die Geschichte von Breguet und ich liebe es, dass die Reine de Naples für Frauen gemacht wurde – es ist nicht nur die kleinere Version einer Herrenuhr.” Wie viele Uhrenliebhaber verbindet die Journalistin zudem eine persönliche Geschichte mit ihrem Lieblingsmodell. „Ich kannte Nicolas Hayek (Red.: Gründer und ehemaliger Präsident des Verwaltungsrates der Swatch Group) sehr gut,” erinnert sie sich. „Er war der erste CEO, der mich vor 30 Jahren als Journalistin ernst nahm und mit wichtigen Leuten bekannt machte.”

Die aktuelle Breguet Reine de Naples in Roségold
Die aktuelle Breguet Reine de Naples in Roségold (34.800 Euro)

Der Kontakt hielt an, sie traf sich mit Hayek regelmäßig. Durch ihn hatte Rossander auch die Möglichkeit, Ölzeichnungen zur Nachbildung von Breguets berühmter Marie-Antoinette-Uhr zu sehen und einen Blick auf das Modell zu werfen, als es erst halb fertig gestellt war. Damals sollte die französische Königin das Original von einem Liebhaber geschenkt bekommen. Heute seien Frauen selbst Uhrenliebhaber, wie Britta Rossander anhand ihres Heimatlands erklärt: „In Schweden kaufen Frauen sich ihre Uhren selbst und legen Wert auf das Uhrwerk. Wir bekommen Uhren nicht nur von Männern geschenkt!” Doch wenn ein Mann ihr eine Reine de Naples schenken würde, würde Rossander wohl nicht nein sagen. sk

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