Lieblingsuhr: Jörn Frederic Kengelbach

Der Chefredakteur von Robb Report und Juror der Watchstars Awards hat eine Vorliebe für Einzelkunstwerke

Sophia Kümmerle
von Sophia Kümmerle
am 4. Juni 2017

Haben Sie eine Lieblingsuhr? Eine, die aufgrund einer Besonderheit ein bisschen besser gefällt als alle anderen? Uhrenjournalist Jörn Kengelbach kann das bejahen; dabei sieht man die Besonderheit seines Favoriten noch nicht einmal auf Anhieb. Die Rede ist von der Chopard L.U.C Full Strike, die im November 2016 lanciert wurde und über Klangfedern aus Saphirglas verfügt. Damit hat sie es bei Kengelbach, der eine Vorliebe für Minutenrepetitionen hegt, sofort auf den Rang der Lieblingsuhr geschafft. „Es ist die erste Repetieruhr der Welt, bei der ein als ausgereift geltendes, ganz normales Material wie das Saphirglas zum Klangkörper wurde”, begeistert er sich. „Dreidimensional ausgebildet stecken in diesem Bauteil mehrere Jahre Entwicklungsarbeit, dabei sieht man der Uhr das von außen nicht an.” Details wie diese sind der Grund dafür, dass mechanische Zeitmesser bei Kengelbach einen hohen Stellenwert haben. Sie seien „kleine Einzelkunstwerke, die man mit sich herumtragen kann”, sagt er.

Jörn Kengelbach ist Chefredakteur des deutschen "Robb Report", dessen erste Ausgabe im Oktober 2016 erschien. Zuvor war der Uhrenjournalist unter anderem für "GQ" und "Welt am Sonntag" tätig. (Foto: Volker Renner)
Jörn Kengelbach ist Chefredakteur des deutschen “Robb Report”, dessen erste Ausgabe im Oktober 2016 erschien. Zuvor war der Uhrenjournalist unter anderem für “GQ” und “Welt am Sonntag” tätig. (Foto: Volker Renner)

Trotzdem beschäftigt er sich in letzter Zeit auch mit anderen Luxusgütern wie Autos oder Yachten. Grund dafür ist der “Robb Report”, dessen deutsche Ausgabe Kengelbach seit dem ersten Magazin im Oktober 2016 verantwortet. Zuvor schrieb der Journalist unter anderem für “GQ” und “Welt am Sonntag” über Uhren. Einmal jährlich ist die Meinung des Experten außerdem beim internationalen Watchstars Award gefragt. Denn auch im Vergleich mit Luxusyachten und -autos bleiben Mechanikuhren für Jörn Kengelbach etwas Besonderes: “Autos und Yachten sind heute oft Industrieprodukte, Uhren wie die Minutenrepetition hingegen entstehen immer noch nach dem Prinzip ‘one watch – one watchmaker’ (eine Uhr – ein Uhrmacher) und sind durch die Lebenszeit ihrer Erbauer begrenzt.”

Die erste Minutenrepetition von Chopard: L.U.C Full Strike
Die erste Minutenrepetition von Chopard: L.U.C Full Strike

Durch die Verbreitung von Bildern im Internet würde man vergessen, wie rar manche Stücke wirklich sind. “Außerdem gibt es kaum ein Objekt, das so viel über einen Menschen und vor allem Männer aussagt, wie eine Armbanduhr.” Trotzdem, jeden Tag eine Uhr, das müsse nicht sein, so Jörn Kengelbach. Manchmal habe er keine Lust auf eine Uhr oder trage seine Apple Watch. “Jede Uhr hat ihre Zeit.”

Die “Lieblingsuhr” ist eine Artikelserie des UHREN-MAGAZINS über Persönlichkeiten mit besonderem Bezug zur mechanischen Uhr. Worin liegt die Faszination der Mechanik? Wie kommt man überhaupt dazu, sich mit mechanischen Uhren auseinanderzusetzen? Welche ist die Lieblingsuhr dieser Person? Um diese – und manchmal auch völlig andere – Themen drehen sich die Gespräche.

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