Lieblingsuhr: Jørgen Erdahl

Freier Journalist, Gründer von Horae.no und Teil der internationalen Watchstars-Awards-Jury

Es klingt, als beschreibe er seine “Exit Watch”, wenn Jørgen Erdahl von seiner Lieblingsuhr erzählt. Sie wissen schon, die eine Uhr, nach der man(n) keine weitere mehr braucht. Ein bisschen wie die große Liebe in der Uhrenwelt. Dabei zögert auch Jørgen Erdahl, als ich mich nach seiner Lieblingsuhr erkundige: “Die Frage ist fast unmöglich zu beantworten.” Doch letztlich entscheidet er sich, wenn auch für eine “etwas langweilige Wahl”, wie er es nennt.

Jørgen Erdahl, Journalist und Gründer des norwegischen Uhrenblogs Horae.no
Jørgen Erdahl: Der Journalist und Gründer des norwegischen Uhrenblogs Horae.no ist auch Mitglied der internationalen Jury, die jährlich die Watchstars Awards verleiht.

Langweilig, weil weitaus komplexere Uhren von A. Lange & Söhne es ebenfalls in seine engere Wahl geschafft haben – und es am Ende doch die Rolex Submariner wurde. “Ihre Geschichte, Haltbarkeit und die Vielseitigkeit machen sie zu der einen Uhr, die ich für den Rest meines Lebens zu jeder Gelegenheit tragen könnte”, so Erdahl.

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Und das klingt doch ganz nach Exit Watch, mh? Die vielseitige Einsetzbarkeit mache die Uhr unter den Modellen, die er mag, einzigartig. Die meisten anderen Modelle seien nur für bestimmte Anlässe geeignet. Die Submariner wird zudem Erdahls Ansprüchen an die Optik einer Uhr gerecht. Und die ist ihm bei Uhren wichtig: “Eine Uhr hat die einmalige Eigenschaft, beides zu sein – wichtig für die Zeitanzeige und ein Schmuckstück.” Zudem, ergänzt er, sei eine Uhr für ihn “ein Symbol für Zeit selbst, sowohl für die Vergangenheit, als auch für die Gegenwart und Zukunft.”

Rolex: Submariner Date Referenz 116610
Die Rolex Submariner Date, Referenz 116610, ist eine sichere Anlage

Diese Einstellung zeigt, wie sehr der norwegische Journalist Uhren schätzt. Aus dieser Leidenschaft heraus, rief Jørgen Erdahl im April 2017 Horae.no ins Leben. Die Webseite richtet sich an norwegische Uhrenliebhaber. Dabei geht es sowohl um internationale wie lokale Meldungen, immer in norwegischer Sprache: “Ich weiß nicht, ob die Welt noch eine weitere Uhrenpublikation braucht. Aber mit dem wachsenden Interesse an Uhren in Norwegen bin ich sicher, dass die Norweger noch eine brauchen.” Bevor er sich den Uhren widmete, schrieb der Journalist unter anderem über Reisen und Luxusprodukte. Heutzutage jedoch gehören Uhren für ihn zum Alltag – schreiberisch und am Handgelenk. “Ohne eine Uhr am Arm fühle ich mich komplett verloren”, gibt Jørgen Erdahl zu. Mit einer Uhr, die zu jeder Gelegenheit passt, gibt es dafür ja auch keinen Grund dazu. sk

Die “Lieblingsuhr” ist eine Artikelserie des UHREN-MAGAZINS über Persönlichkeiten mit besonderem Bezug zur mechanischen Uhr. Worin liegt die Faszination der Mechanik? Wie kommt man überhaupt dazu, sich mit mechanischen Uhren auseinanderzusetzen? Welche ist die Lieblingsuhr dieser Person? Um diese – und manchmal auch völlig andere – Themen drehen sich die Gespräche.

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