Produkt: Download: Oris Aquis GMT Date im Test
Download: Oris Aquis GMT Date im Test
Oris bringt erstmals eine Zeitzonenfunktion in die Taucheruhren-Linie Aquis. Ob die Aquis GMT Date damit immer noch alle Anforderungen an eine professionelle Taucheruhr erfüllt, klärt der UHREN-MAGAZIN-Test.

Lieblingsuhr: Schauspieler Hannes Jaenicke

Bei Dreharbeiten auf der ganzen Welt dabei: Jaeger-LeCoultre Master Compressor Diving Chronograph

Hannes Jaenicke ist einer der bekanntesten deutschen Schauspieler – und einer der unerschütterlichsten Mahner für die Bewahrung des Planeten. Besonders bekannt ist seine ZDF-Reihe über vom Aussterben bedrohte Tierarten. Wenn er zu seinen Expeditionen nach Borneo, Hawaii oder Kenia aufbricht, sitzt der Jaeger-LeCoultre Master Compressor Diving Chronograph immer am Handgelenk.

Hannes Jaenicke am Äquator für eine Dokumentation über bedrohte Nashörner. Am Handgelenk: Der Jaeger-LeCoultre Master Compressor Diving Chronograph
Hannes Jaenicke am Äquator für eine Dokumentation über bedrohte Nashörner. Am Handgelenk: Der Jaeger-LeCoultre Master Compressor Diving Chronograph.

Lange Zeit kannte das Publikum Hannes Jaenicke vor allem als Film- und Fernsehschauspieler. Mindestens ebenso präsent ist er seit gut einem Jahrzehnt als Umwelt- und Tierschutzaktivist. In Büchern und in seiner ZDF-Reihe »Im Einsatz für…« schildert Jaenicke seit 2008 die Situation vom Aussterben bedrohter Tierarten. Er besuchte Orang-Utans auf Borneo, schilderte das Schicksal der Elefanten in Kenia und den Krieg um ihre Stoßzähne, der jährlich 40.000 Dickhäutern das Leben kostet. Er begleitete einen Löwenexperten in die Serengeti, tauchte vor der Küste Hawaiis mit Haien und reiste um die Welt auf den Spuren der Delfine, die sich allzu oft versehentlich in Fischernetzen verfangen oder gezielt gejagt werden. Einmal blätterte er in einem Bildband des britischen Fotografen und Umweltaktivisten Sebastian Copeland. Der hatte von Expeditionen in die Arktis spektakuläre Aufnahmen mitgebracht. »Es ist bis heute das beste Arktis-Buch, das ich kenne«, sagt Jaenicke. Aus der Lektüre entnahm er, dass Copelands Projekt Unterstützung von der Uhrenmarke Jaeger-LeCoultre erhielt, die mehrere Meeresschutzprojekte unterstützt. »Das fand ich ungewöhnlich«, sagt er. Als der Grimme-Preisträger 2009 – wieder in Kooperation mit dem ZDF – eine Tier-Dokumentation über Haie plante und eine Taucheruhr benötigte, erinnerte er sich an die philantropische Marke und kaufte sich eine der besten Modelle, die neu auf den Markt gekommen waren: einen Jaeger-LeCoultre Master Compressor Diving Chronographen.

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Jaeger-LeCoultre lancierte die Master-Compressor-Kollektion 2007 und produzierte sie in drei Versionen. Der wuchtige Chronograph mit der Referenz 186T670 ist bis 1.000 Meter wasserdicht und hat einen stattlichen Umfang von 44 Millimetern, fällt aber dank Titangehäuse nicht übermäßig schwer aus. Das Saphirglas ist 3,6 Millimeter dick. Kein Wunder, denn in 1.000 Metern Tiefe lastet auf einer Uhr das Gewicht eines Kleinwagens. Für Antrieb sorgt das Manufakturkaliber 751 D. Mit einem von Jaeger-LeCoultre entwickelten Kompressionsschlüssel – einem drehbaren Ring – lassen sich Krone und Chrono-Drücker zusätzlich abdichten.

Inmitten von Haien erlebte die Uhr ihren ersten Einsatz

An den ersten Einsatz der Uhr erinnert sich Hannes Jaenicke gut: »Wir flogen nach Hawaii, weil es etwa acht Meilen nördlich der Hauptinsel Oahu eine ehemalige Krabbenfangstation gibt, wo die deutsche Haiforscherin Stefanie Brendel tätig ist. Mit ihr fuhren wir aufs Meer hinaus und sahen dort schon am ersten Tag 80 bis 90 Haie.« Wie so viele Menschen war der Schauspieler geprägt von Steven-Spielbergs Film »Der Weiße Hai«. Es kostete ihn Überwindung, ins Wasser zu gehen. Er erlebte die Raubfische jedoch als »friedlich wie Goldfische«. Die Haie interessierten sich für das Blubbern der Atemgeräte, angriffslustig waren sie nicht. »Haie sind nur dort gefährlich, wo Fischreste verarbeitet werden. Sie können dann in einen Fressrausch geraten. Auch nach starkem Regen sollte man nicht in das trübe Wasser steigen, weil Haie, wenn ihr Gesichtssinn beeinträchtigt ist, auf den Bewegungssensor umschalten. Dann beißen sie aus Neugier in alles hinein, was sich unter Wasser bewegt.«

Jaeger-LeCoultre: Master Compressor Diving Chronograph.
Jaeger-LeCoultre: Master Compressor Diving Chronograph.

Thema seiner Doku war indes nicht die Gefährlichkeit von Haien, sondern die Bedrohungen, denen Haie selbst ausgesetzt sind. Hier spielen Überfischung und die Haiflossenmafia eine wichtige Rolle, die vor allem für den chinesischen Markt Haie fängt, deren Flossen abtrennt und die Tiere dann lebendig ins Meer zurückwirft, wo sie qualvoll verenden. Was das Tauchabenteuer betrifft, waren die Dreharbeiten zu dieser Dokumentation fürHannes Jaenicke »das Spannendste«, was er je erlebte. Den Master Compressor Diving Chronographen trug er inmitten der Haie immer am Handgelenk. Jaenicke lobt seine gute Ablesbarkeit unter Wasser und seine einwandfreie Wasserdichtheit.

Mit der Taucheruhr verbindet der Schauspieler die abenteuerlichsten Erlebnisse

2016 drehte er eine weitere Meeres-Doku über Delfine und Orcas. »Da war die Master Compressor im Dauereinsatz«, berichtet Jaenicke. »Wir drehten den Großteil der Dokumentation in Ägypten am Roten Meer, drei Wochen lang jeden Tag, mit zehn Tauchgängen am Tag.« Inzwischen trägt der 59-Jährige die Uhr bei Dreharbeiten schon aus Aberglauben: weil er inzwischen die elfte Dokumentation fürs ZDF drehen darf und der Sender so lange zu ihm hält: »Ich glaube, dass die Uhr mir Glück bringt«, sagt er. Außerdem verbindet er mit ihr »die abenteuerlichsten Reiseerlebnisse«. Längst weiß auch der Schweizer Hersteller, dass der Schauspieler die Uhren aus Le Sentier gerne trägt. Und erinnerte ihn jüngst daran, den Zeitmesser nach elf Jahren zum Service zu bringen. »Das ist etwas, was ich immer vergesse«, sagt der Vielbeschäftigte und verweist darauf, dass die Uhr ja einwandfrei laufe.

Seinen Tauchkompressor-Chronographen möchte der Schauspieler auch in der afrikanischen Savanne nicht missen.
Seinen Tauchkompressor-Chronographen möchte der Schauspieler auch in der afrikanischen Savanne nicht missen.

Auch wenn der Master Compressor Diving Chronograph seine »absolute Lieblingsuhr« ist, gibt es Anlässe, wo die sportliche Uhr mit dem dicken schwarzen Gummiband nicht ganz passend ist. Wenn er sich in Deutschland »oder sonstwo in der Zivilisation« aufhält, wählt er eine andere Jaeger-LeCoultre-Uhr, die Master Compressor Geographic (Referenz 1718170) aus Edelstahl mit schwarzem Zifferblatt und Edelstahlarmband. Die sportlich-elegante Weltzeituhr mit 41 Millimetern Durchmesser und 24 Zeitzonen, die in einem sichelförmigen Fenster angezeigt werden, passt zu jeder Gelegenheit. Mit ihr fühlt er sich auch dann perfekt gekleidet, wenn er im Designer-Anzug auf ein Film-Event geht. Wer die beiden kernigen Hochleistungsuhren sieht, bedauert nur, dass sie nicht mehr gebaut werden. 2009 wurde die Produktion des Master Compressor Diving Chronographen eingestellt. Unter den aktuellen Jaeger-LeCoultre-Uhren würde der Schauspieler ein Modell aus der sportlichen Polaris-Serie wählen.

Hannes Jaenicke sieht sich nicht als Uhrensammler

Hannes Jaenicke sieht sich nicht als als Sammler. Zeitmesser anderer Marken besitzt er gleichwohl, darunter eine Omega Seamaster Railmaster und ein Oris-Modell. Ein Klassiker, die Jaeger-LeCoultre Reverso, war ihm einen Tick zu filigran. Er schenkte sie seiner einstigen Lebensgefährtin, die sich, wie er sagt, »an ihr erfreut«. Das Interesse an Uhren erbte der gebürtige Frankfurter, der heute am Ammersee und in Los Angeles lebt, von den Vorfahren. Der Großvater besaß eine Taschenuhr und eine Armbanduhr. Die Armbanduhr vermachte der »in einer Mischung aus Familiensentimentalität und ideellem Wert« seinem Sohn. Damit erbte Hannes Jaenicke auch die Bewunderung für Mechanik. Er bezeichnet sich als »analogen Menschen« und staunt über das Handwerk, mit dem seine Automatikuhren gefertigt werden, wovon er sich bei einem Besuch in der Manufaktur von Jaeger-LeCoultre in Le Sentier im Schweizer Vallée de Joux überzeugen konnte.

Seit jeher achtet der Schauspieler bei fiktiven Rollen darauf, dass die Uhr zum Charakter passt. »Da ich mich auf eine Figur vorbereite, überlege ich mir vorher, was für eine Uhr die Person trägt: ob sie sich eine Riesen-Breitling an den Arm klemmt, gerne eine Rolex zur Schau stellt oder eine Jaeger-LeCoultre trägt.«

In Filmen kommen meistens Uhren-Fakes zum Einsatz

Im »Amsterdam-Krimi« der ARD spielt er den verdeckten Ermittler eines Landeskriminalamts. Für diese Rolle wählte er eine Oris aus, »eine schlichte, geschmackvolle Uhr, die sich ein LKA-Mitarbeiter leisten kann«, so Jaenicke. Der erfahrene Schauspieler wartet mit einer überraschenden Information auf: Weil man die Originale hoch versichern müsste und weil am Set viel gestohlen werde, seien die Uhren-Requisiten in Filmen meist billige Imitate.

In den letzten Wochen stand er in Abu Dhabi und Marokko für eine internationale Ko-Produktion von ZDF, France Télévisions und RAI vor der Kamera. »Mirage« ist ein Agenten-Thriller über Wirtschaftsspionage. Außer Jaenicke wirken Marie-Josée Croze (»Tom Clancy’s Jack »Ryan«), Jeanette Hain und Clive Standen mit. Im Frühherbst fliegt er nach Kanada, um eine Dokumentation über Lachsfarmen und Fischfarmen zu drehen. »Wir wollen noch die letzten Wildlachse bei ihrer Wanderung filmen, um uns dann den Zuständen auf den Lachsfarmen zu widmen.« Anschließend plant er eine Doku über Pinguine und das Abschmelzen der Antarktis. In beiden Filmen, sagt er, wird die Master Compressor wieder im Dauereinsatz sein. »Im einen Film drehen wir bei bis zu minus 40 Grad, im anderen sind wir wahrscheinlich wieder viel im Wasser.«

Es scheint sich angesichts seiner Begeisterung für Jaeger-LeCoultres außergewöhnlichen Tauchkompressor fast zu erübrigen, ihn zu fragen, ob es andere Zeitmesser gibt, die er sich noch gönnen möchte. Ihm fällt eine historische Hamilton-Uhr ein, ein Worldtimer, gebaut für die amerikanischen Bomberpiloten des Zweiten Weltkriegs. Ein Freund von ihm besitzt sie. »Diese Uhr finde ich einfach wunderschön«, schwärmt er.

Einmal besuchte Jaenicke eine Antik-Uhrenmesse, aber die Hamilton-Uhr konnte er dort nicht finden. »Für jemanden, der immer zwischen den Zeitzonen hin- und herpendelt, fände ich die ganz lustig«, sagt er. »Ansonsten«, so versichert er, »bin ich mit meinen Jaeger-LeCoultre-Uhren wunschlos glücklich«. HC

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Produkt: Fratellowatches Speedy Tuesday Magazine
Fratellowatches Speedy Tuesday Magazine
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