„Uhren als Wertanlage” – Fireside Chat auf der WatchTime Düsseldorf 2022

Kamingespräch mit dem Schätzmeister und Experten für Uhren und Juwelen beim Auktionshaus Dorotheum

Wer sich vor fünf Jahren eine Rolex, Patek Philippe Nautilus oder und Audemars Piguet Royal Oak gekauft hat, der kann sich über eine kräftige Wertsteigerung freuen. Aber was muss man berücksichtigen, wenn man Uhren als Wertanlage kaufen möchte?

Die Patek Philippe Nautilus hat in den letzten Jahren ihren Wert vervielfacht
Die Patek Philippe Nautilus hat in den letzten Jahren ihren Wert vervielfacht

Beim Kamingespräch über Uhren als Wertanlage spricht Chronos Redakteur Jens Koch mit Günter Eichberger, der Schätzmeister und Experte für Uhren und Juwelen beim Auktionshaus Dorotheum ist. Dabei geht es um Fragen wie eignen sich Uhren überhaupt als Wertanlag? Sollte man nicht kaufen, was einem gefällt? Platzt jetzt die Blase? Wie kann man sicher gehen, dass eine Uhr, die man kaufen möchte, echt ist? Gibt es Geheimtipps mit großem Wertsteigerungspotential? Außerdem wird es für Besucher die Möglichkeit geben, selbst Fragen zu stellen. Die Veranstaltung findet im Rahmen der Uhrenshow WatchTime Düsseldorf am Sonntag, 30. Oktober 2022, um 11.30 Uhr statt.

Verpassen Sie nicht diese und weitere spannende Vorträge und Podiumsdiskussionen bei Deutschlands großem Uhrenevent! Welche Veranstaltungen Sie auf der Publikumsmesse erwarten, erfahren Sie hier.

Günter Eichberger, Schätzmeister und Experte für Uhren und Juwelen beim Auktionshaus Dorotheum
Jens Koch, Redakteur Chronos

 

Die Fakten zur WatchTime Düsseldorf im Überblick:

Was: WatchTime Düsseldorf mit rund 30 Uhrenmarken und einem spannenden Rahmenprogramm
Wann: Vom 27. bis 30. Oktober 2022
Wo: Rheinterrasse Düsseldorf
Ticket-Preis: 15 Euro
Kurzentschlossene können ein Ticket auch an der Tageskasse erwerben.

Hier finden Sie weitere Informationen über die WatchTime Düsseldorf und Tickets.

Produkt: Chronos 5/2020
Chronos 5/2020
Schwerpunktthema: Autos und Uhren +++ Praxistest: Porsche Design: Der 911er fürs Handgelenk +++ Oyster oder Royal Oak? Rolex gegen Audemars Piguet +++ Chronograph komplett zerlegt: Supertest: Montblanc 1858 Monopusher +++ Mit Hamilton im Rettungsflieger: Einsatz am Matterhorn +++

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Es gibt Luxusuhren, die nach kürzester Zeit schon das doppelte wert sind – eine Rendite, von der die meisten nur träumen können. Bei Banken und Sparkassen gibt bzw. gab es so gut wie keine Zinsen, für größere Summen mussten Sparer teilweise sogar zahlen.

    Wer nicht in Aktien oder Gold investieren möchte, steckt sein Geld in Luxusgüter – warum also nicht in Uhren? Der Haken: Nur wenige Modelle bringen wirklich Geld. Ohne Marktkenntnis kann ein Investment schnell in die Hose gehen.

    Es gibt nur wenige Modelle mit Wertsteigerungspotenzial.

    Viele Uhren auf dem Markt werden ihren Wert nicht halten können. Im aktuellen Bereich – das was man so beim Juwelier kaufen kann – gibt es sehr sehr sehr wenige Modelle, bei denen man ein Wertsteigerungspotenzial sehen würde.

    Man kann es nur schätzen, aber 70 bis 80 Prozent der Uhren, selbst die hochwertigen Uhren aus der Schweiz und Glashütte, sind als Kapitalanlage ungeeignet. Die restlichen 20 bis 30 Prozent seien vor allem bestimmte Marken (Patek Philippe, Audemars Piguet und Rolex) welche in den vergangenen Jahren eine gute Performance erreicht haben.

    Diese wenigen Marken und Modelle gelten als “Blue Chips”. Dieser Begriff bezeichnet an der Börse die umsatzstarken Schwergewichte mit hohem Marktwert, was dort allerdings auch nicht vor Fehlspekulation schützt.

    Solche Uhren sind kaum bis nie günstig zu bekommen.
    Es ist gar nicht so einfach, solche Uhren im Fachhandel (Juwelier) zu kaufen. Diese Modelle sind schlecht zu bekommen und oft auf lange Zeit ausverkauft. Schnell landen diese auf Online-Plattformen wie eBay und Co – zu einem deutlich höheren Preis. Es gibt Modelle, die am Markt um ein Vielfaches teurer gehandelt werden als die Listenpreise (UVP) der Hersteller.

    Eine neue Rolex GMT Master II «Pepsi» kostet seit Januar 2020 laut Listenpreis 9000 Euro – im Internet wird sie für bis zum doppelten Preis angeboten. Bei anderen Modellen ist es ähnlich. Die «Nautilus» von Patek Philippe ist ebenfalls äußerst beliebt und nach wenigen Jahren das Doppelte wert.

    Doch so einfach ist es nicht immer: «Vorauszusehen, ob aus einer Uhr etwas wird oder nicht, das schaffen nicht mal die „Vollprofis“». Damit Uhren tatsächlich eine gute Wertanlage sind, braucht man – im wahrsten Sinne – Zeit. Oft vergehen Jahre, oder sogar Jahrzehnte, ehe eine Uhr zu einem Sammlerstück wird.

    Regelmäßige Wartung wichtig!

    Ob eine alte Uhr wertvoll ist – oder es wird – ist vor allem von dem Erhaltungszustand abhängig. Wurde sie zwischendurch gewartet? Ist sie im Originalzustand mit original Zubehör (Box und Papiere etc.)? Bei Uhren ist es wie bei einem Oldtimer: «Je originaler der ist – also je weniger daran rumgeschraubt wurde – desto besser wird er sich am Markt halten.»

    Auch kleine technische Raffinessen, sogenannte Komplikationen wie ein Tagesdatum oder eine Chronographenfunktion, sind bei Sammlern besonders beliebt. «Grundsätzlich gilt: Je mehr Komplikationen eine Uhr hat, desto wertvoller ist sie».

    Bei jeder Luxusuhr – egal ob neu oder Vintage – geht es ums Image. Sie ist immer auch ein «Statement am Handgelenk». Dass Uhren auch als Wertanlage gelten, ist da ein praktischer Nebeneffekt: «Manche sagen, dieser Wertsteigerungsgedanke ist eigentlich nur dazu da, das schlechte Gewissen zu kompensieren».

    Auf der einen Seite ist eine Uhr ein Schmuckstück, als Wertanlage eignen sich aber fast ausschließlich Uhren ohne jeglichen Kratzer. «Wenn man ganz streng vorgehen wollte und kauft Uhren ausschließlich unter dem Aspekt der Geldanlage, dann dürfte man diese eigentlich gar nicht tragen»!

    Uhren sind vor allem eins: Eine Leidenschaft. Man sollte in eine Uhr investieren, die Freude macht. «Noch vor 20 Jahren hat man seinen Juwelier besucht und sich ein Uhren-Modell herausgesucht welches einem Spaß bereitete.» Nahezu kein Käufer habe sich Gedanken über eine Wertsteigerung gemacht. So sollte man auch heute an die Sache herangehen.

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  2. Ich war auch mal Armbanduhrenfreak (IWC cal. 89 etc.) – mtwl. liegt alles im Tresor der Sparkasse. Ich trage im Alltag keine Armbanduhr mehr – mein Samsung zeigt mir die Zeit viel exakter an.

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