Getestet: Rolex Oyster Perpetual Datejust 41

Uhren-Ikone Datejust im ausgiebigen Praxistest

Martina Richter
von Martina Richter
am 13. April 2018

Die Rolex Datejust ist der Inbegriff einer klassischen Armbanduhr, sowohl hinsichtlich ihrer zeitlosen Ästhetik als auch ihre Funktionalität. Die Oyster Perpetual Datejust 41 in Edelstahl – also die jüngste Generation dieses Zeitmessers – ist mit dem modernen Manufakturkaliber 3235 ausgestattet. Das UHREN-MAGAZIN hat diese Uhr so getestet, wie Rolex seit 2015 ihre „Superlative Chronometer“ definiert, also unter simulierten Bedingungen des ganz normalen Alltags. Hier können Sie den Test für 0,99 Euro herunterladen und noch vor Hefterscheinen lesen!

Wristshot: Rolex Oyster Perpetual Datejust 41 in Edelstahl
Die Rolex Oyster Perpetual Datejust 41 am Handgelenk während unseres Praxistests

Der namensgebende augenblickliche Datumswechsel ist im neuen Rolex-Automatikkaliber 3235 auch damit verbunden, dass eine manuelle Schnellkorrektur dank beweglicher Finger jederzeit und ohne irgendeine Einschränkungen vorgenommen werden kann. Die Krone bewegt man dabei in ihrer mittleren Position gegen den Uhrzeigersinn. Die Fortschaltung des Datums erfolgt geschmeidig und dennoch so punktgenau, dass kein Gefühl der Unsicherheit aufkommt – soweit zumindest unser Ergebnis aus dem Praxistest.

Im Test: Rolex Oyster Perpetual Datejust 41
Im Test: Rolex Oyster Perpetual Datejust 41

Dass Rolex im Kaliber 3235 die Schnittstelle für die Einstellungen des Uhrwerks ergonomisch verbessert hat, spürt man in der Praxis nämlich sehr genau. Die Aufzugswelle rastet sicher in die einzelnen Positionen, wodurch auch die Zeigerstellung sehr präzise erfolgen kann. Die Krone dreht dabei butterweich und die Zeiger bewegen sich ohne jegliches Spiel. So kann der Minutenzeiger ganz genau auf einen Index positioniert werden.

Den Sekundenzeiger exakt zur vollen Minute anzuhalten, bereitet ebenso wenig Mühen – weil die verschraubbare Krone mit ihrer Welle in einem langen Tubus steckt und sich im aufgeschraubten Zustand hervorragend fassen lässt. Die Wiederverschraubung erfolgt gegen einen spürbar angenehmen Federwiderstand ausgesprochen sicher. Diese Tatsache geht auf das von Rolex im Jahr 1953 erfundene Twinlock-System zurück.

Immer gut zu bedienen: Rolex Oyster Perpetual Datejust 41
Immer gut zu bedienen: Rolex Oyster Perpetual Datejust 41

Das mit 14 Patenten belegte Kaliber 3235 markiert einen neuen Leistungsstandard der Marke hinsichtlich Ganggenauigkeit, Gangautonomie, Stoßfestigkeit, Unempfindlichkeit gegenüber Magnetfeldern, Einstellkomfort und Zuverlässigkeit. Wie alle Rolex-Modelle ist natürlich auch unsere Testuhr als Chronometer der Superlative zertifiziert, ein markeneigener Präzisionsstandard, der 2015 neu definiert wurde. Er geht über allgemein geltende Normen der Uhrenindustrie hinaus. So darf die Gangtoleranz des Uhrwerks nach dem Einschalen ins Gehäuse nur zwischen plus und minus zwei Sekunden am Tag liegen. Wir haben das auf der Zeitwaage und unter dem Alltag entsprechenden Tragebedingungen sowie mithilfe eines Uhrenbewegers getestet. Was dabei herausgekommen ist oder wie die Uhr unter den Einfluss von Magnetfeldern um die 1.000 Gauß reagierte, erfahren Sie in unserem ausführlichen Test der Rolex Oyster Perpetual Datejust 41, den Sie hier herunterladen können.

Test: Rolex Oyster Perpetual Datejust 41
Test: Rolex Oyster Perpetual Datejust 41

Zu den detaillierten Gangergebnissen sowohl aus dem Testlabor als auch aus einem simulierten Tragetest gibt es zahlreiche technische Daten und Informationen, ausführliche Bewertungen nach Punkten sowie Alternativmodelle von anderen Uhrenmarken. Freuen Sie sich zudem auf großformatige Detailfotos von dem signifikanten Zeitmesser. MaRi

Hier können Sie den Test der Rolex Oyster Perpetual Datejust 41 noch vor Hefterscheinen für nur 0,99 Euro herunterladen!

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10s Kommentare zu “Getestet: Rolex Oyster Perpetual Datejust 41”
  1. Stephan

    Hallo Frau Richter,

    Ihren Bericht/ Test zur DJ 41 habe ich gelesen. Zu den Messergebnissen ergibt sich für mich leider eine Frage. Ich habe Ihre Werte nachgerechnet und komme auf einen mittl.tägl. Gang von 0,7 und nicht auf 0,8!
    Die anderen Werte könnten von mir nachvollzogen werden.

    Können Sie mir das erklären?!

    Ferner schreiben Sie das die Gangtoleranz bei -2/+2 liegt. Wäre aber nicht mit der Lage, Zifferblatt oben, bei der Messung vom ersten Tag (+3,6) dieser maximale Toleranzwert von +2, nicht bereits überschritten?

  2. Martina Richter

    Hallo Stephan,
    der angegebene mittlere tägliche Gang von 0,8s bezieht sich auf einen durchgeführten bzw. in diesem Fall auf dem Uhrenbeweger simulierten Tragetest von zwei Wochen und hat nichts mit dem Messergebnis der Zeitwaage zu tun, das in der Tabelle darunter aufgeführt ist.
    Die von Rolex selbst streng angelegte Gangtoleranz von -2/+2 Sekunden für ein “Superlative Chronometer” bezieht sich ebenfalls auf den mittleren täglichen Gang und nicht auf das Gangergebnis in einer Lage. Die Durchschnittswerte von 0,1s, 0,3s und 0,8s liegen also voll und ganz in diesem Limit.
    Viel Vergnügen weiterhin beim Lesen des UHREN-MAGAZINS
    Martina Richter

  3. Stephan

    Hallo Frau Richter,

    Danke für die Info hinsichtlich der 0,8 Sek. – kam schon ins Grübeln;-)
    Natürlich bezieht sich die Gangtoleranz auf gemittelte Werte. Als Träger einer Uhr mit dem neuen Kaliber, kann man aber auch leicht “unruhig” werden, wenn der Gang, der in einem Zeitraum von 24 Stunden gemessen wird, hier in der Lage Zifferblatt oben, der “Ausreißer” eben 3,6 Sekunden sind, als die zunächst erwarteten max. 2 Sekunden.

    Dennoch, ausgezeichnete Werte. Insbesondere Ihr Messergebnis, gemittelt und durchgeführt am Uhrenbeweger kann ich vollumfänglich bestätigen.
    Bleibt nur die Frage, lief der Uhrenbeweger durch?!
    Lege meine Rolex am Abend ab….

  4. Martina Richter

    Hallo nochmal,
    nein, der Uhrenbeweger lief nicht durch – einmal, um auch Werte zu haben, die nicht im Zustand des Vollaufzuges liegen, und andererseits, um auch genau diese Situation, die Sie anklingen lassen, zu simulieren, nämlich dass die Uhr nachts abgelegt wird. Die Ruhephasen haben wir auch in verschiedenen Situationen eingelegt, so dass sich die Uhr beispielsweise nicht immer in der Position Zifferblatt oben befand. Unser Test wurde deshalb auf einem Uhrenbeweger durchgeführt, weil er den Simulationen von Rolex für “Superlative Chronometer” nahekam. Ansonsten werden die Uhren auch real am Handgelenk getragen.
    Noch ein Wort zu dem von Ihnen erwähnten “Ausreißer”: Meine Erfahrung ist, dass Rolex in den Zifferblattlagen immer ein bisschen mehr ins Plus reguliert als in den hängenden Lagen und sich damit der Gang ausgleicht. Vielleicht eine Philosophie, für mich nur eine Erfahrung, beweisen kann ich es nicht. Der Ansatz ist nicht schlecht und die Differenz zwischen den Lagen mit 5,5s und 4,8s jeweils sehr klein, also ein guter Wert.

  5. Stephan

    Sehr geehrte Frau Richter,
    volle Zustimmung!
    Der Gedanke hinsichtlich der Einregulierung bei Rolex kam mir auch schon.
    Aus meiner Erfahrung kann ich mitteilen, dass die Uhr bei Ablage Zifferblatt oben ca. 1 Sek. Vorlauf über Nacht produziert. Am Tag getragen, neutralisiert sich der Vorlauf wieder.
    Wird sie nicht abgelegt, läuft sie +/- 0, für mich sensationell.
    Also eine Uhr, die am Arm am Genauesten geht, mehr kann man nicht erwarten.
    Erneut, recht herzlichen Dank für Ihre erneute Rückmeldung.

  6. Stephan

    Sehr geehrte Frau Richter,
    hätte noch eine Frage an Sie. Haben Sie die Uhr auch über den Uhrenbeweger voll aufziehen lassen, wenn ja, welche TPD Zahl hatten Sie eingestellt, über welchen Zeitraum?
    Würde mich über eine erneute Rückantwort freuen. Danke.
    Grüße

  7. Katharina Studer

    Hallo Stephan!
    Vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihr Interesse. Für einen kontrollierten Vollaufzug wurde der Uhrenbeweger nicht benutzt, lediglich zur Simulation eines Tragetests. Hierfür kam das Werkstattgerät Elma Cyclomat zum Einsatz. Viele Grüße, Martina Richter

  8. Stephan

    Hallo nochmals,

    sehr nett, Danke für die Info. Daraus ergibt sich aber dann noch eine Frage. Rolex wirbt u.a. bei dem Kaliber, dass es ca.30% effizienter sei, als das Vorgängermodell (3135) – hatte ich mal Anfangs irgendwo gelesen.
    M.M.n. gibt es keine bessere Möglichkeit eines Vergleichs eines Vollaufzugs über einen Uhrenbeweger- da das Trageverhalten doch sehr individuell ist und daher nicht vergleichbar.
    Kann man denn aus Ihrer langjährigen Erfahrung und Praxis sagen, unter welchen Bedingungen eine Uhr, z.B. beim simulierten Tragetest durch einen Uhrenbeweger, den Vollaufzug geschafft haben sollte?!
    Ist es nicht auch für viele Kunden, egal ob nun Rolex, oder ein anderer Hersteller den Weg an das Handgelenk findet, dass die Uhr den Vollaufzug schafft, damit z.B. auch die zugesicherte Gangreserve mindestens für das Wochenende reicht?!
    Sofern Sie das noch nicht testen, wäre das nicht sinnvoll?
    Freue mich auf Ihre erneute Rückantwort.

    Grüße

    Stephan

  9. Martina Richter

    Hallo Stephan,
    die Antwort auf Ihre Frage(n) ergäbe ein abendfüllendes Programm. Mit einem Uhrenbeweger genau den Zeitpunkt auszumachen, zu dem ein Automatikwerk Vollaufzug erreicht, scheint mir fast unmöglich. Jeder Uhrenbeweger arbeitet ein bisschen anders (durchgehend, in Intervallen, nach Programmen, mit wechselnden Drehrichtungen usw.) und die Uhrwerke ziehen auch unterschiedlich auf (einseitig, links rum, rechts rum, beidseitig usw.). Man kann das aber beim Hersteller erfahren und den Uhrenbeweger entsprechend einstellen. Hier nur ein Vergleich: Viele Seiko-Kaliber ziehen beidseitig auf und bauen mit 45 Rotorumdrehungen einen Vollaufzug und damit 72 Stunden Gangautonomie auf. Das Sattler-Kaliber ES01 braucht auch 45 Umdrehungen bis zum Vollaufzug, baut dabei aber nur eine Gangautonomie von 42 Stunden auf. Für den Test halte ich es für sinnvoller zu prüfen, ob die Uhr nach Vollaufzug auch entsprechend lange läuft und welche Gangwerte sie dabei erreicht. Was wir übrigens auch tun, allerdings nur bei außergewöhnlichen Gangreserven. Beim Aufzug würde ich auf Nummer sicher gehen und die Uhr nach kompletten Ablauf zunächst einmal von Hand aufziehen und einstellen – wenn man, wie Sie, Wert auf Ganggenauigkeit legt. Die Gangkurve dürfte zu Beginn eines Aufzuges auf dem Uhrenbeweger nämlich nicht optimal sein. Wie gesagt, man könnte jetzt noch viele Diskussionen führen und Erfahrungen austauschen. Für den Test beim UHREN-MAGAZIN stellen eine Messung unter Vollaufzug sicher.
    Martina Richter

  10. Stephan

    Abermals Danke für Ihre Ausführungen, wobei mir lieber gewesen wäre, Sie wären bei Rolex und dem Kaliber 3135 vs. 3235 geblieben ;-).
    Beide Kaliber ziehen beidseitig auf, aber eine höhere Effizienz beim Aufzug konnte ich nicht feststellen.
    Auch gibt es Uhrenbeweger die lt. Herstellerangaben einen Vollaufzug des Werkes herbeiführen und danach abschalten. Fraglich jedoch, wie der Uhrenbeweger mitbekommt, wann der Vollaufzug beim jeweiligen Modell das auf dem Beweger aufgezogen wird, erreicht ist….
    Rolex selber hatte in der Vergangenheit Empfehlungen für die Bewegungen in 24Stunden an den Verbraucher raus gegeben. Nun werden Werte, bzw. Empfehlungen nach meinem Kenntnisstand nicht mehr kommuniziert.
    Jedoch geben auch die Uhrenbewegerhersteller teilweise unterschiedliche Empfehlungen für die Uhren und deren Kaliber raus.
    Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass 750 Bewegungen in 24 Stunden für das 3135 als ausreichend angesehen wurden um einen Vollaufzug zu generieren. Bei dem neuen Kaliber wird mit dieser Bewegungszahl kein Vollaufzug erreicht, auch nicht bei 1200 Bewegungen in 24 Stunden.
    Der Kunde ist m.E. immer anspruchsvoller und sucht, ja ich zähle mich dazu, nach objektiven Maßstäben, anhand man seine Uhr und dessen Performance mit den Angaben des Herstellers abgleichen kann. Bestenfalls gibt es eine Übereinstimmung zwischen den Angaben des Herstellers und den selbst ermittelten Werten.
    Was wäre Ihre Empfehlung, wenn der Kunde testen möchte, ob seine Uhr den Vollaufzug über das Trageverhalten erreicht wird, also nicht der Vollaufzug über die Krone “manipuliert” werden soll?
    Dummerweise ist das Trageverhalten ja grundsätzlich sehr individuell, so wäre doch der Uhrenbeweger ein probates Mittel zu eruieren, ob und unter welchen Bedingungen der Vollaufzug erreicht wird, oder fasse ich das Thema falsch an?!
    Noch abschließend zu Ihrer Aussage Gangkurve zu Beginn eines Aufzuges. Ich kann beobachten, dass meine Uhren der Marke Rolex interessanterweise auf dem Beweger knapp -1 Sekunde am Tag aufbauen, während der Einsatz am Handgelenk mit minimalen Plus Werten “belohnt” wird. Das lässt m.E. auch Rückschlüsse auf die Regulierung der Uhr bei Rolex zu.
    Recht herzlichen Dank für Ihre Ausführungen und das Sie sich die Zeit nehmen, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

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