5 Fakten über Jaeger-LeCoultre

Über die neue Uhrenkollektion, das kleinste mechanische Uhrwerk der Welt und weitere Fakten über Jaeger-LeCoultre

 Redaktion
von Redaktion
am 30. Juli 2018

Im Jahr 1833 gründete Antoine LeCoultre im Schweizer Juardorf Le Sentier im Valleé de Joux die „Grande Maison“, wie die erste Uhrenmanufaktur nach einer großen Erweiterung am Stammhaus genannt wurde. Antoine LeCoultre hatte sich alle notwendigen Fertigkeiten zum Bau eines Uhrwerkes selbst beigebracht. Mit dem Millionometer entwickelte er das erste Messinstrument, welches auf einen tausendstel Millimeter genau war. 1888 beschäftigte die Manufaktur bereits rund 500 Menschen unter einem Dach. Der Enkel des Firmengründers, Jacques-David LeCoultre, nahm im Jahr 1903 die Herausforderung an, für den Pariser Marineuhrmacher Edmond Jaeger extraflache Uhren zu entwickeln. Die daraus resultierende Freundschaft führte zu einer gemeinsamen Firma, die heute alle Facetten der Uhrmacherei beherrscht: Jaeger-LeCoultre. Seit Mai 2018 werden die Geschicke der Marke von Catherine Rénier geführt. Rénier war zuvor Präsidentin von Van Cleef & Arpels Asia Pacific. Sie hatte den Posten, nach einer mehrmonatigen Phase übernommen, in der das Haus keinen CEO hatte, nachdem der damalige Richemont-Uhren-Chef und Jaeger-LeCoultre-CEO Georges Kern im Frühsommer 2017 die Gruppe verlassen hatte und zu Breitling gewechselt war.

Die Master Grande Tradition Grande Complication verfügt über ein siderales Umlauf-Tourbillon.
Die Master Grande Tradition Grande Complication verfügt über ein siderales Umlauf-Tourbillon.

Fakt #1 über Jaeger-LeCoultre: Kalibervielfalt

Von 1860 bis 1900 entwickelte die Manufaktur mehr als 350 verschiedene Kaliber, die Hälfte davon mit Komplikationen. Darunter 99 verschiedene Repetitionen, davon wiederum 66 Minutenrepetitionen. Außerdem 128 Chronographen und 33 Uhrwerke mit Repetition und Chronograph. In den 1890er-Jahren begann man in der Manufaktur, sogenannte Große Komplikationen herzustellen, also Uhren, die drei bedeutende uhrmacherische Funktionen enthalten. So gab es zum Beispiel Uhren die einen ewigen Kalender, einen Chronographen und eine Minutenrepetition kombinierten. Etwa ab dem Jahr 1850 wurde auch Patek Philippe exklusiv von LeCoultre & Cie sowohl mit einfachen Uhrwerken als auch mit Komplikationskalibern beliefert. Bis heute wurden bei Jaeger-LeCoultre mehr als 1.240 Kaliber entwickelt und über 400 Patente registriert.

Fakt #2 über Jaeger-LeCoultre: Neue Kollektion Polaris

2018 stellte Jaeger-LeCoultre seine neue Uhrenkollektion Polaris vor. Gestalterisches Vorbild und Namensgeber für die neue Kollektion ist das berühmte Armbandweckermodell Memovox Polaris von 1968 mit seinen markanten Stundenindizes. Bereist 1965 brachte Jaeger-LeCoultre seinen Wecker Memovox als Taucheruhr Polaris, die den Weckton durch ihren Dreifachboden auch unter Wasser gut hörbar machte, auf den Markt. Die Marke lancierte schon 2008 ein ähnliches Retromodell, damals noch unter dem Namen Memovox Polaris, da es es sich um eine Variante des Weckers Memovox handelte. Heute  ist es umgekehrt: Innerhalb der Kollektion Polaris gibt es den Polaris Memovox genannten Wecker als Besonderheit neben den Modellen Polaris Automatic, Polaris Date, Polaris Chronograph und Polaris Chronograph World Time.

Jaeger-LeCoultre: Polaris Chronograph World Time
Jaeger-LeCoultre Polaris Chronograph
Jaeger-LeCoultre Polaris Automatic
Jaeger-LeCoultre: Polaris Date
Jaeger-LeCoultre: Polaris Memovox

Das UHREN-MAGAZIN hat denen Polaris Chronograph bereits ausführlich getestet. Hier können Sie den Test für 0,99 Euro herunterladen.

Fakt #3 über Jaeger-LeCoultre: 1.000-Stunden-Test

Das Uhrenmodell „Master Control“ läutete im Jahr 1992 ein neues, internes Prüfverfahren bei Jaeger-LeCoultre ein. Das „Master Control“-Label weist auf eine besonders intensive firmeninterne Belastungsprüfung hin, den 1.000-Stunden-Test: Jede einzelne Uhr von Jaeger-LeCoultre wird nach dem Zusammenbau 41 Tage und 16 Stunden lang bei verschiedenen Temperaturen sowie unter Einwirkung von Wasser, Stößen und Vibrationen auf ihre Funktionssicherheit, ein gleichbleibendes Gangverhalten und eine stabile Gangreserve getestet. Auf diese Weise sind die ersten 1.000 Stunden die vermutlich härtesten im Leben einer Jaeger-LeCoultre.

Jaeger-LeCoultre: Master Geographic
Jaeger-LeCoultre: Die Master Geographic kostet 9.700 Euro. Wie jede Uhr der Manufaktur muss auch sie den 1.000-Stunden-Test meistern.

Fakt #4 über Jaeger-LeCoultre: Das kleinste mechanische Uhrwerk der Welt

Mit einer Länge von 14 und einer Breite von 18 Millimetern, bei einer Bauhöhe von 3,4 Millimetern ist das 1921 entwickelte Kaliber 101 bis zum heutigen Tag das kleinste mechanische Uhrwerk der Welt, belegt durch eine Eintragung im Guinness-Buch der Rekorde. Die Manufaktur stellt es seither jedes Jahr in kleinsten Stückzahlen her. Das Kaliber 101 tickte auch in der Uhr von Königin Elisabeth II. von England, die sie am Tag ihrer Krönung 1953 trug. Hierbei handelte es sich um ein früheres Geschenk des französischen Präsidenten Albert Lebrun.

Das kleinste mechanische Uhrwerk der Welt: das Jaeger-LeCoultre Kaliber 101
Das kleinste mechanische Uhrwerk der Welt: das Jaeger-LeCoultre Kaliber 101

Fakt #5 über Jaeger-LeCoultre: Das Jaeger-LeCoultre Gyrotourbillon

Im Jahr 2004 knüpfte Jaeger-LeCoultre mit dem Master Gyrotourbillon 1 an die Tradition an, komplizierte Uhrwerke zu bauen. Mit zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten kreisen zwei Käfige auf zwei Achsen umeinander. Zudem verfügt die Uhr über einen ewigen Kalender und eine Anzeige der Zeitgleichung. Im Jahr 2008 kam das sphärische Tourbillon in einem Reverso-Gehäuse zum Einsatz, diesmal mit einer zylindrischen Hemmung. 2013 gelang es den Konstrukteuren, in das Gyrotourbillon 3 ein fliegendes Tourbillon mit ballonförmiger Hemmung zu integrieren. 2016 kam die Reverso Tribute Gyrotourbillon hinzu. Die Uhr besitzt eine Unruh, die sich um zwei Achsen dreht. Normalerweise kreist die Unruh bei Tourbillons um eine Achse. Wie zwei gegenüberliegende Anker sieht diese Gyrolab-Unruh des Manufakturkalibers 179 mit Handaufzug aus. Die Spiralfeder formten die Uhrmacher wie eine halbe Kugel. Die Reverso fällt trotz des Zwei-Achsen-Tourbillons mit 12,6 Millimetern äußerst flach aus. Auf der Gehäuserückseite ist noch Platz für eine zweite Zeitzone. Es gehört wie weitere Spitzenleistungen zur Kollektion Hybris Mechanica.

Jaeger Lecoultre: Reverso Tribute Gyrotourbillon (Vorderseite)
Jaeger Lecoultre: Reverso Tribute Gyrotourbillon (Vorderseite)

Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im Juli 2015.

[2058]

Bestellen Sie unseren Newsletter

Was gibt's Neues auf Watchtime.net?

Damit Sie stets rund um das Thema mechanische Uhr informiert sind, gibt Ihnen der Watchtime.net-Newsletter mehrmals wöchentlich den Überblick.

Datenschutzbestimmungen habe ich gelesen und akzeptiert.**
Schweizer Geheimtipps Feature-Box 2018

Uhren-Datenbank

In der weltweit größten Datenbank finden Sie aktuell 33798 Modelle von 801 Herstellern.

Datenbank-Suche