Produkt: Download: TAG Heuer Monaco Gulf im Test
Download: TAG Heuer Monaco Gulf im Test
Mit der Monaco Gulf hat TAG Heuer seiner Rennsportuhr eine hochattraktive Variante hinzugefügt. Die Chronos-Redaktion testet die Rennsportuhr im Retro-Look.

5 Fakten über TAG Heuer

TAG Heuer ist Pionier und Rekordhalter in der Konstruktion von Uhrwerken, insbesondere mit Chronographenfunktion. Modelle wie Carrera und Monaco, Monza und Autavia sind legendär. Fortschrittlich sind auch die Entwicklungen im Bereich der Smartwatch: Die Connected Modular 45 erlaubt eine Verbindung mit der mechanischen Uhr. Der Schwerpunkt liegt auf Uhren zwischen 1.000 und 5.000 Euro. TAG Heuer gehört wie  Zenith, Hublot und Bulgari zur LVMH-Uhrendivision. Was sollten Uhrenfans noch über TAG Heuer wissen?

TAG Heuer: Connected Modular 45
TAG Heuer: Connected Modular 45

Edouard Heuer gründete im Jahr 1860 mit 20 Jahren eine Uhrmacherwerkstatt in St. Imier im Schweizer Juragebirge. Bereits 1876 richtete er eine Niederlassung in London ein. 1887 erhielt er ein Patent für den berühmten “Schwingtrieb” in mechanischen Chronographen, im gleichen Jahr trat sein Sohn Jules Edouard in die Geschäftsführung ein. Nach dem Tod Edouard Heuers im Jahr 1892 führte er mit seinem Bruder Charles-Auguste die Geschäfte weiter. Das Unternehmen machte sich vor allem mit Chronographen einen Namen.

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Der 1916 entwickelte Mikrograph ist die weltweit erste Stoppuhr, die auf eine Hundertstelsekunde genau misst. Der Mikrosplit kann dank seiner Rattrapante-Zeiger sogar zwei simultan laufende Zeiten messen. Bei den Olympischen Spielen in Antwerpen 1920 fungierte Heuer als offizieller Zeitnehmer, ebenso 1924 in Paris und 1928 in Amsterdam. 1933 entwickelte Heuer die ersten Borduhren für Rennwagen und im selben Jahr die Stoppuhr Autavia als Bordinstrument für Automobile und Flugzeuge. Das Wort ist eine Zusammensetzung aus AUTomobile und AVIAtion.

TAG Heuer: Autavia Calibre Heuer 02
TAG Heuer: Autavia Calibre Heuer 02

1958 begann die Mitarbeit von Jack W. Heuer, einem Urenkel des Firmengründers, im Unternehmen. Anlässlich der 1964 stattfindenden Rallye “Carrera Panamericana Mexicana” erschien die Carrera als erster Chronograph mit funktionellem Zifferblatt. Sie wird einer der bekanntesten Sportchronographen der Uhrengeschichte. Das Jahr 1982 erforderte von Jack W. Heuer den bitteren Entschluss, Heuer an die Unternehmensgruppe TAG zu verkaufen. Nach verschiedenen Inhaberwechseln erwarb 1999 der französische Konzern LVMH das Unternehmen, und Jack W. Heuer ist seit 2001 Ehrenpräsident und Berater der Marke.

Heuer: Monaco, 1969
Heuer: Monaco, 1969

Fakt #1 über TAG Heuer: Der erste Automatik-Chronograph

Der 3. März 1969 ist ein wichtiger Tag in der Firmengeschichte. An ihm wurde das berühmte Kaliber 11 vorgestellt. Der automatische Chronograph war in Gemeinschaft mit Breitling, Leonidas, Hamilton/Büren und Dubois Dépraz entwickelt worden. Im Wettrennen um das weltweit erste automatische Chronographenwerk waren jedoch Zenith/Movado mit ihrer Präsentation des »El Primero«, die bereits am 10. Januar desselben Jahres stattfand, eine Nasenlänge voraus gewesen. Und Seiko hatte, von den Schweizern unbeachtet, zuvor schon einen Automatik-Chronographen entwickelt.

Das Heuer-Kaliber 11 von 1969
Das Heuer-Kaliber 11 von 1969

1969 kommt das Modell Heuer Monaco als weltweit erster wasserdichter automatischer Chronograph im quadratischen Gehäuse auf den Markt. Die Uhr erlangt durch den Rennfahrer-Film »Le Mans« von und mit Steve McQueen einen großen Bekanntheitsgrad. In seinen veröffentlichten Erinnerungen schildert Jack W. Heuer, wie es ihm in einem der ersten Fälle von Produktplatzierung gelang, seine Uhren in dem Film unterzubringen. Als Ausgleich musste er alles technische Equipment zur Zeitmessung am Filmset binnen zehn Tagen beisteuern. Dass dies gelang, verdankt er seinem jungen Mitarbeiter Gerd-Rüdiger Lang, dem späteren Gründer von Chronoswiss.

Steve McQueen mit der Monaco am Arm und dem Heuer-Logo auf dem Anzug im Film "Le Mans"
Steve McQueen mit der Monaco am Arm und dem Heuer-Logo auf dem Anzug im Film “Le Mans”

Fakt #2 über TAG Heuer: Der Ehrenpräsident Jack Heuer

Jack William Heuer, der Urenkel des Firmengründers Edouard Heuer, zählt zu den großen Visionären der Schweizer Uhrenindustrie. Nachdem er 1958, noch nicht ganz 26 Jahre alt, als Juniorchef und designierter Nachfolger seines Vater Charles-Edouard in die Firma eintrat, ging er zunächst in die USA, um dort erfolgreich eine amerikanische Filiale aufzubauen. Nach seiner Rückkehr in die Schweiz baute Jack Heuer den Chronographen- und Stoppuhrenbereich weiter aus.

Jack Heuer mit der neuen Uhr
TAG Heuers Ehrenpräsident Jack Heuer, Urenkel des Gründers und ehemaliger Firmenchef

Ein Meilenstein im Design wurde 1964 der Chronograph Carrera, den Heuer für die damalige Zeit sehr schlicht und gut ablesbar gestaltete, womit er den damals üblichen überladenen Chronographenzifferblättern eine Absage erteilte. Ein Pionier war Heuer vor allem auch beim Arbeiten mit prominenten Uhrenträgern zu einer Zeit, als das Sportsponsoring noch in den Kinderschuhen steckte. Vor allem berühmte Formel-1-Piloten wie Niki Lauda, Clay Regazzoni, Mario Andretti, Jo Siffert und viele andere konnte er überzeugen, seine Uhren zu tragen.

Jack Heuer (l.) erklärt den Rennsport-Assen Niki Lauda (2. v. l.) und Clay Regazzoni den Aufbau ihres goldenen Automatikchronographen.
Jack Heuer (l.) erklärt den Formel-1-Fahrern Niki Lauda (2. v. l.) und Clay Regazzoni den Aufbau ihres goldenen Automatikchronographen

Bald fand sich der Heuer-Schriftzug auch auf den Formel-1-Boliden und den Rennanzügen der Fahrer. Nach der großen Quarzkrise der 1970er und frühen 80er Jahre wurde die Firma Heuer zunächst von Piaget, später von der TAG-Gruppe übernommen und erhielt den Namen TAG Heuer. Nachdem das Unternehmen 1999 zur LVMH-Gruppe kam, wurde Jack Heuer 2001 zum Ehrenpräsidenten  ernannt. Seitdem brachte TAG Heuer verschiedene Uhren zu Ehren Jack Heuers heraus: zuletzt, Ende 2020 zu seinem 88. Geburtstag.

Fakt #3 über TAG Heuer: Die erste Stoppuhr mit der Messgenauigkeit einer Tausendstelsekunde

Die Konzeptuhr Mikrotimer Flying 1000 Concept Chronograph stellte TAG Heuer auf der Baselworld 2011 vor. Der Chronograph kann Stoppungen auf die Tausendstelsekunde genau messen. Dafür schwingt die Unruh mit enormen 3.600.000 Halbschwingungen pro Stunde. Das System basiert wie beim zuvor vorgestellten TAG Heuer Mikrographen 1/100th auf zwei unabhängigen Räderwerken.

Tag Heuer: Mikrotimer Flying 1000
Mikrotimer Flying 1000: Unglaubliche zehn Runden um das Zifferblatt legt der zentrale grüne Zeiger in einer Sekunde zurück. Hält man ihn an, kann er auf Hundertstel- und Tausendstelsekunden verweisen.

Fakt #4 über TAG Heuer: Der junge CEO

TAG Heuer verfügt über einen der jüngsten Chefs in der Uhrenbranche: Der 25-jährige Frédéric Arnault, Sohn von LVMH-Chef Bernard Arnault, bekleidet seit dem 1. Juli 2020 die Spitzenposition. Nach seinem Abschluss an der französischen École Polytechnique 2014 begann Arnault seine berufliche Laufbahn zunächst bei Facebook und wechselte dann zur Beratungsfirma McKinsey. Zu TAG Heuer kam er Anfang 2017, zunächst, um sich um den Aufbau des von Jean-Claude Biver eingeführten Smartwatch-Bereichs zu kümmern.

Frédéric Arnault, seit Juli 2020 CEO von TAG Heuer
Frédéric Arnault, seit Juli 2020 CEO von TAG Heuer

Arnaults “Ziehvater” Stéphane Bianchi, TAG-Heuer-Chef bis Ende Juni 2020, bleibt CEO der LVMH-Uhrenabteilung; seine Verantwortlichkeit erstreckt sich ab Juli aber auch auf die zur Gruppe gehörenden Schmuckmarken Chaumet und Fred, deren Geschäftsführer ihm nun unterstellt sind. Dagegen berichtet Bulgari-Chef Jean-Christophe Babin weiterhin direkt an Toni Belloni, den Geschäftsführer der LVMH Group.

Fakt #5 über TAG Heuer: Die Verbindung zum Motorsport

Seit den 1960er Jahren ist TAG Heuer eng mit dem Motorsport verbunden. 1962 kam mit der Autavia der erste Motorsportchronograph fürs Handgelenk heraus, kurz darauf gefolgt von der neuen Heuer Carrera, die nach dem Autorennen Carrera Panamericana benannt wurde. 1969 kam die Monaco auf den Markt. 2020 erschien das Sondermodell Monaco Grand Prix de Monaco Historique Limited Edition mit rotem Zifferblatt (Bild unten): Damit feiert TAG Heuer die Tatsache, dass der Automoblie Club de Monaco die Marke zum offiziellen Zeitnehmer es Grand Prix de Monaco Historique ernannt hat. Andere Automatikchronographen wurden nach den Rennen von Silverstone und Monza benannt. Heuer sponserte schon in den 1960ern Autorennfahrer wie Jo Siffert, übernahm in den 1970ern die Zeitmessung des Rennstalls von Ferrari und wurde später offizieller Zeitnehmer der Formel 1. Heute ist TAG Heuer unter anderem Partner des FIM Endurance World Championship (ein Wettbewerb, zu dem legendäre Langstreckenrennen wie Le Mans gehören), in der Formel 1 ist die Marke offizieller Zeitnehmer und Team-Performance-Partner von Aston Martin Red Bull Racing.

TAG Heuer Monaco Grand Prix de Monaco Historique Limited Edition
TAG Heuer Monaco Grand Prix de Monaco Historique Limited Edition

Uhren-Experte Jeff Kingston besuchte TAG Heuer in schweizerischen Chevenez und ließ sich die Chronographen-Produktion zeigen. In dem nachfolgenden Video erklärt er wichtige Produktionsschritte und Funktionsweisen eines Chronographens.

Wie funktioniert ein Chronograph?

Wenn Sie mehr über die Herstellung der feinsten Uhren erfahren möchten, dann folgen Sie unserem YouTube-Kanal IBG Worldwide.
IBG Worldwide ist eine Video-Plattform, die die Herstellung und Funktionsweise anspruchsvoller mechanischer Uhren mit beeindruckenden Impressionen aus den Manufakturen demonstriert.

Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im August 2016.

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Produkt: Download TAG Heuer Carrera Sport Chronograph im Test
Download TAG Heuer Carrera Sport Chronograph im Test
Mit dem Carrera Sport Chronographen bringt TAG Heuer endlich eine Manufaktur-Carrera mit klassischem, nicht skelettiertem Zifferblatt. Chronos hat den Stopper auf Herz und Nieren getestet.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Die schönen Dresswatches bei Tag/Heuer werden mit Selittas betrieben. So kaufe ich nie eine Tag/Heuer.

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