7 Gründe für den Erfolg von Patek Philippe

Warum Patek-Uhren so wertvoll sind

Rüdiger Bucher
von Rüdiger Bucher
am 14. September 2018

Patek Philippe gilt allgemein als die Topmarke unter den großen Schweizer Uhrenherstellern. Warum ist das so? Chronos-Chefredakteur Rüdiger Bucher nennt sieben Gründe für den Erfolg von Patek Philippe:

Grund #1 für den Erfolg von Patek Philippe: Das Können

Patek Philippe beherrscht alles, was feine Uhrmacherei ausmacht. Das Know-how der Manufaktur zeigt sich in der Zweizeigeruhr mit Handaufzugswerk ebenso wie bei den „kleinen“ Komplikationen mit Funktionen wie Jahreskalender oder zweiter Zeitzone, und nicht zuletzt bei den anspruchsvollen Meisterstücken mit Minutenrepetition, Tourbillon oder Schleppzeigerchronograph. Meisterhafte Handwerkskunst geht dabei Hand in Hand mit dem Einsatz modernster Maschinen.

Patek Philippe: Jahreskalenderchronograph
Patek Philippe: Jahreskalenderchronograph

Grund #2 für den Erfolg von Patek Philippe: Die Tradition

Ein solches Können lässt sich nicht von heute auf morgen entwickeln. Patek Philippe existiert seit 177 Jahren und hat während des gesamten Zeitraums kontinuierlich Uhren produziert. Daraus resultiert eine immense Erfahrung, die unter den Uhrmachern von Generation zu Generation weitergegeben wird.

Das Stammhaus von Patek Philippe
Das Stammhaus von Patek Philippe

Grund #3 für den Erfolg von Patek Philippe: Die Zukunftsorientierung

Obwohl Patek Philippe eine so große Tradition besitzt, ist die Manufaktur nicht der Vergangenheit verhaftet. Man pflegt auf der einen Seite die Werte der althergebrachten Uhrmacherkunst, investiert auf der anderen Seite aber viel in den Einsatz neuer Materialien, Techniken und Fertigungsmethoden. Kurz nach der Jahrtausendwende stieg Patek Philippe in die Fertigung von Werkbestandteilen aus monokristallinem Silizium ein und stellte in den folgenden Jahren mehrere Siliziumkomponenten vor: 2005 ein eigenes Ankerrad, 2006 die Spiralfeder Spiromax, 2008 die Pulsomax-Hemmung, 2011 die GyromaxSi-Unruh, die zusammen mit der Pulsomax-Hemmung die Baugruppe Oscillomax ergibt, und 2017 die verbesserte Spiromax mit neuer Endkurve und neuer Form der inneren Befestigung. Verwendet wird dabei sogenanntes Silinvar („Silizium invariabel“), also Silizium, das dank einer Oxidschicht temperaturstabil gemacht wurde. Werkkomponenten aus diesem Material verhalten sich zwischen –10 und +60 Grad Celsius nahezu unverändert. Das Material wurde entwickelt in einem Gemeinschaftsprojekt von Patek Philippe, Rolex, Swatch Group, dem Zentrum für Elektronik und Mikroelektronik in Neuchâtel (CSEM) und dem Institut für Mikrotechnik der Universität Neuchâtel.

Patek Philippe: Die 2017 verbesserte Spiralfeder Spiromax aus Silinvar
Patek Philippe: Die 2017 verbesserte Spiralfeder Spiromax aus Silinvar

Grund #4 für den Erfolg von Patek Philippe: Die Qualität

Qualität ist das höchste Gut bei Patek Philippe. Das gesamte Unternehmen ist darauf ausgerichtet. Mit dem 2008 eingeführten Patek-Philippe-Siegel hat sich das Unternehmen strenge Qualitätsstandards auferlegt, die teilweise weit über das hinausgehen, was in der Industrie üblich ist. Doch die Verpflichtung zur Qualität betrifft nicht nur die Uhren selbst: Auch bei der Schulung der Mitarbeiter, vom Uhrmacher bis hin zum Verkaufspersonal, und bei der Betreuung der Kunden, vom Verkauf bis hin zum Service, legt Patek Philippe höchste Maßstäbe an.

Das Patek-Philippe-Siegel
Das Patek-Philippe-Siegel

Grund #5 für den Erfolg von Patek Philippe: Das Familienunternehmen

Patek Philippe wird in vierter Generation, seit über 80 Jahren, von der Familie Stern geführt. Daraus ergibt sich eine hohe Konsistenz in Firmenphilosophie und -politik. Starke Richtungswechsel durch wechselnde Manager sind ausgeschlossen, man kann sicher sein, dass der erfolgreiche Weg weiter beschritten wird. Das bedeutet Nachhaltigkeit – und hängt eng mit dem nächsten Punkt zusammen:

Thiery Stern und Philippe Stern
Thiery Stern und Philippe Stern

Grund #6 für den Erfolg von Patek Philippe: Preise auf Auktionen

Für den enormen Werterhalt sprechen unter anderem die regelmäßigen Erfolge auf Auktionen. Sowohl die teuerste jemals verkaufte Uhr – eine Taschenuhr – wie auch die teuerste jemals verkaufte Armbanduhr stammen von Patek Philippe. Den höchsten Preis, der je für eine Uhr gezahlt wurde – über 20 Millionen Schweizer Franken –, erzielte 2014 die 1933 von Patek Philippe gelieferte Taschenuhr namens „Supercomplication“ für den New Yorker Bankier Henry Graves jr. Und den Höchstpreis für eine Armbanduhr erreichte 2016 die Referenz 1518, ein ewiger Kalender mit Chronograph von Patek Philippe, der in einer seltenen Stahlversion von 1943 für gut elf Millionen Franken den Besitzer wechselte.

Patek Philippe: Henry Graves Supercomplication
Patek Philippe: Referenz 1518

Grund #7 für den Erfolg von Patek Philippe: Die Schönheit

Der Anteil an Handarbeit im Fertigungsprozess ist hoch – bei der Technik genauso wie bei der Dekoration. Selbst für unscheinbare Teile wie Räder werden 40 bis 60 Arbeitsschritte veranschlagt. Eine große Rolle ­spielen Kunsthandwerkstechniken wie Emailmalerei, feinste Gravuren, Edelsteinsetzerei oder Intarsienarbeiten. buc

Patek Philippe: Referenz 5077_100R_033
Toskanische Landschaft auf dem Zifferblatt der Referenz 5077_100R_033: Zusammenspiel von Guillochierung, Cloisonné-Email und Miniaturmalerei

Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im Dezember 2015.

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