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Die 6 Kollektionen von IWC

Welche Uhren hinter IWC stecken, was sie ausmacht und welche die beliebtesten Modelle sind

Welche Uhren stehen hinter der Marke IWC? Wir erklären, was man über die Kollektionen wissen muss, was sie voneinander unterscheidet und wie sie sich bis heute entwickelt haben. Wir zeigen aktuelle und beliebte Modelle aus jeder Kollektion.

Der IWC-Stammsitz in Schaffhausen (Foto: Photopress/Jonas Kuhn/IWC)
Der IWC-Stammsitz in Schaffhausen (Foto: Photopress/Jonas Kuhn/IWC)

 

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Inhalt:

IWC-Kollektion #1: Portugieser

So richtig beliebt ist die IWC Portugieser in Deutschland seit etwa 20 Jahren. Die Entstehung der Uhrenlinie liegt jedoch viel weiter zurück: 1939 schickten zwei portugiesische Geschäftsleute einen Brief an die IWC-Direktion mit der Bitte um eine große, präzise laufende Armbanduhr aus Stahl. Es war eine Zeit, in der eigentlich vor allem kleine Uhren gefragt waren, deren Gehäuse oft Sonderformen besaßen. Die Techniker der Schaffhauser Marke setzten kurzerhand ein Taschenuhrenkaliber in ein neu konstruiertes Stahlgehäuse mit schmaler Lünette und geschwungenen Bandanstößen ein.

IWC: Portugieser Chronograph
Beliebtestes Modell der Portugieser-Kollektion: der Portugieser Chronograph. In der gezeigten Edelstahlvariante mit dem Eta-Automatikwerk Valjoux 7750 kostet er 7.600 Euro

Trotz einer schlichten Zifferblattgestaltung blieb der große Erfolg zunächst aus. Das lag wohl auch an dem für die damalige Zeit deutlich zu großen Durchmesser von 41,5 Millimetern. Es dauerte bis ins Jahr 1993, als zum 125-jährigen Jubiläum der Firma erstmals “die große Armbanduhr”, wie sie bis dato offiziell hieß, als limitiertes Sondermodell unter dem Namen Portugieser erschien. Nun war ihre Größe zeitgemäß und das elegante Erscheinungsbild macht sie heute zu einem der beliebtesten IWC-Modelle. Zum 150. Geburtstag spendierte IWC dem 41 Millimeter großen Portugieser Chronographen – bisher allerdings nur den Jubiläumsmodellen – ein Manufakturwerk: Im Innern des Stoppers tickt das Automatikkaliber 69355. Hier gibt es mehr Informationen zur Uhr.

IWC: Portugieser Hand-Wound Eight Days Edition "150 Years"
IWC: Portugieser Hand-Wound Eight Days Edition “150 Years” (1.000 Exemplare, 9.950 Euro)

Den historischen Uhren besonders nah kommt die Portugieser Hand-Wound Edition “150 Years”, die zum großen Firmenjubiläum von IWC im Jahr 2018 erschien. Im Gegensatz zu damals besitzt das Modell jedoch ein Acht-Tage-Werk mit Gangreserveanzeige auf der Rückseite (Automatikkaliber 59215) sowie ein Datum. Es misst 43,2 Millimeter.

IWC-Kollektion #2: Portofino

Bei der Portofino ging IWC ähnlich vor wie bei der Portugieser. Tatsächlich nennt die Manufaktur ganz konkret ihre Taschenuhr Lépine (Referenz 5201) als Vorbild. Kennzeichnend für die 1984 erstmals erschienene Uhrenlinie ist ein poliertes rundes Gehäuse mit geschwungenen Bandanstößen. Stilgebend sind auch die schlanken Blattzeiger sowie die römischen Ziffern, von denen heute meist nur noch die Zwölf und die Sechs in Erscheinung treten.

IWC: Portofino Chronograph
Beliebtestes Modell der Portofino-Kollektion: Portofino Chronograph im Edelstahlgehäuse (6.400 Euro mit Milanaiseband)

Mit der 1993 lancierten Portofino Handaufzug, deren Werk lediglich 1,85 Millimeter in der Höhe misst, kam die flachste Uhr von IWC auf den Markt. Später erschienen eine Handaufzugsuhr mit acht Tagen Gangautonomie, eine Dreizeigeruhr mit Automatikwerk und ein neuer Chronograph. Im Jahr 2015 folgte wieder eine Premiere: Der Portofino Handaufzug Monopusher war der erste Ein-Drücker-Chronograph der Marke. Heute gibt es sowohl Damen- als auch Herrenmodelle mit unterschiedlichen Funktionen, Größen und Farben.

IWC: Portofino Hand-Wound Moon Phase
2018 vorgestellt: die Portofino Hand-Wound Moon Phase Edition “150 Years” (23.700 Euro)

Die IWC Portofino Hand-Wound Moon Phase ist eine aktuelle Vertreterin der Portofino-Kollektion und eine Sonderedition zum 150. Jubiläum von IWC. In ihrem 45 Millimeter großen Rotgoldgehäuse kommt das Manufakturkaliber 59800 mit Handaufzug zum Einsatz. Mehr über die Uhr erfahren Sie hier.

IWC-Kollektion #3: Ingenieur

So wie wir die IWC Ingenieur heute kennen, sieht sie erst seit 1975 aus. Tatsächlich hatte sie aber bereits 1955 ihren ersten Auftritt. Äußerlich recht unscheinbar und an die Eleganz der damaligen Zeit angepasst, trug sie eine technische Innovation in sich: den von Albert Pellaton entwickelten Klinkenaufzug, der die Rotorbewegungen in beide Richtungen zum Spannen der Feder nutzt. Nachleuchtende Stundenpunkte und eine Druckfestigkeit des Gehäuses bis zehn Bar waren in den 1950er-Jahren eine Seltenheit bei Uhren.

Aktuelles Modell der Ingenieur-Kollektion: der Ingenieur Chronograph  (8.750 Euro mit Edelstahlband)

Mitte der 1970er-Jahre designte Gérald Genta, der auch für die Audemars Piguet Royal Oak verantwortlich zeichnet, ein neues Gehäuse mit fünf markanten Schrauben in der Lünette. Seit einigen Jahren lässt sich IWC jedoch wieder vom eleganten Grunddesign aus den Fünfzigern inspirieren und verwendet wieder eine herkömmliche glatte Lünette. Aktueller Vertreter der Kollektion ist der abgebildete Ingenieur Chronograph mit 42 Millimetern Durchmesser und automatischem Manufakturkaliber 69375.

IWC-Kollektion #4: Aquatimer

Nach der Eroberung der Lüfte in den 1930er-Jahren nahm sich IWC 1967 die Weltmeere vor und lancierte die erste Aquatimer. Sie war mit allem ausgestattet, was ein Taucher braucht: ein klares, auch im Dunkeln ablesbares Zifferblatt, eine Drehlünette zum Überwachen der Tauchzeit und ein wasserbeständiges Kunststoffband.

IWC: Aquatimer Chronograph Edition "Expedition Jacques-Yves Cousteau"
Beliebtestes Modell der Aquatimer-Kollektion: Der Aquatimer Chronograph Edition “Expedition Jacques-Yves Cousteau” mit Edelstahlgehäuse, Kautschukband und Eta-Automatikwerk Valjoux 7750 kostet 6.900 Euro

Das Edelstahlgehäuse hielt Drücken bis 20 Bar stand. Die Besonderheit der Aquatimer gegenüber anderen Taucheruhren: Die Drehlünette befand sich unter dem Saphirglas und ließ sich mithilfe einer zweiten Krone einstellen. Diese Konstruktion überarbeitete IWC im Jahr 2014. Statt über eine Krone wird der innen liegende Drehring nun über die Lünette bewegt; er folgt der Drehbewegung jedoch nur in eine Richtung, um die nötige Sicherheit eines einseitig drehbaren Tauchzeitrings zu gewährleisten. Neu ist auch, dass die Tauchzeit im Dunkeln durch eine andersfarbige Leuchtmasse gegenüber der laufenden Zeit hervorgehoben wird.

Der IWC-Aquatimer Flyback-Chronograph aus Ceratanium besitzt einen ewigen Kalender
Modernes Material: Der Aquatimer Perpetual Calendar Digital Date-Month Edition “50 Years Aquatimer” besteht aus keramisiertem Titan (49.900 Euro)

Zifferblatt- und Bandvarianten sowie regelmäßig vorgestellte Sondermodelle machen diese Uhrenlinie zu einer der vielfältigsten bei IWC. Ein aktuelles Beispiel ist die IWC Aquatimer Perpetual Calendar Digital Date-Month Edition “50 Years Aquqtimer”, die IWC 2017 zum 50. Geburtstag der Modelllinie lancierte. Die Uhr ist mit dem automatischen Manufakturkaliber 89802 ausgestattet. Es sitzt in einem 49 Millimeter großen Gehäuse aus Ceratanium. Das Material basiert auf einer Titanlegierung und soll so leicht und bruchfest wie Titan sein, dabei aber dank einer keramischen Außenschicht so hart und kratzfest wie Keramik. Weitere Informationen zum Jubiläumsmodell der IWC Aquatimer finden Sie hier.

IWC-Kollektion #5: Fliegeruhren

1936 kam das erste für Piloten entwickelte Modell von IWC auf den Markt. Die Spezialuhr für Flieger bot ein kontrastreiches Zifferblatt, ein robustes Gehäuse und eine Drehlünette mit Markierungspfeil, um die Abflugzeit zu kennzeichnen. Im Innern arbeitete das Handaufzugskaliber 83 mit antimagnetischer Hemmung. Das war der Startschuss für die neue Kollektion der IWC-Fliegeruhren.

IWC: Pilot’s Watch Chronograph
Aktuelles und beliebtestes Modell der Fliegeruhren-Kollektion zugleich: Der Pilot’s Watch Chronograph arbeitet mit dem Eta-Automatikwerk Valjoux 7750 im Edelstahlgehäuse (5.500 Euro)

1940 folgte die Große Fliegeruhr mit dem stattlichen Durchmesser von 55 Millimetern, 2016 kam mit der Großen Fliegeruhr Heritage 55 eine Reminiszenz. Legendär ist die Mark 11, die ab 1948 für das britische und amerikanische Militär gebaut wurde. Dieser Zeitmesser soll der Prototyp aller folgenden Fliegeruhren gewesen sein und hat die (optischen) Kriterien dieses Uhrentypus festgelegt. Seither hat IWC seine Fliegeruhren-Kollektion stark erweitert. Neben den klassischen Fliegeruhren mit schwarz-weißem Zifferblatt gibt es unter anderem auch die Sondereditionen Top Gun und Spitfire. Als Partner der Stiftung “Antoine de Saint-Exupéry pour la Jeunesse” lanciert IWC regelmäßig limitierte Modelle mit den Beinamen Le Petit Prince beziehungsweise Antoine de Saint-Exupéry.

IWC Pilot's Watch Automatic Spitfire in Bronze
Neue Manufakturuhr in Bronze: Pilot’s Watch Automatic Spitfire (5.450 Euro)

Ganz neu erschienen in diesem Jahr attraktive Bronzeuhren mit Manufakturkalibern. Einsteigermodell ist die 39 Millimeter große Pilots’s Watch Automatic Spitfire mit dem neuen Automatikkaliber 32110, das drei Tage Gangreserve bietet. Mehr Informationen über dieses Modell finden Sie hier.

Darüber hinaus hat IWC 2019 neue Top-Gun-Modelle in schwarzer und sandfarbener Keramik sowie attraktive Fliegeruhren in Edelstahl vorgestellt.

IWC-Kollektion #6: Da Vinci

In den vergangenen Jahrzehnten nutzte IWC die Da Vinci, um technisch ausgefallenere Uhren vorzustellen. Das erste Modell unter diesem Namen war 1969 die Da Vinci Beta 21. Ein sechseckiges Gehäuse mit integriertem Metallband beherbergte das erste Schweizer Serien-Quarzkaliber Beta 21. 1984 folgte der nächste Meilenstein: Kurt Klaus, damaliger IWC-Chefentwickler, konstruierte einen ewigen Kalender, der komplett über die Krone gesteuert werden konnte. Das Kalendermodul saß damals auf dem Eta-Chronographenwerk Valjoux 7750 und wurde in einem neuen Da-Vinci-Gehäuse vorgestellt. Statt sechseckig war es nun rund mit beweglichen Bandanstößen. 2007 kehrte das Urmodell, dieses Mal mit automatischem Antrieb, zurück. Im Jahr 2009 erschien für viele Jahre die letzte Da-Vinci-Uhr: der Perpetual Calendar Digital Date-Month.

IWC: Da Vinci Ewiger Kalender Chronograph
Kompliziert und elegant: der Da Vinci Perpetual Calendar Chronograph (43.000 Euro)

Nach diesen Einzelstücken entschloss sich IWC 2017, die Da Vinci zu einer eigenständigen Kollektion auszubauen; selbstverständlich muss der Da Vinci Ewige Kalender Chronograph von Kurt Klaus mit dabei sein. Entsprechend besitzen alle aktuellen Da-Vinci-Modelle ein rundes Gehäuse mit beweglichen Bandanstößen. In dem neuen ewigen Kalender mit Chronographenfunktion arbeitet aber nun das automatische Manufakturkaliber 89360. Dieses trägt ein neu entwickeltes Kalendermodul, um die Mondphasenanzeige und die gestoppte Zeit in einem Hilfszifferblatt anzeigen zu können. Weitere Informationen zum neuen ewigen Kalender der Kollektion Da Vinci finden Sie hier.

IWC: Da Vinci Automatic Moon Phase 36
Beliebtestes Modell der Da-Vinci-Kollektion: die Damenuhr Da Vinci Automatic Moon Phase 36 mit Automatikkaliber Sellita SW 300 wurde zum Genfer Uhrensalon SIHH 2017 lanciert (17.500 Euro in Rotgold)

Weitere aktuelle Modelle sind der Da Vinci Tourbillon Retrograde Chronograph und der Da Vinci Chronograph Edition “Laureus Sport for Good Foundation”. Den Damen steht unter anderem die abgebildete Dreizeigeruhr mit Mondphasenanzeige zur Verfügung. mg

Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im Februar 2017.

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Produkt: Download Vergleichstest Taucheruhren: Breitling, IWC und Omega
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