Die wichtigsten Chronographen seit der Jahrtausendwende

Manufakturchonographen von A. Lange & Söhne, Breitling, Rolex & Co.

Mit einem eigenen Chronographenwerk zeigen Manufakturen ihr uhrmacherisches Können. Seit der Jahrtausendwende stellen immer mehr Marken eigene Konstruktionen vor. Hier kommt ein Überblick über die wichtigsten Stopper der Neuzeit.

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #1: A. Lange & Söhne L951.6 – seit 2012

A. Lange & Söhne L951.6
A. Lange & Söhne L951.6: Handaufzug – 30,6 Millimeter Durchmesser/7,5 Millimeter hoch – 18000 A/h – 60 Stunden Gangdauer

Das Handaufzugskaliber L951.6 wurde 2012 eingeführt. Es ist eine Weiterentwicklung des L951.1 von 1999. Jenes Kaliber war das erste Chronographenwerk von A. Lange & Söhne seit der Neugründung des Unternehmens im Jahr 1994. Und es war das erste Glashütter Chronographenwerk der Neuzeit. Ungeachtet dessen, überzeugte das L951.1 aber auch mit einer Flyback-Funktion, einem exakt springenden Minutenzähler und dem Lange-Großdatum. Die aktuelle Version L951.6 arbeitet in dem Datograph Auf/Ab. “Auf/Ab” ist die typische Lange-Bezeichnung für die Gangreserveanzeige, die auf die gegenüber dem Ursprungswerk um 24 Stunden verlängerte Gangautonomie von 60 Stunden verweist. Erstmals arbeiten im Datograph-Kaliber auch das Lange-Schwingsystem mit eigener Unruh und eigener Unruhspirale.

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A. Lange & Söhne: Datograph Auf/Ab
A. Lange & Söhne: Datograph Auf/Ab – 81.800 Euro

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #2: Alpina AL-760 – seit 2015

Alpina AL-760
Alpina AL-760: Handaufzug – 30,6 Millimeter Durchmesser/7,5 Millimeter hoch – 18.000 A/h – 38 Stunden Gangdauer

Drei Jahre tüftelte Alpina an seinem ersten eigenen Chronographenkaliber. Zum 133-jährigen Firmenbestehen im Jahr 2015 kam das AL-760 schließlich in dem Alpiner 4 Flyback Chronographen auf den Markt. Wie der Modellname vorgibt, bietet der Stopper eine Flyback-Funktion. Anders als viele andere Hersteller hat sich Alpina bewusst für eine modulare Bauweise entschieden. So ist das AL-760 das hauseigene Automatikkaliber AL-710 mit zifferblattseitig aufgesetztem Chronographenmodul. Besonderheiten sind das selbst konstruierte Schwingtrieb als Kupplung und das sternenförmig ausgeführte Schaltrad. Zudem wurde der Kupplungshebel in direkter Linie zum Drücker bei der Vier angeordnet, was Kraft und Verschleiß beim Auslösen der Flyback-Funktion sparen soll. Das gesamte Modul besteht aus nur 96 Komponenten.

Alpina: Alpiner 4 Flyback Chronograph
Alpina: Alpiner 4 Manufacture Flyback Chronograph – 3.995 Euro

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #3: Breitling 01 – seit 2009

Breitling 01 Automatik
Breitling 01 Automatik – 30 Millimeter Durchmesser/7,2 Millimeter hoch – 28.800 A/h – 70 Stunden Gangautonomie

Zwar brachte Breitling in einer Gemeinschaftsarbeit mit Hamilton/Büren, Dubois Dépraz und Heuer-Leonidas 1969 ein Automatikkaliber mit Stoppfunktion auf den Markt, das erste eigene Manufakturkaliber mit Chronographenfunktion erschien jedoch erst 2009 zum 125-jährigen Firmenbestehen. Das B01 verfügt im Gegensatz zum Kaliber 11 von 1969 über ein Schaltrad. Dank vertikaler Reibungskupplung erfolgt das Starten und Stoppen des Chronographen präzise, die Taktung von 28.800 Halbschwingungen pro Stunde erlaubt eine Messung auf die Achtelsekunde genau. Wie alle Breitling-Kaliber ist auch das B01 von der COSC chronometerzertifiziert. Das Chronographenwerk erschien erstmals im Modell Chronomat. Aktuell arbeitet es auch im Navitimer und im Transocean Chronographen. Mittlerweile gibt es drei Modifikationen des Manufakturwerks: Das B02 als Handaufzugsversion, dab B03 mit Rattrapante-Funktion, das B04 mit GMT-Funktion und das B05 mit Weltzeitindikation.

Breitling: Chronomat 44
Breitling: Chronomat 44 – 8.100 Euro

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #4: Chopard 03.05-C – seit 2016

 

Chopard 03.05-C
Chopard 03.05-C: Automatik – 28,8 Millimeter Durchmesser/ 7,5 Millimeter hoch – 28.800 A/h – 60 Stunden Gangautonomie

Chopard ist erst seit 20 Jahren eine echte Manufaktur. Zum zehnten Geburtstag präsentierte die Schweizer Marke ihr erstes eigenes Chronographenwerk: Das L.U.C-Kaliber 03.03-L mit Automatikaufzug, Säulenrad und vertikaler Kupplung. Es bietet eine Flyback-Funktion sowie eine Gangautonomie von 60 Stunden. Die patentierte “Variner”-Unruh oszilliert mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde. Es kam im L.U.C Chrono One zum Einsatz. Auf dieser Basis entwickelte Fleurier Ebauches eine industriell gefertigte Version, um auch die jährlich in einer limitierten Auflage erscheinende Mille Miglia Race Edition mit einem eigenen Chronographenwerk ausstatten zu können. Das Kaliber 03.05-C ist baugleich zum 03.05-M, das in der Superfast-Kollektion eingesetzt wird. Lediglich das Finish der Brücken und des Rotors fallen unterschiedlich aus. Beide Werke bieten wie die 2006er-L.U.C-Version eine Flyback-Funktion und 60 Stunden Gangautonomie.

Chopard: Mille Miglia 2016 XL Race Edition
Chopard: Mille Miglia 2016 XL Race Edition

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #5: Glashütte Original Kaliber 37 – seit 2014

Glashütte Original Kaliber 37-01
Glashütte Original Kaliber 37-01: Automatik – 31,6 Millimeter Durchmesser/ 8,0 Millimeter hoch – 28.800 A/h – 70 Stunden Gangautonomie

2014 stellte Glashütte Original sein neues Chronographenkaliber in gleich zwei Modellen vor. Der Senator Chronograph Panoramadatum und der Seventies Chronograph Panoramadatum tragen beide das Automatikwerk 37. Im Vergleich zu bereits existierenden Chronographenkalibern von Glashütte Original ist das neue im Hinblick auf besondere Robustheit und Alltagstauglichkeit konstruiert. Das Ergebnis ist ein Säulenrad-Chronograph mit Flyback-Funktion und horizontaler Kupplung, ausgeführt als Schwingtrieb. Das Erscheinungsbild fällt in beiden Modellen klassisch aus: drei Hilfszifferblätter für die Kleine Sekunde, die Stoppminute und die gestoppten Stunden. Im Kreis der kleinen Sekunde bewegt sich noch eine Gangreserveanzeige. Das Automatikkaliber bietet eine Gangautonomie von stattlichen 70 Stunden.

Glashütte Original: Senator Chronograph Panoramadatum am Lederband
Glashütte Original: Senator Chronograph Panoramadatum aus Edelstahl am Lederband – ab 13.200 Euro

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #6: Hublot HUB 1240 Unico – seit 2010

Hublot HUB 1240 Unico
Hublot HUB 1240 Unico: Automatik – 30,4 Millimeter Durchmesser/8,05 Millimeter hoch – 28.800 A/h – 72 Stunden Gangautonomie

Mit der Vorstellung des ersten eigenen Kalibers im Jahr 2010 avancierte Hublot zu einer echten Manufaktur. Das HUB 1240 Unico ist ein Automatikwerk mit Schaltradsteuerung und Doppelkupplung. Da Hublot den kompletten Chronographenmechanismus zifferblattseitig angeordnet hat, kann man dessen Vorgänge durch ein skelettiertes Zifferblatt hindurch beobachten. Weitere Besonderheiten sind die herausnehmbare Hemmungsbaugruppe, was den Service der Uhr vereinfacht, und Anker sowie Ankerrad aus dem amagnetischen Werkstoff Silizium. Hublot kennzeichnet mit dem Zusatz “Unico” bereits im Modellnamen, ob die jeweilige Uhr mit dem hauseigenen Chronographenkaliber ausgestattet ist. 2018 hat Hublot das Kaliber nun so konstruiert, dass es in ein 42 Millimeter großes Gehäuse passt. Das neue Automatikwerk HUB 1280 ist mit 6,75 Millimeter 1,3 Millimeter flacher als das HUB 1240 mit einer Höhe von 8,05 Millimeter. Es schwingt nach wie vor mit 28.800 Halbschwingungen pro Stunde und baut eine Gangreserve von 72 Stunden auf.

Hublot: Big Bang Unico
Hublot: Big Bang Unico – 22.200 Euro

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #7: IWC 89361 – seit 2011

IWC 89361
IWC 89361: Automatik – 30,0 Millimeter Durchmesser/7,5 Millimeter hoch – 28800 A/h – 68 Stunden Gangautonomie

Mit der Neubelebung der Da-Vinci-Kollektion führte IWC 2009 sein erstes Manufaktur-Chronographenwerk 89360 ein. Die vollständig integrierte Stoppfunktion arbeitete mit Schaltrad und Schwingtrieb. Statt des bekannten Pellaton-Aufzugs erhielt das Federhaus seine Energie von einem beidseitig aufziehenden Vier-Klinken-System. Derzeit kommt das 89360 nicht mehr zum Einsatz, seine beiden Weiterentwicklungen jedoch schon. Dazu zählt das 2011 vorgestellte Automatikkaliber 89361. Es bietet wie sein Vorgänger eine Zentrumsstoppsekunde und ein Hilfszifferblatt, dass sich die Zähler für die gemessenen Minuten und Stunden teilen. Neu ist die Erweiterung um eine Flyback-Funktion. Das Datum sitzt je nach Modell bei der Drei oder der Sechs. 2012 kam die abgespeckte Version 89365 auf den Markt: Bei diesem Automatikkaliber fehlt der Stundenzähler.

Die Fliegeruhr Chronograph TOP GUN Miramar (Ref.3880) von IWC Schaffhausen hat mit dem Kaliber 89365 eines der modernsten und widerstandsfähigsten Chronographenwerke an Bord
IWC: Fliegeruhr Chronograph Top Gun Miramar – 12.100 Euro

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #8: Montblanc MB R200 – seit 2009

Montblanc MB R200
Montblanc MB R200: Automatik – 31,0 Millimeter Durchmesser/ 8,46 Millimeter hoch – 28.800 A/h – 72 Stunden Gangautonomie

Nachdem Montblanc 2008 mit dem MB R100 sein erstes eigenes Chronographenwerk vorstellte, folgte nur ein Jahr später eine Automatikversion davon. Das MB R200 findet sich derzeit in einigen Rieussec-Modellen und bietet mit Säulenrad und vertikaler Kupplung wie sein Vorgänger eine Stoppfunktion, die über nur einen Drücker bedient wird. Des Weiteren realisiert dieses Uhrwerk eine zweite Zeitzone, das Datum, eine Tag-Nacht- sowie eine Gangreservenzeige. Die Zähler für die gestoppten Minuten und Sekunden befinden sich auf zwei separaten Drehscheiben in der unteren Zifferblatthälfte.

Montblanc: Star Legacy Nicolas-Rieussec-Chronograph
Der Chronograph mit den charakteristischen Scheibenanzeigen von Montblanc – 7.450 Euro

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #9: Omega Co-Axial 9300/9301 – seit 2011

Omega Co-Axial 9300/9301
Omega Co-Axial 9300/9301: Automatik – 31,0 Millimeter Durchmesser/8,46 Millimeter hoch – 28.800 A/h – 72 Stunden Gangautonomie

Omega hat sich der Präzision verschrieben. So sorgt seit 1999 unter anderem die Co-Axial-Hemmung in den Uhrwerken für hohe Ganggenauigkeit. 2011 konnte Omega schließlich das erste eigene Chronographenkaliber mit Co-Axial-Hemmung vorstellen. Die Schweizer Marke führte es gleich in mehreren Modellen ein. Unter anderem in der Speedmaster als Kaliber 9301. Augenfällig sind die beiden Totalisatoren auf dem Zifferblatt: Bei neun Uhr kreist die permanente Sekunde, während bei der Drei die gestoppten Minuten und Stunden in einem Hilfszifferblatt angezeigt werden. Eine praktische Lösung, da sich die gestoppte Zeit so wie die normale Uhrzeit über die zwei Zeiger intuitiv erfassen lässt. 2015 führte die Marke außerdem die Qualitätsstufe „Master Chronometer“ ein. Dabei handelt es sich um mechanische Uhrwerke, die mit der Omega-typischen Co-Axial-Hemmung bestückt sind, bereits ein COSC-Chronometerzeugnis besitzen und durch die verwendeten Materialien bis mindestens 15.000 Gauß amagnetisch sind. Die Zertifizierung als Master Chronometer nimmt das Eidgenössische Institut für Metrologie (Metas) vor.

Omega: Speedmaster Moonwatch
Omega: Speedmaster Moonwatch – 7.000 Euro

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #10: Panerai P.9100 – seit 2013

Panerai P.9100
Panerai P.9100: Automatik – 31,0 Millimeter Durchmesser/8,15 Millimeter hoch – 28.800 A/h – 72 Stunden Gangautonomie

Das 2013 vorgestellte Kaliber P.9100 ist das erste vollständig in der Panerai Manufaktur entwickelte und gefertigte Automatikwerk mit Flyback-Chronographenfunktion. Es wurde mit der Luminor 1950 3 Days Chrono Flyback Automatic Acciaio in den Markt eingeführt. Da der Kronenschutzbügel auf der rechten Gehäuseflanke viel Platz beansprucht, setzt Panerai die Chronographendrücker auf die linke Seite. Um das typisch klare Design der Panerai-Zifferblätter nicht zu überfrachten, wurde das P.9100 so konstruiert, dass sowohl die Chronographensekunde als auch die Stoppminute aus dem Zentrum herauslaufen. Eine kleine Sekunde befindet sich wie gewohnt bei neun Uhr, das Datum bei der Drei.

Panerai: Luminor 1950 3 Days Chrono Flyback, 2013
Panerai: Luminor 1950 3 Days Chrono Flyback Automatic Acciaio 44mm – 10.900 Euro.

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #11: Patek Philippe CH 29-535 PS – seit 2009

Patek Philippe CH 29-535 PS
Patek Philippe CH 29-535 PS: Handaufzug – 29,6 Millimeter Durchmesser/5,35 Millimeter hoch – 28.800 A/h – 65

Mit diesem Handaufzugswerk präsentierte Patek Philippe 2009 das erste Chronographenkaliber, dessen 269 Teile alle in der Patek-Manufaktur in Genf hergestellt worden sind. Die Konstruktion fällt mit Schaltrad und horizontaler Kupplung ganz klassisch aus. Auch das Anzeigenbild auf dem Zifferblatt bleibt traditionell. Es gibt ein Hilfszifferblatt bei neun Uhr für die kleine Sekunde und einen Minutenzähler bei der Drei. Das Handaufzugs-Chronographenkaliber erschien zunächst in einem Damenmodell, kurze Zeit später tickte es in der Referenz 5170 für Herren. 

Patek Philippe: Referenz 5170P - 86.720 Euro
Patek Philippe: Referenz 5170P – 86.720 Euro

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #12: Piaget 883P – seit 2015

Piaget 883P
Piaget 883P: Handaufzug – 27,0 Millimeter Durchmesser/4,65 Millimeter hoch – 28.800 A/h – 50 Stunden Gangautonomie

2015 stellte Piaget einen Doppelrekord auf: Mit dem Altiplano Chronograph kam die mit 8,24 Millimetern Höhe derzeit flachste Uhr mit einem Chronographenwerk inklusive Flyback-Funktion auf den Markt, und das verantwortliche Kaliber 883P darin ist bis heute das flachste mechanische Chronographenkaliber. Es baut auf dem 880P auf, einem 5,6 Millimeter hohen Automatikkaliber mit Flyback-Chronographenfunktion. Das 883P dagegen muss von Hand aufgezogen werden. Die Gangautonomie reicht dank zweier Federhäuser bis zu 50 Stunden. Die Tricompax-Optik erzielt Piaget durch die 24-Stunden-Anzeige einer zweiten Zeitzone bei neun Uhr. Ihr gegenüber sitzt der 30-Minuten-Zähler, die Kleine Sekunde findet ihren Platz bei der Sechs.

Piaget: Altiplano Chronograph
Piaget: Altiplano Chronograph

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #13: Rolex Kaliber 4130 – seit 2000

Rolex: Kaliber 4130
Rolex: Das Automatik-Manufakturkaliber 4130 arbeitet seit 2000 in der Daytona

Zur Jahrtausendwende setzte Rolex neue Maßstäbe und verpasste seinem Chronographen Daytona erstmals ein eigenes Uhrwerk: Das bis heute verbaute Kaliber 4130 verfügt über 44 Lagersteine, 72 Stunden Gangautonomie und die Rolex-typischen Kif-Stoßsicherungen für Unruh und Ankerrad. Eine vertikale Kupplung ermöglicht das ruckfreie Anlaufen des Stoppsekundenzeigers, und die Chronographenfunktionen werden über ein Schaltrad gesteuert. Fünf Jahre später danach kam in diesem Kaliber auch die Rolex-eigene Parachrom-Bleu-Spiralen zum Einsatz. Im Jahr 2015 führte Rolex die Zertifizierung als „Chronometer der Superlative“ ein. Dieser neue Präzisionsstandard bescheinigt, dass die getestete Uhr eine Reihe von Rolex-eigenen Prüfungen bestanden hat. Dabei wird die Zertifizierung nicht nur am Werk, sondern an der fertig montierten Uhr vorgenommen. Die Gangtoleranz eines „Chronometers der Superlative“ nach dem Einschalen liegt bei etwa -2/+2 Sekun­den pro Tag. So sind die Präzisionskriterien mehr als doppelt so streng wie die der COSC. Der Status „Chronometer der Superlative“ ist zusätzlich mit einer internationalen Fünf-Jahres-Garantie verbunden. Die Rolex-Uhren werden aber auch weiterhin von der COSC geprüft.

Rolex Daytona, Edelstahl, 40 Millimeter, Manufakturkaliber 4130, Automatik, 11.300 Euro
Rolex Cosmograph Daytona in Edelstahl, 40 Millimeter, Automatikkaliber 4130, 11.300 Euro.

Wichtigster Chronograph seit der Jahrtausendwende #14: TAG Heuer Calibre Heuer-01 – seit 2015

TAG Heuer Calibre Heuer-01
TAG Heuer Calibre Heuer-01: Automatik – 29,3 Millimeter Durchmesser/ 7,13 Millimeter hoch – 28.800 A/h – 50 Stunden Gangautonomie

Beim Calibre Heuer 01 handelt es sich um eine Weiterentwicklung des 2010 erstmals vorgestellten Calibre 1887. Das Säulenrad erscheint nun rot statt blau und skelettierte Elemente wie die Chronographenbrücke, der Rotor und die Datumsscheibe bieten einiges fürs Auge. Das Ausgangswerk, das Calibre 1887, stammte konstruktiv von Seiko. TAG Heuer wechselte jedoch die komplette Hemmung und Stoßsicherung aus. Die vertikale Kupplung tauschte TAG Heuer gegen das von Eduoard Heuer erfundene Schwingtrieb. Platine, Brücken und Rotor erhielten eine andere Form. In den vergangenen fünf Jahren hat die Marke sein Chronographenkaliber stetig verbessert. 2017 folgte das Calibre Heuer 02 mit GMT-Funktion und einer sehr flachen und modernen Bauweise. Das Kaliber Heuer 02 kommt fast vollständig ohne Schrauben aus. Es besitzt das klassische Schaltrad und eine vertikale Chronographenkupplung.

TAG Heuer: Carrera Calibre Heuer 01 43 MillimeterTAG Heuer: Carrera Calibre Heuer 01 43 Millimeter
Bei der TAG Heuer Carrera Calibere Heuer 01 – 5.000 Euro

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Zenith ging wohl vergessen!

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