Stilkunde: 10 verschiedene Zeigerformen

Bildergalerie zeigt, welche Zeigerformen es bei Uhren gibt

Schon früh entwickelte sich ein erstaunlich vielfältiger Kanon an Zeigerformen, die bis heute häufig verwendet werden. Trotz ihrer Formenvielfalt ist ihnen eines gemeinsam – ihre Proportionen. So sollte der Stundenzeiger in der Regel ein Drittel kürzer und ein Fünftel breiter sein als der Minutenzeiger. Mit einem Gegengewicht versehen, sind der Sekunden- sowie der Stoppsekundenzeiger. Das Gegengewicht sorgt für die richtige Balance; bei den viel langsameren Minuten- und Stundenzeigern ist ein Gegengewicht hingegen meist rein dekorativer Natur. In der nachfolgenden Bildergalerie stellen wir Ihnen zehn verschiedene Zeigerformen vor:

Birnenförmige Zeiger gibt es in diversen Varianten, z.B. bauchig, skelettiert oder schlank. Hier ist die schlanke Version des “Poires” abgebildet. Gemeinsam ist ihnen die birnenförmige Spitze des Stundenzeigers.
Der Time Commander Bronze von Erwin Sattler besitzt Zeiger in Birnenform.
Nach dem Uhrmacher Abraham Louis Breguet sind bis heute beliebte und gern benutzte Zeiger benannt, deren prägnantes Merkmal eine durchbrochene Scheibe vor dem letzten Drittel des Zeigers ist.
Die von Abraham Louis Breguet gegründete Uhrenmanufaktur Breguet verwendet auch heute noch Breguet-Zeiger, zum Beispiel bei der Classique Tourbillon Extra-Plat Automatique 5367.
Zeiger in Dauphine-Form werden auch Schwertzeiger genannt.
Mit Dauphine-Zeigern ausgestattet: die Vacheron Constantin Les Cabinotiers Minutenrepetition Tourbillon Himmelskarte.
Auch der Feuille-Zeiger verdankt den Namen seiner Optik: Er erinnert an ein Blatt.
Longines verwendet bei der The Longines Heritage Classic Chronograph 1946 Zeiger in Blattform.
Zeiger in Kathedralen-Form werden häufig bei klassischen Uhrenmodellen eingesetzt.
Eine aktuelle Uhr mit klassischen Zeigern in Kathedralenform ist die 1858 Geosphere von Montblanc.
Der Lancette-Zeiger ist spitz zulaufend und mit abgerundeten Flanken versehen.
Lancette-Zeiger besitzt die Omega Constellation Gent.
Die Zeigerform Losange ist nur in kleinen Details vom Lancette-Zeiger zu unterscheiden.
Die Mühle-Glashütte Terrasport IV Bronze
Die Zeigerform "Louis XV" wurde hauptsächlich Ende des 19. Jahrhunderts produziert.
Ein Modell mit "Louis-XV"-Zeiger findet man mit der Friedrich August in der Kollektion von Lang & Heyne.
Der Mercedes-Zeiger ist ein für die Marke Rolex typischer Zeiger. Für eine bessere Haltbarkeit der Leuchtmasse nahm Rolex die Unterteilung im Stundenzeiger vor.
Mercedes-Zeiger bei der neuen GMT-Master II 'Batman' von Rolex
Unverschnörkelt und schlicht ist der Obélisque-Zeiger.
Die Cap Camarat Black Edition von Michel Herbelin besitzt Zeiger in Obélisqueform.

Die Variationsmöglichkeiten bei Zeigern sind außerordentlich vielfältig: Zeigerhersteller bieten in ihren Kollektionen abertausende verschiedener Designs an. Dennoch werden die Kunden im Angebot häufig nicht fündig, so dass Zeiger maßgefertigt werden. Die oben gezeigten Grundformen haben sich jedoch etabliert. Es gibt jedoch immer wieder Besonderheiten, wie beispielsweise die Snowflake-Zeiger von Tudor. Diese prägen seit 1969 das Gesicht der Tudor-Taucheruhren:

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Die neue Tudor Black Bay Bronze mit dunkelgrauem Zifferblatt
Die neue Tudor Black Bay Bronze mit dunkelgrauem Zifferblatt und dem typischen Snowflake-Zeiger

Wie Zeiger hergestellt werden, lesen Sie hier:
www.watchtime.net/nachrichten/wie-werden-zeiger-hergestellt

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Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im Juni 2015

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