Produkt: Download: Oris Aquis Regulateur „Der Meistertaucher” im Test
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Chronos testet die neue professionelle Taucheruhr mit Regulatorzifferblatt von Oris.

Stilkunde: 10 verschiedene Zifferblatt-Designs

Aktuelle Modelle, die markante Zifferblatt-Designs zeigen

Das Zifferblatt ist eine der wichtigsten Komponenten einer mechanischen Uhr, macht es doch die verschiedenen Funktionen des Uhrwerkes, das seine Dienste hinter den Anzeigen verrichtet, überhaupt erst sichtbar. Auf ihm müssen alle Informationen leicht zu erfassen und gut abzulesen sein. Das gelingt den Herstellern mal besser, mal schlechter. Denn das Zifferblatt bietet auch Gestaltungsraum, es verleiht einer Uhr ihr Gesicht. Einige Zifferblätter sind dabei so gut gestaltet, dass sie einen hohen Wiedererkennungswert für die Uhrenmarke mit sich bringen. In der Bildergalerie erfahren Sie Wissenswertes zu zehn markanten Zifferblatt-Designs und wir stellen Ihnen dazu passende, aktuelle Modelle vor:

Das Chronographen-Zifferblatt mit drei Hilfszifferblättern: Ein Chronograph mit drei Totalisatoren wird fälschlicherweise oft auch als Tricompax-Chronograph bezeichnet. Der Name "Tri-Compax" geht jedoch auf Uhren der 1940er-Jahre von Zenith und Universal Genève zurück, die vier Hilfszifferblätter bei 3, 6, 9 und 12 Uhr zeigten. Der Name bezog sich nicht auf die Menge der Hilfszifferblätter, sondern auf die Anzahl der Funktionen (Chronograph, Datum und Mondphase). Bei Chronographen mit v-förmiger Anordnung der Hilfzifferblätter befindet sich bei drei Uhr die Anzeige für die Stoppminuten, bei sechs Uhr der Totalisator für die gestoppten Stunden und bei neun Uhr die kleine Sekunde.
TAG Heuer Carrera 160 Years Silver Limited Edition mit Totalisatoren für gestoppte Stunden und Minuten bei Neun und Drei sowie kleiner Sekunde bei sechs Uhr
Das Chronographen-Zifferblatt mit zwei Hilfszifferblättern: Ein Chronograph mit zwei Totalisatoren auf dem Zifferblatt wird auch Bicompax-Chronograph genannt. Dieser Begriff entstand in Anlehnung an die Bezeichnung Uni-Compax (auch Compur genannt), die sich auf einen Chronograph mit Hilfszifferblättern bei 3 und 9 Uhr bezog. Dabei befindet sich der Stoppminuten-Zähler bei der Drei und die laufende Sekunde bei der Neun. Der Zähler für die gestoppten Stunden entfällt.
Der Carl F. Bucherer Heritage Chrono BiCompax Annual ist ein klassischer Bicompax-Chronograph, seine schwarzen Totalisatoren heben sich deutlich vom hellen Ziffebrlatt ab.
Das Regulator-Zifferblatt: Beim Regulator-Zifferblatt steht die Minute im Fokus. Ihr Zeiger läuft als einziger aus der Mitte heraus. Die Stunden und Sekunden liest der Träger dagegen auf Hilfszifferblättern ab. Als Regulatoren wurden ursprünglich sehr genau gehende Wand- oder Standuhren bezeichnet, die Uhrmacher zum präzisen Einstellen der Zeit benutzten. Denn die Zifferblattaufteilung ermöglicht nicht nur ein präzises Ablesen der Minute, sondern auch der Sekunde, da der Stundenzeiger diese nicht verdeckt. Erst in den 1980er-Jahren fand der Regulator schließlich ans Handgelenk.
Der Sirius Regulator Classic von Chronoswisse besitzt ein typisches Regulator-Zifferblatt.
Das Sandwich-Zifferblatt: Das Sandwich-Zifferblatt wird in erster Linie mit der italienischen Uhrenmarke Panerai in Verbindung gebracht. Es besteht aus zwei Schichten: der Leuchtschicht und dem Zifferblatt. Erstere befindet sich unter dem Zifferblatt. Ziffern und Indexe werden ausgeschnitten, so scheint die Leuchtmasse durch. Beim Sandwich-Zifferblatt entsteht dabei ein Eindruck von Tiefe. Panerai verzichtet bei diesem Zifferblatt-Design jedoch auf die Minutenindexe.
Bei der neuen Luminor Due 3 Days Automatic Acciaio 45 mm verzichtet Panerai für weitere Funktionsanzeigen gern auch einmal auf ausgewählte Ziffern des Sandwich-Zifferblatts.
Das Schiffschronometer-Zifferblatt: Der Schiffschronometer wird auch Marinechronometer oder Längenuhr genannt. Er wurde zur Bestimmung der geografischen Länge benutzt - ein immenser Fortschritt für die Seefahrt. Denn bis Ende des 17. Jahrhunderts konnten Seefahrer ihre exakte Position nur erahnen. Mithilfe der Berechnung des Zeitunterschiedes zwischen Heimathafen und der Uhrzeit an Bord, dem sogenannten Längengradunterschied, konnte die eigene Position bestimmt werden. Je präziser das Zeitmessinstrument, umso besser.
Der Marine Annual Calendar Chronometer von Ulysse Nardin bietet zusätzlich zur Zifferblattgestaltung eines Schiffschronometers (Gangreserveanzeige bei der Zwölf, kleine Sekunde bei sechs Uhr) die Funktionen eines Jahreskalenders. Diese bringt Ulysse Nardin geschickt innerhalb der kleinen Sekunde unter.
Zifferblatt mit stehend angeordneten arabischen Ziffern: Arabische Ziffern werden auf dem Zifferblatt meist stehend angeordnet. Sie sind besser als die römischen Ziffern ablesbar und werden deshalb auch für die Zifferblattgestaltung von Fliegeruhren verwendet.
Die Zenith Pilot Type 20 Rescue besitzt ein schiefergraues Zifferblatt mit zwölf arabischen Ziffern.
Das Zifferblatt "California Dial": Beim sogenannten California Dial trägt die obere Zifferblatthälfte römische Ziffern, die untere arabische. Diese Aufteilung soll insbesondere unter Wasser die Zeit intuitiv ablesbar machen. Rolex meldete für dieses Zifferblatt-Design 1941 das Patent an. Zur Namensgebung selbst gibt es verschiedene Theorien. Als in den 1970er-Jahren die Beliebtheit von Vintage-Uhren in den USA stark anstieg, soll es in Los Angeles, Kalifornien, einen Zifferblatt-Restaurator names Kirk Rich gegeben haben. Dieser restaurierte einige Zifferblätter mit diesem Design und wurde daraufhin so bekannt, dass zahlreiche Händler diese Art von Zifferblatt nur bei ihm aufarbeiten ließen. So begannen die Händler das Zifferblatt "California Dial" zu nennen. Dass das California Dial auch bei Panerai vorkommt, liegt daran, dass Rolex ihnen diese Zifferblätter lieferte, als Panerai noch ausschließlich Uhren für die italienische Marine herstellte.
Mit einem California Dial ausgestattet ist die Nomos Glashütte Club Campus Neomatik. Allerdings besitzt das Modell nicht durchgängig Zahlen, es wechselns sich arabische bzw. römische Zahlen mi Strichindexen ab.
Das Zifferblatt einer Fliegeruhr: Das Zifferblatt einer Fliegeruhr ist an seiner guten Ablesbarkeit zu erkennen. In der Regel werden die weißen und mit Leuchtmasse beschichteten Ziffern und Indexe auf einem schwarzem Grund platziert. Für eine höhere Genauigkeit beim Ablesen der Zeit weisen Fliegeruhren häufig eine gesonderte Minuterie auf. Oft ist auch anstatt der Zwölf ein auffälliges Dreieck, das sogenannte Orientierungsdreieck, gedruckt.
Das klassische Zifferblatt einer Fliegeruhr mit Orientierungsdreieck bei zwölf Uhr besitzt die Hamilton Khaki Pilot Pioneer Mechanical.
Zifferblatt mit radial angeordneten römischen Ziffern: Römische Ziffern auf dem Zifferblatt einer Uhr werden meist radial angeordnet, das heißt die Ziffern sind strahlenförmig, vom Zifferblattzentrum ausgehend, platziert. Uhren mit römischen Ziffern wirken meist klassisch und elegant. Die Verwendung von IIII anstelle von IV ist als "Uhrmacher-Vier" bekannt. Es wird vermutet, dass es in der Antike als Blasphemie galt, die „IV“ für die römische Vier zu verwenden. Denn I stand für J und V für U und ergab damit die Abkürzung für Jupiter.
Ein schwarzes Zifferblatt mit zwölf römischen Ziffern besitzt die Ebel Sport Classic Titanium
Das Zifferblatt einer Taucheruhr: Auch das Zifferblatt einer Taucheruhr muss eindeutig und gut ablesbar sein. Dafür wird punktuell großzügig Leuchtmasse auf das Zifferblatt aufgetragen. Denn bereits in zehn Metern Wassertiefe kann es sehr dunkel sein.
Die Mido Ocean Star Diver 600 verfügt über schwarzes Zifferblatt mit nachtleuchtenden Indexen. Auch die Zeiger und die Tauchzeitskala auf der Lünette der bis 60 Bar wasserdichten Taucheruhr sind mit Leuchtmasse versehen.

Fortlaufend aktualisierter Artikel, ursprünglich online gestellt im Juni 2015.

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Wie Zifferblätter hergestellt werden, erfahren Sie hier:
www.watchtime.net/uhren-wissen/zifferblatt-herstellung

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