Produkt: Download: Mühle-Glashütte ProMare Chronograph im Test
Download: Mühle-Glashütte ProMare Chronograph im Test
Chronos hat die brandneue Sportuhr von Mühle-Glashütte, den ProMare Chronograph, auf seine sportlichen und Alltagsqualitäten getestet.

Wie funktioniert der A. Lange & Söhne Triple Split?

Halbtagsstopp - Referenz- und Zwischenzeiten bis zu zwölf Stunden

Der Triple Split von A. Lange & Söhne ist der erste und einzige mechanische Schleppzeiger-Chronograph, der Zwischen- und Referenzzeiten bis zu zwölf Stunden festhalten kann. Damit bricht er den hauseigenen Rekord des Double Split, der 2004 erstmals vergleichende Zeitmessungen bis zu 30 Minuten erlaubte und seither seine Alleinstellung behauptete. Mit einem exakt springenden Rattrapante-Minutenzähler und einem kontinuierlichen Rattrapante-Stundenzähler erweitert der Triple Split nun den Messbereich der Rattrapante-Funktion auf das 24-Fache. Die Einsatzmöglichkeiten werden dadurch vielfältiger. Es lassen sich Zwischenzeiten festhalten und addieren oder Zeiten nacheinander beginnender Ereignisse erfassen.

A. Lange & Söhne: Triple Split
A. Lange & Söhne: Triple Split

Der A. Lange & Söhne Triple Split besitzt drei Stoppzeigerpaare – für 60 Sekunden, 30 Minuten und zwölf Stunden. Die drei Chronographen-Zeiger bestehen aus rhodiniertem Gold, die jeweils darüber angeordneten Rattrapante-Zeiger aus gebläutem Edelstahl. Die langen schmalen Zeiger aus dem Zentrum messen die Sekunde auf ein Sechstel genau.

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Zu diesem Zweck ist die filigrane Stoppsekundenskala am Zifferblattrand noch zweimal unterteilt. Die vergangenen Minuten werden von einem exakt springenden Minutenzählzeiger auf einem hellen Hilfszifferblatt bei vier Uhr angezeigt, während die Stunden kontinuierlich auf einem kleineren Hilfszifferblatt bei zwölf Uhr verstreichen. Zur Harmonie des Zifferblattes tragen zudem noch die permanente Sekunde bei acht Uhr und die Gangreserveanzeige in typischer Glashütter Auf/Ab-Manier bei sechs Uhr bei.

A. Lange & Söhne: Triple Split - Kleine Sekunde links, Stoppminutenzähler rechts, zwei Sekundenzählzeiger aus der Mitte
A. Lange & Söhne: Triple Split - doppelter Stundenzähler bei zwölf Uhr

Wie misst der Triple Split Zwischenzeiten?

Im Ruhezustand liegen die jeweiligen Chronographen-Zeigerpaare übereinander. Wird eine Zeitmessung begonnen, laufen sie gemeinsam los, bis sie durch Betätigen des Rattrapante-Drückers bei zehn Uhr getrennt werden. Die drei gebläuten Stahlzeiger bleiben dann stehen und geben eine Zwischenzeit an, während die bis dahin verdeckten rhodinierten Chronographen-Zeiger weiterlaufen. Durch eine zweite Betätigung des Rattrapante-Drückers holen die drei gestoppten die drei laufenden Zeiger wieder ein und setzen die Zeitmessung synchron mit ihnen fort.
Der auf 100 Exemplare limitierte Triple Split ist darüber hinaus mit einer Flyback-Funktion ausgestattet, die ebenfalls auf alle drei Zeigerpaare wirkt. Damit lässt sich der Chronograph bei laufender Zeitmessung durch Betätigung des Chronographen-Drückers bei vier Uhr auf Null stellen und sofort wieder starten.

A. Lange & Söhne: Triple Split, Rückseite mit demKaliber Kaliber L132.1
A. Lange & Söhne: Triple Split, Rückseite mit demKaliber Kaliber L132.1

Das Uhrwerk des A. Lange & Söhne Triple Split

Beim Manufakturkaliber L132.1 mit Handaufzug handelt es sich um ein von Grund auf neu entwickeltes Werk, das sich vom Kaliber L001.1 des Double Split in wesentlichen Punkten unterscheidet. Die Gangreserveanzeige wurde nach unten versetzt, um im oberen Bereich des Zifferblattes den Stundenzähler unterzubringen. Trotz des erweiterten Funktionsumfangs sind die zusätzlichen Bauteile so geschickt ins Werk integriert, dass die Gehäusemaße unverändert bleiben konnten. Die Realisierung eines Mechanismus, der drei Zeigerpaare synchron oder unabhängig voneinander steuert, ist eine enorme technische Herausforderung. Bereits ein einfacher Rattrapante-Mechanismus verfügt über zwei Zeiger, die auf ineinanderlaufenden Wellen befestigt sind. Im Fall des Triple Split ist diese Anordnung gleich dreimal vorhanden. Die mehrfach belegten Achsen verlangen ein Höchstmaß an Fingerspitzengefühl bei der Einstellung der Höhenspiele.

A. Lange & Söhne: Triple Split - Handaufzugkaliber L132.1
A. Lange & Söhne: Triple Split – Handaufzugkaliber L132.1

Der Stoppsekunden-Zeiger ist auf der äußeren, röhrenförmigen Chronographen-Zentrumwelle befestigt. Sie wird vom Uhrwerk über das Chronographen-Zentrumrad angetrieben. Fest mit ihr verbunden sind das Nullstellherz des Chronographen-Zentrumrads sowie das Rattrapante-Herz. Das Herz ist eine Kurvenscheibe, die es ermöglicht, einen Zeiger auf dem jeweils kürzesten Weg, im Uhrzeiger- oder gegen den Uhrzeigersinn, wieder auf null zu stellen. Im Fall des Rattrapante-Zeigers kommt ihr darüber hinaus die Aufgabe zu, diesen nach dem Stoppen einer Zwischenzeit wieder mit dem Stoppsekunden-Zeiger zu synchronisieren. Der über dem Stoppsekunden-Zeiger liegende Rattrapante-Sekundenzeiger ist auf der inneren Rattrapante-Zentrumwelle befestigt. Am unteren Ende trägt diese Welle das Rattrapante-Zentrumrad, auf dem der frei drehbare Rattrapante-Herzhebel befestigt ist, und das Isolatorrad.

Isolator-Mechanismus – eine patentierte Lange-Entwicklung

Der patentierte Isolator-Mechanismus ermöglicht, Zwischenzeiten ohne Amplitudenabfall zu nehmen. Wenn die Chronographen-Zeiger bei angehaltenen Rattrapante-Zeigern weiterlaufen, verursachen die auf den Rattrapante-Herzen gleitenden Hebel Reibungsverluste, die sich negativ auf die Gangstabilität auswirken. Beim Triple Split wird dieser Nachteil vermieden, indem bei angehaltenen Rattrapante-Zeigern zwei Isolatorräder auf dem Rattrapante-Sekundenrad und dem Rattrapante-Minutenzählrad die Hebel von den sich weiter drehenden Rattrapante-Herzen trennen. Der Stundenzähler bedarf einer solchen Vorrichtung nicht, da der Reibungsverlust an dieser Stelle aufgrund des hohen Drehmoments in Verbindung mit einer langsamen Drehung zu vernachlässigen ist.

A. Lange & Söhne: Triple Split, Rattrapante- und Isolator-Mechanismus im Kaliber L132.1
A. Lange & Söhne: Triple Split, Rattrapante- und Isolator-Mechanismus im Kaliber L132.1

Schauspiel der Technik auf übersichtlichem Zifferblatt

Wird der Chronograph gestartet, laufen alle drei Chronographen- und Rattrapante-Zeiger gemeinsam an. Dazu wird der Rattrapante-Herzhebel gegen die Flachseite des Rattrapante-Herzens gedrückt und sorgt so für die Mitnahme des Rattrapante-Zentrumrads. Somit sind die ansonsten getrennt beweglichen Chronographen- und Rattrapante-Zentrumwellen miteinander verbunden. Wird der Rattrapante-Drücker betätigt, bewegt der mit ihm verbundene Rattrapante-Schalthebel das Kolonnenrad um eine Position weiter. Daraufhin schließt sich die Rattrapante-Zange und hält das Rattrapante-Sekundenrad fest. Der Rattrapante-Sekundenzeiger bleibt stehen. Gleichzeitig halten die Minuten-Arretierfeder und der Stunden-Arretierhebel die Rattrapante-Minuten- und Stundenzähler an. Unterdessen setzen die drei Chronographen-Zeiger ihre Bewegungen fort. Wird der Rattrapante-Drücker erneut betätigt, öffnet sich die Rattrapante-Zange wieder, Minuten-Arretierfeder und Stunden-Arretierhebel werden weggedrückt. Die Rattrapante-Zeiger schließen augenblicklich zu den Chronographen-Zeigern auf. Ein Schauspiel der Technik auf dem grauen Zifferblatt aus massivem Silber, das trotz hoher Funktionlität übersichtlich bleibt. MaRi

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Produkt: Download: Hublot Big Bang Meca-10 im Test
Download: Hublot Big Bang Meca-10 im Test
Die Hublot Big Bang Meca-10 scheint geradewegs aus der Zukunft zu kommen. Bietet die Manufakturuhr auch technisch zukunftsweisendes? Chronos testet die Meca-10.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Also für mich bauen die die schönsten und besten Uhren auf diesem Planeten! Da kommt auch Patek nicht mit!

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