Woraus besteht Oystersteel von Rolex?

Fakt # 3 der Serie über Technologien, die Rolex einmalig machen

Thomas Wanka
von Thomas Wanka
am 17. Mai 2018

Rolex betreibt erheblichen Aufwand, seinen Uhren auch technologisch einen Vorsprung zu sichern. Wir zählen sieben Technologien exemplarisch auf: diesmal Oystersteel.

Rolex-Technologie #3: Oystersteel

Rolex hat sich beim Edelstahl bereits 1985 und als erste Uhrenfirma ausschließlich für die Legierung 904L entschieden. Edelstahl 904L stammt aus der Raumfahrt und wird in der chemischen Industrie eingesetzt. Er soll in seiner Korrosionsbeständigkeit mit Edelmetallen vergleichbar sein.

Rolex verwendete als erste Uhrenfirma ausschließlich Edelstahl 904L und nennt diesen Oystersteel.
Der Mittelteil eines Oystergehäuses aus Oystersteel.
Stränge aus Edelstahl 904L, wie ihn Rolex bereits seit 1984 verwendet.

Nach dem ersten Guss wird der Edelstahl erneut unter Vakuum geschmolzen, um die Legierung zu reinigen und Einschlüsse zu entfernen. Jede Charge wird im Rolex-Zentrallabor mit Hilfe eines Rasterelektronenmikroskops untersucht. Alle Komponenten aus Edelstahl fertigt Rolex komplett selbst im Haus und nennt das Material seit 2018 Oystersteel. Es gibt also keinen Unterschied zwischen Edelstahl 904L und Oystersteel. Die Legierung ist die gleiche, klingt aber besser. tw

Weitere Technologien, die Rolex einmalig machen:

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3s Kommentare zu “Woraus besteht Oystersteel von Rolex?”
  1. James Elsener

    Den Stahl der Güte 904L (Deutsche Werkstoffnummer 1.4539), den Rolex einsetzt wird noch einmal unter Vakkum geschmolzen. Der daraus resultierende Stahl ist reiner als es ein 904L nach den EN-Normen für Stahl zu sein hat. Der so erzeugte Stahl ist damit ein modifizierter 904L und Rolex bezeichnet ihn wohl deshalb als Oysterstahl, denn 904L mod. tönt wohl nicht so spannend.

  2. Ein Humbug vor dem Herren , was musste ich schon über diesen Werkstoff lesen ? härter noch glänzender kratzbeständiger ect. alles ein ausgemachter Schwachsinn ! Der Uhr und dem Träger kann es vollkommen schnuppe sein ob 904L oder 316L ! Sehen tut das kein Mensch !!

  3. Peter

    Die Überprüfung des Stahls unter Zuhilfenahme des Rasterelektronenmikroskops verhindert aber offensichtlich nicht, dass Uhren mit beschädigter Lünette im Handel landen. Jedenfalls hatte ich hier “Glück”. Der Kratzer ist nur in einem bestimmten Winkel und nur unter bestimmten Lichteinfall zu sehen. Sehr schön wäre es, wenn die Endkontrolle auch ähnliche Messverfahren hätte, oder zumindest eine Optik, die soetwas eben auch sichtet……

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