1. Sauerland Klassik: Tag zwei der Oldtimer-Rallye

Vom 1. bis 3. Oktober 2015 findet in und um Attendorn im Sauerland die 1. Sauerland Klassik statt. Die Oldtimer-Rallye verzeichnet über 100 teilnehmende Teams und auch Chronos, UHREN-MAGAZIN und Watchtime.net sind mit zwei Redakteuren vor Ort.

Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Eine Wertungsprüfung wird angekündigt. Gemessen wird in Hundertstelsekunden. Foto: Devin Sancakli
Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Eine Wertungsprüfung wird angekündigt. Gemessen wird in Hundertstelsekunden. Foto: Devin Sancakli

“Wertungsprüfungen” – für manch’ einen Experten sind sie der Grund für die Teilnahme an einer Oldtimer-Rallye, Einsteigern jagt allein der Begriff schon Angst ein. Fakt ist: Am zweiten Tag der Sauerland Klassik waren die Aufgaben deutlich komplizierter.

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Bei einer Wertungsprüfung gilt es, eine abgesteckte Strecke in einer bestimmten Zeit zurückzulegen. Das ist, da sich die Strecke auch über mehrere Kilometer ziehen kann, nicht so einfach, wie es auf Anhieb klingt. Am Anfang und Ende einer jeden Wertungsprüfung wird die Zeit des Teilnehmers festgehalten, die Messmethoden unterscheiden sich jedoch. Wird mittels einer Lichtschranke gemessen, startet die Zeit des Teams, sobald das Auto diese berührt. Ein wenig später wird die Messung ausgelöst, indem man einen Schlauch überfährt. Der Unterschied zwischen den beiden Messmethoden mag gering erscheinen. Doch da bei der Oldtimer-Rallye im Sauerland auf die Hundertstelsekunde genau gemessen wird, kann dies für Sieg oder Niederlage entscheidend sein. Wer die sekundengenaue Vorgabe einer Wertungsprüfung nicht trifft und die Strecke beispielsweise zu langsam abfährt, sammelt Strafpunkte.

Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Bei langen Wertungsprüfungen hilft es, die Strecke aus dem Roadbook zu reißen. Foto: Devin Sancakli
Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Bei langen Wertungsprüfungen hilft es, die Strecke aus dem Roadbook zu reißen. Foto: Devin Sancakli

Nach der Goldenen Rallye-Regel “Gute Vorbereitung ist der halbe Sieg” bereitet sich jedes Team anders auf die Prüfungen vor: Einige rechnen sich zur Orientierung die Durchschnittsgeschwindigkeit aus, andere befestigen die Karte, die bei langen Wertungsprüfungen dem Roadbook beiliegt, am Armaturenbrett. So kann der Fahrer sich während der Messung orientieren und der Beifahrer kann sich ganz auf das Stoppen der Zeit konzentrieren.

Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Bei einer Wertungsprüfung können auch mehrere Zeiten miteinander verschachtelt werden.
Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Bei einer Wertungsprüfung können auch mehrere Zeiten miteinander verschachtelt werden.

Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Auch die verschiedenen Messmethoden spielen bei einer Wertungsprüfung eine große Rolle - unabhängig ob es sich um eine kurze oder lange Strecke handelt.
Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Auch die verschiedenen Messmethoden spielen bei einer Wertungsprüfung eine große Rolle – unabhängig ob es sich um eine kurze oder lange Strecke handelt.

„Bei kurzen Wertungsprüfungen ist es oft am einfachsten, die Sekunden herunterzuzählen und den Fahrer machen zu lassen”, erklärte Peter Göbel, mehrfach Deutscher Rallyemeister und Veranstalter der 1. Sauerland Klassik, während des Rallye-Lehrgangs am ersten Tag. Zum Beispiel reicht es bei Strecken von 20 Metern oft, sich auf den Fahrer und sein Gefühl für das eigene Auto zu verlassen. Wenn der Beifahrer die Zeit dann, je nach Absprache, herauf- oder herunterzählt, kann der Fahrer die Strecke im Blick behalten und das Tempo entsprechend anpassen.

Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Jede Wertungsprüfung ist eine Herausforderung. Foto: Devin Sancakli
Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Jede Wertungsprüfung ist eine Herausforderung. Foto: Devin Sancakli

Komplizierter wird es, wenn mehrere Wertungsprüfungen miteinander verbunden sind. Solche drei- oder vierfachen Wertungsprüfungen können gleichzeitig beginnen, währenddessen sind aber verschiedene Zeit- und Kilometerangaben einzuhalten. Besonders wenn sich die Aufgabe über mehrere Kilometer zieht, ist die Wahl einer geeigneten Stoppuhr immens wichtig. Das musste auch das Redakteursteam bei den Wertungsprüfungen am zweiten Tag der Sauerland Klassik lernen. 

Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Speziell für die Messung der Wertungsprüfungen wurde der Rallye-Chronograph von Sinn Spezialuhren entworfen. Foto: Devin Sancakli
Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Speziell für die Messung der Wertungsprüfungen wurde der Rallye-Chronograph von Sinn Spezialuhren entworfen. Foto: Devin Sancakli

Bevor das Team ein bestimmtes Modell wählt, muss es sich entscheiden, ob es auf elektronische Hilfsmittel setzt. Wenn darauf verzichtet wird, fährt das Team in der sogenannten “Sanduhrklasse”. Dann sind während der Rallye und den Wertungsprüfungen ausschließlich mechanische Uhren erlaubt. Und für diese Variante entschieden sich Melissa Gößling, Redakteurin des UHREN-MAGAZINS, und Sophia Kümmerle, Transaction Editor bei Watchtime.net.

Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Wer in der "Sanduhrklasse" fährt, darf nur mit mechanischen Chronographen stoppen.
Oldtimer-Rallye, 1. Sauerland Klassik: Wer in der “Sanduhrklasse” fährt, darf nur mit mechanischen Chronographen stoppen.

Während der Pausengespräche und auch bei der Besichtigung der anderen Autos zeigte sich schnell, dass sie damit nicht alleine waren. Für viele Oldtimerliebhaber gehören zu betagten Fahrzeugen auch mechanische Uhren. Besonders oft sah man den Rallye-Chronographen von Sinn Spezialuhren. Diesen wählte auch unser Redaktionsteam. Wie sich die Uhren und natürlich unser Team bei der 1. Sauerland Klassik schlagen, erfahren Sie im morgigen Bericht – direkt von der Oldtimer-Rallye. sk

Hier finden Sie alle Artikel zur Oldtimer-Rallye:

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