3 typische Uhren von Girard-Perregaux

Die Traditionsmarke Girard-Perregaux setzt auf uhrmacherische Kompetenz und Ikonen

Jens Koch
von Jens Koch
am 26. Mai 2018

Die Wurzeln der Schweizer Manufaktur Girard-Perregaux reichen bis 1791 zurück. Bekanntheit erlangten die Uhren vor allem, seitdem sich Constant Girard Mitte des 19. Jahrhunderts den Präzisionsuhren und dabei vor allem den Tourbillons widmete.

Modell #1 von Girard-Perregaux: Tourbillon mit drei Goldbrücken

Die Ikone unter den Tourbillonuhren: Girard-Perregaux Tourbillon mit drei Goldbrücken.
Die Ikone unter den Tourbillonuhren: Girard-Perregaux Tourbillon mit drei Goldbrücken.

Als berühmteste Uhr aus der Geschichte von Girard-Perregaux kennt man das Tourbillon mit drei Goldbrücken. Diese Taschenuhr gewann 1867 eine Goldmedaille auf der Weltausstellung in Paris. Die Verbindung aus dem die Genauigkeit fördernden Tourbillon und der ästhetischen Lösung mit den schmalen Brücken, die auf beiden Seiten einen Pfeilkopf formen, fand trotz der hohen Preise schon im 19. Jahrhundert viele Liebhaber. Dazu passten die reich verzierten Goldgehäuse. ­Girard-Perregaux wurde zu einem der größten Tourbillonhersteller der Welt und das Tourbillon mit drei Goldbrücken zum bekanntesten Tourbillonwerk.

1991, zum 200. Firmenjubiläum, legte die Manufaktur dieses Tourbillon zum ersten Mal als Armbanduhr auf. Dabei konstruierten die Uhrmacher das Werk so, dass man die drei Brücken und das Tourbillon von der Vorderseite sehen kann, was die Uhr zu einem Vorreiter der sichtbaren Mechanik machte. Die größte Schwierigkeit besteht darin, den delikaten Tourbillonkäfig zu fertigen und zusammenzubauen: Er besteht bei einem Zentimeter Durchmesser und 0,3 Gramm Gewicht aus 80 Teilen. Auch die feine Endbearbeitung der Brücken, die Polituren und gebrochenen Kanten erfordern viel Können und einen enormen Zeitaufwand. Im 40 Millimeter großen Roségoldgehäuse und mit dem automischen Manufakturkaliber GP09600 kostet das aktuelle Drei-Brücken-Tourbillon 161.000 Euro.

Diese Ikone erweiterte Girard-Perregaux im Laufe der Zeit um zahlreiche Komplikationen wie eine Minutenrepetition und ein Drei-Achsen-Tourbillon. Mittlerweile gibt es auch Modelle mit zwei sichtbaren Brücken und ohne Tourbillon. Aber auch avantgardistische Ausführungen mit Brücken aus Saphirglas oder geschwärzten Brücken in moderner Form baut die Manufaktur.

Modell #2 von Girard-Perregaux: Laureato

Girard Perregaux Laureato 42mm Ceramic Frontansicht
Avantgarde durch und durch: die Girard-Perregaux ­Laureato in schwarzer Keramik.

Avantgardistisches Design ist auch das Thema der Laureato. 2016, zum 225-jährigen Bestehen der Marke, ließ Girard-Perregaux eine fast vergessene Uhr wiederaufleben. Die Laureato hatte ihren ersten Auftritt 1975 als Quarzmodell. Dem Zeitgeist der 1970er Jahre entsprechend, besaß sie ein leicht tonneauförmiges Gehäuse und eine achteckige Lünette. Vorreiter dieses Designs war 1972 die Audemars Piguet Royal Oak aus der Feder von Gérald Genta. Wie das Ursprungsmodell erschien auch die neue Laureato in Edelstahl mit einem Durchmesser von 41 Millimetern. Ein charakteristisches Merkmal dieser Uhr ist das integrierte Metallarmband, das nahtlos aus dem Gehäusemittelteil hervorgeht. Die breiten, H-förmigen Bandglieder sind satiniert, die gewölbten Verbindungselemente poliert. Das Zifferblatt trägt das waffelartige „Clous de Paris“-Muster.

Nach dem Erfolg des limitierten Jubiläumsmodells stellte Girard-Perregaux 2017 die Luxussportuhr in schwarzer Keramik vor. Dabei sind sowohl das 42 Millimeter große Gehäuse der Laureato 42 mm Ceramic als auch das Armband vor unerwünschten Kratzern gefeit. Das Material unterstützt den modernen Anspruch, den das Design in den 1970ern schon verkörperte. Trotz des harten Materials findet sich auch an diesem Modell das Spiel der teils satinierten und teils polierten Flächen. Mit 10,93 Millimetern Höhe gibt sich die Uhr flach und elegant. Dank 100 Metern Wasserdichtheit und dem kratzfesten Gehäuse scheut sie aber auch keine fordernden Einsätze – so soll es bei einer Luxussportuhr sein.

Den Antrieb übernimmt das neuere und mit 30 Millimetern schön große Manufakturkaliber GP01800 mit Automatikaufzug, das man durch ein getöntes ­Saphirglas im Boden betrachten kann. Die Laureato 42 mm Ceramic kostet 16.900 Euro.

Modell #3 von Girard-Perregaux: 1966

kleinen ­Komplikationen: die Girard-Perregaux 1966 Großdatum und Mondphase.
Klassische ­Eleganz mit kleinen ­Komplikationen: die Girard-Perregaux 1966 Großdatum und Mondphase.

In der Kollektion 1966 versammeln sich elegante Modelle, die sich am klassischen Ideal der Armbanduhren der 1960er Jahre orientieren. Vor allem die langgezogenen schmalen Indexe und die polierten Feuille-Zeiger sorgen für Eleganz. Als Gehäusematerial verwendet ­Girard-Perregaux hier neben Edelmetall auch Stahl, was für eine interessante Einstiegspreislage sorgt. Dazu kommen oft kleinere Komplikationen wie zum Beispiel eine zweite Zeitzone.

Bei der 1966 Großdatum und Mondphase kommt das bekannte Manufakturkaliber GP03300 zum Einsatz, das die Manufaktur um eine Mondphase und ein besonderes Großdatum erweitert. Die Kalenderanzeige kommt ohne mittleren Steg oder sichtbaren Spalt aus. Sie setzt sich aus zwei Scheiben zusammen: Auf der rechten, weißen Scheibe finden sich die erste Stelle und rechts daneben etwas Platz. Diesen Platz nutzt die linke, durchsichtige Scheibe mit den aufgedruckten Ziffern für die zweite Position. So entsteht das zweistellige Großdatum ohne Spalt. Im 40-Millimeter-Weißgoldgehäuse kostet das Modell 21.600 Euro. jk

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