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Die neue Nomos Tangente Neomatik mit Automatikwerk im Test des UHREN-MAGAZINS.

3 typische Uhren von Nomos Glashütte

Die Manafaktur setzt auf Design, eigene Mechanik und faire Preise

Nomos kommt aus der Kleinstadt und Uhrmacherhochburg Glashütte. Die Manufaktur denkt aber durchaus urban und setzt neben eigenen Werken auf ein modernes Design und die junge Zielgruppe. Wir zeigen drei typische Modelle der Glashütter Marke.

Modell #1 von Nomos Glashütte: Tangente

Die Nomos Glashütte Tangente 38
Die Nomos Glashütte Tangente 38 (Bild: Holger Wens / Fotografie)

Die Tangente gehörte 1992 zu den ersten Uhren, die Nomos-Gründer Roland Schwertner vorstellte. Sie ist das bekannteste ­Modell und gilt heute als Klassiker. Neben der ursprünglichen Gehäusegröße von 35 Millimetern (1.460 Euro) gibt es die Tangente auch in 33 und 38 Millimetern, mit Automatikwerk in 38, 39 und 41 Millimetern und als Tangente Sport Neomatik mit Kronenschutz und bis 300 ­Meter wasserdicht in 42 Millimetern. Sie ist mit und ohne Datum sowie mit Gangreserveanzeige erhältlich – und sogar als Weltzeituhr. Das Design entspringt dem Deutschen Werkbund, einer 1907 in München gegründeten Vorläuferbewegung der Designschule Bauhaus, und wurde vor dem Zweiten Weltkrieg von verschiedenen Uhrenherstellern verwendet. Der Werkbund setzt sich bis heute dafür ein, dass Handwerk und Maschinenarbeit kombiniert werden, was gute Produkte für ein breites Publikum ­erreichbar machen soll. Das gilt auch für die abgebildete Tangente in Originalgröße, die trotz hauseigenem Uhrwerk mit 1.620 Euro (in 38 Millimetern) ­erschwinglich bleibt. Das manufaktureigene Handaufzugkaliber Alpha ist das erste von Nomos ­entwickelte eigene Werk und verfügt über ein Glashütter Gesperr, ­Glashütter Sonnenschliff auf Sperr- und Kronrad sowie eine Dreiviertelplatine. Typisch ist auch das schwarze Horween-Genuine Shell-Cordovan-Lederband, an dem die Tangente, wie die meisten Nomos-Modelle, getragen wird.

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Modell #2 von Nomos Glashütte: Autobahn

Nomos Autobahn neomatik 41: alle drei Modelle
Nomos Autobahn Neomatik 41: alle drei Modelle (Bild: NOMOS Glashuette)

Autobahn ist nicht nur ein ­ungewöhnlicher Name für einen Zeitmesser – das 2018 vorgestellte Modell steht auch für das ausgefallene und frische Design, mit dem die Marke immer wieder die Uhrenwelt bereichert. Für diesen Zeitmesser zeichnet mit Werner Aisslinger ­einer der bekanntesten Designer der Gegenwart verantwortlich. Mehr als vier Jahre währte die Zusammenarbeit zwischen ihm und Nomos zum ‘Bau’ der Autobahn. An diese auch im Ausland ­bekannte Schnellstraße erinnert nicht nur die für Schilder typische blaue ­Farbe, sondern auch die Formen des Gehäuses mit steilen Überhöhungen und Kurven. Die Autobahn Neomatik Datum verfügt über ein vollkommen neu konstruiertes Manufakturkaliber: Das DUW 6101 ist das elfte hauseigene Werk und nach dem DUW 3001 von 2015 das zweite der Nomos-‘Neomatik’-Klasse. Die Bezeichnung steht für ‘neue Automatik’. DUW wiederum markiert als ‘Deutsche Uhrenwerke’ die Manufakturkompetenz von Nomos Glashütte. Für eine hohe Präzision sorgt insbesondere das mit einem Augenzwinkern ­benannte ‘Swing-System’, das man an der temperaturgebläuten ­Unruhspirale erkennen kann. Die Feder stammt von ­
e­inem deutschen Zulieferer, den Unruhreif fertigt Nomos selbst. Während der Baselworld 2014 hat die Marke nach sieben Jahren Forschung das Swing-System präsentiert. Es gehört einiges an Know-how dazu, die Unruh zu fertigen und Spiralen und Unruhn zu klassifizieren, sodass sie ein präzises Gangergebnis ermöglichen, sowie die beiden Teile zu verbinden. So wird Nomos unabhängig von der Swatch Group, von deren Tochter Nivarox die Marke davor alle Schwingsysteme bezog. Die Uhr kostet 3.800 Euro.

Modell #3 von Nomos Glashütte: Club Sport Neomatic

Nomos: Club Sport Neomatik
Nomos: Club Sport Neomatik (Bild: NOMOS Glashuette)

Die Club hat Nomos für ein jüngeres Publikum konzipiert; sie soll auch bei Schul- und Universitätsabschlüssen geschenkt werden. Das Einstiegsmodell Club Campus gibt es daher für günstige 1100 Euro ­einschließlich einer kostenlosen Widmungsgravur auf der Rückseite. Die hier gezeigte Club Sport ­Neomatik gibt sich etwas selbstbewusster und robuster als andere Nomos-Modelle: Das 42 Millimeter große Stahlgehäuse schützt mit Dichtungen, ­Saphirglas und Kronenschutz bis 300 Meter vor eindringendem Wasser. Ein roter ­Tubus warnt davor, ins Wasser zu gehen, wenn der Träger die Krone nicht komplett verschraubt hat. Die Wasserdichtheit vermerkt Nomos mit der englischen Einheit „1000 ft“ in Gold auf dem Zifferblatt. Bei den Anzeigen sorgt Superluminova für eine gute Ablesbarkeit. Die Club Sport Neomatik besitzt ein Metallband, das an frühere Stretcharmbänder erinnert. Im Innern arbeitet das gleiche hauseigene Automatikkaliber DUW 6101, das auch die ­Autobahn antreibt. Die Fertigungstiefe ist enorm: Etwa 95 Prozent kann Nomos in Glashütte selbst am Werk machen. Die neue Sportlichkeit kostet 3.220 Euro.

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Kommentar zu diesem Artikel

  1. Alles alte Hüte…
    Ich dachte, es werde drei neue Uhren vorgestellt.

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