3 verschiedene Materialien für Uhrenarmbänder

Wie Armbänder für Uhren aus Leder, Metall und Kautschuk entstehen

 Redaktion
von Redaktion
am 5. Oktober 2016

Ob Leder oder Metall, Kautschuk oder Textil, innovativ oder traditionell – Uhrenarmbänder sind mehr als eine bloße Befestigungen. Sie verkörpern Individualität, Lebensart und unterstreichen den Stil einer Uhr.

Material #1 für Uhrenarmbänder: Leder

Der Klassiker schlechthin ist aus Leder: Ein Lederband ist stets dezent und elegant, passt sich jedem Stil und jedem Design an. Doch Lederband ist nicht gleich Lederband: Es gibt ebenso feine Ausführungen, die hochempfindlich sind, wie superrobuste Varianten, die viele Strapazen mitmachen. Auch optisch, qualitativ und preislich gibt es große Unterschiede.

Vintage-Armbänder
Variationsreich: Auch Vintage-Armbänder gibt es in verschiedenen Farben und Mustern.

Herstellernamen wie Di-Modell, Eulit, Graf, Hirsch, Kaufmann, Morellato und Rios 1931 verbindet man mit qualitativ hochwertigen Bändern, die freilich auch ihren Preis haben. Immerhin sind sie handwerkliche Meisterwerke, die in mehr als 60 Arbeitsschritten entstehen. Günstigere Alternativen findet man in großen Kaufhäusern. Bei der Auswahl gilt es auch zu bedenken, welcher Beanspruchung ein Band standhalten muss. Wer viel mit Wasser in Berührung kommt und nicht auf Stahl oder Kautschuk ausweichen will, sollte ein wasserfestes oder gar wasserabweisendes Band wählen. Sehr viel empfindlicher und nicht empfehlenswert bei allzu feuchten Bedingungen sind Bänder, die lediglich als “spritzwassergeschützt” ausgewiesen sind. Allerdings ist nicht Wasser, sondern Schweiß der größte Feind des Leders. Er bewirkt langfristig farbliche Veränderungen und Brüchigkeit. Hochwertig verarbeitet, schlägt sich diese Qualität im Preis nieder.

Sattlernaht
Sattlernaht: Diese hochwertige Naht wird mit zwei Nadeln beidseitig ausgeführt und ist deshalb besonders stabil.

Freunde des soliden Sattler-Handwerks legen Wert darauf, dass ein Band genäht und nicht nur geklebt ist. Andere Fachleute halten gerade Bänder als qualitativ hochwertig, deren Leder fasertief verbunden ist, sodass sie gar nicht genäht werden müssen. Auch beim Aufbau eines Lederbandes gibt es unterschiedliche Auffassungen. Viele Fachleute bevorzugen ein Vollumbuggband, bei dem das Obermaterial rund um eine Einlage auf dem Futterleder aufgelegt und vernäht wird. Andere schätzen semi-rembordierte Bänder höher, bei denen das Oberleder bündig abschließend mit dem Futterleder verklebt wird. Als Ausgangsmaterial dient Leder von Rind oder Kalb, beliebt sind auch Exoten wie Kroko-, Straußen-, Hai- oder Rochenleder. Für die Qualität eines Lederbandes ist jedoch letztlich nicht nur die Lederart, sondern dessen Weiterverarbeitung beim Hersteller verantwortlich.

Alligator-Lederbänder
Alligator-Lederbänder in verschiedenen Farben
Weitere Informationen zur Herstellung und Qualität von Uhrenarmbändern aus Leder finden Sie hier.

Material #2 für Uhrenarmbänder: Metall

Wesentlich langlebiger sind Metallbänder, insbesondere solche aus Edelstahl. Der mit Stahlveredelungsmitteln wie Chrom oder Mangan legierte rostfreie Edelstahl zeigt sich unempfindlich gegen Wasser und Schweiß. Hin und wieder mit einer Nagelbürste, warmem Wasser und Seife gereinigt, bleibt ein hochwertiges Metallband lange schön. Zudem kann man ein massives Markenband so aufarbeiten lassen, dass es wieder wie neu wirkt.

Longines: Conquest Classic Moonphase, Bicolor
Longines: Conquest Classic Moonphase, Bicolor

Es gibt also gute Gründe, sich für eine Uhr mit Edelstahlband zu entschließen oder ein Lederband durch ein neues Edelstahlband zu ersetzen. Bei hochwertigen Uhren, so raten Experten, sollte der Uhrenbesitzer dafür den Gang zum Fachhändler antreten und ein Originalband auswählen. Denn kein anderes passt so gut zum Design einer Uhr. Der Anstoß ist nämlich speziell für das jeweilige Modell entworfen, sodass Uhr und Band zu einer Einheit verschmelzen.

Royal-Oak-Armband
Einzelstück: Bei dem Royal-Oak-Armband von Audemars Piguet gleicht kein Glied dem anderen.

 

Eine Alternative sind günstiger hergestellte Bänder, die allerdings nicht an den Uhren der großen Luxusmarken zu finden sind. Bei diesen preiswerten Metallbändern bestehen Teilstücke aus gefaltetem Blech, das gestanzt, gepresst und ineinander gerollt ist. Es gibt auch Uhrenbänder, die beides kombinieren: Massive Glieder werden durch gerollte Bleche miteinander verbunden. Bei einem prüfenden Blick kann ein solches Band der Ausstrahlung eines hochwertigen Massivbands jedoch nicht standhalten. Genaues Hinsehen ist überhaupt die beste Empfehlung, um Qualität zu erkennen. Wichtig ist auch, dass das Band in der Länge verändert werden kann – meist durch herausnehmbare Glieder neben dem Verschluss.

Weitere Informationen zur Qualität und Herstellung von Uhrenarmbändern aus Metall finden Sie hier.

Material #3 für Uhrenarmbänder: Kautschuk

Noch moderner und robuster als Edelstahl sind Uhrenarmbänder aus Kautschuk. Der Stoff ist hautverträglich, wasserdicht, lichtecht, dehnbar und sehr widerstandsfähig gegenüber mechanischen Einwirkungen. Heute wird das exotische Material ganz selbstverständlich mit Luxusuhren und Edelmetallen kombiniert.

Das neueste Design von Rolex: Yacht-Master mit Kautschukbarmband
Das neueste Design von Rolex: Yacht-Master mit Kautschukbarmband

Den Siegeszug in die Welt der Uhren trat Kautschuk 1980 an, als Hublot es wagte, eine goldene Luxusuhr mit dem “Plastikband” zu kombinieren. Heute ist ein luxuriöser Zeitmesser mit Kautschukband ein selbstverständlicher Bestandteil der Kollektion fast jeder anspruchsvollen Uhrenmarke. Dabei handelt es sich keineswegs um eine kostengünstige Alternative: Laut Hublot ist das Kautschukband in der Herstellung teurer als so manches Band aus Krokodilleder. Denn es entsteht nicht nur dank kostspieliger Innovationen, sondern auch durch anspruchsvolle und aufwändige Verarbeitung.

Weitere Informationen über die Qualität und Herstellung von Kautschuk-Armbändern finden Sie hier.

Hublot: Big Bang Unico
Hublot: Big Bang Unico

Ein wichtiges Thema bei modernen Armbändern ist auch der Materialmix: Kautschuk, Edelstahl, Kunststoffe, verschiedene Edelmetalle und Lederarten vereinen sich zu charakteristischen Befestigungsmöglichkeiten, welche durch ihre Robustheit oder ihr ausgefallenes Design bestechen.

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