Produkt: Download: Test der Loninges Heritage Military 1938
Download: Test der Loninges Heritage Military 1938
Retro in seiner schönsten Form: Die neue Longines Heritage Mililtary 1938 begeistert durch ausgewogene Schönheit. Chronos hat die Uhr getetest.

5 Retro-Uhren im Design der 70er

Zurück in die Zukunft

“Zurück in die Zukunft” – der häufig zitierte Filmtitel stammt zwar von 1985, passt aber ebenso gut zu Uhren im Siebziger-Jahre-Design: Sie führen uns zurück in eine Zeit, als die Welt den Aufbruch in die Zukunft wagte.

Retro-Uhr im Design der 70er #1: Hamilton PSR

Spacig war in den Siebzigern nicht nur die Architektur: Mit der Hamilton Pulsar, die 1970 als Prototyp und zwei Jahre später als limitierte Golduhr P1 erschien, läutete Hamilton sowohl optisch als auch technisch eine neue Ära im Uhrenbau ein.

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Noch futuristischer als das rechteckige Gehäuse mit gewölbten Flanken mutete der querformatige Bildschirm mit innovativer Leuchtdiodenanzeige an. 1973 kam dann die P2, die in Design und Bedienung das direkte Vorbild für die heutige Neuauflage namens PSR darstellt: Betätigte man den Drücker am rechten Gehäuserand, dann erschien die Uhrzeit in roten LED-Ziffern auf der dunklen Anzeige, und bei Halten des Knopfes wurden die verstreichenden Sekunden sichtbar.

Hamilton: PSR mit modernem Hybrid-Display
Die Hamilton PSR mit modernem Hybrid-Display

Heute verwendet Hamilton ein modernes Hybrid-Display, das die Technologien der reflektierenden Flüssigkristallanzeige (LCD) und der emittierenden organischen Leuchtdioden (OLED) vereint: Beim Betätigen des Drückers werden hellrote OLED-Ziffern in der bekannten Form als Punkte angezeigt, während das LCD-Display sicherstellt, dass die Uhrzeit auch bei Tageslicht gut ablesbar ist. Der größte Vorteil zum historischen Vorgänger ist jedoch der geringe Energieverbrauch. So muss die Batterie nicht mehr ständig gewechselt werden, wie es in den Siebzigern der Fall war.

Gehäuse: Edelstahl | Durchmesser: 40,8 x 34,7 Millimeter | Uhrwerk: Eta-Quarzkaliber | Preis: 695 Euro

Retro-Uhr im Design der 70er #2: TAG Heuer Monaco

Die Siebziger waren nicht nur eine Ära des technischen und ästhetischen Fortschritts, sondern auch die Hoch-Zeit des Motorsports. Nie waren Autorennen spannender, nie gefährlicher. Fahrer dieser Zeit rechneten jederzeit mit dem Schlimmsten, und wer Siege erringen konnte, wurde wie ein Held verehrt. Ein echter Klassiker unter den Rennsportuhren ist die TAG Heuer Monaco, die im vergangenen Jahr 50. Geburtstag feierte.

TAG Heuer: Monaco
Die TAG Heuer Monaco mit einem kleinen silberfarbenen Oldtimer zwischen ein und zwei Uhr

1969 vorgestellt, nahm sie das formen- und farbenreiche Design der Siebziger vorweg und erschien während der ersten Hälfte des Jahrzehnts in zahlreichen aufmerksamkeitsstarken Variationen. Diese Vielfalt ist der Monaco bis heute geblieben: Während die Ursprungsversion und das heutige Basismodell ein blaues Zifferblatt und silberfarbene Zähler besitzen, gibt es immer wieder auffällige Sondermodelle, die dem starken Grunddesign zusätzliche Finessen abgewinnen. Die neueste Special Edition hat die Uhrenmarke für den Automobile Club de Monaco entwickelt, der sie kürzlich zum offiziellen Zeitnehmer des Oldtimerrennens Grand Prix de Monaco Historique ernannt hat. Das Modell kommt in den Farben der Veranstaltung und zeigt deren Logo, einen kleinen silbernen Oldtimer, zwischen ein und zwei Uhr. Auf dem Saphirglasboden prangt der Schriftzug „Monaco Grand Prix Historique“.

Gehäuse: Edelstahl | Durchmesser: 39 x 39 Millimeter | Uhrwerk: Manufakturkaliber Heuer 02, Automatik | Exemplare: 1.000 | Preis: 6.500 Euro

Retro-Uhr im Design der 70er #3: Tissot Heritage 1973

Im Jahr 1973 – damals stieg Tissot als Partner des französischen Rennwagenbauers Alpine in den Motorsport ein – erschien ein Chronograph, der als Inspiration für die heutige Heritage 1973 diente. Tatsächlich ist die Neuauflage jedoch deutlich sportlicher als der historische Vorgänger und weckt damit erst recht Erinnerungen an das dynamische, kontrastreiche Uhrendesign der siebziger Jahre.

Tissot: Heritage 1973
Die Tissot Heritage 1973

Farblich abgesetzte Hilfszifferblätter und orangefarbene Stoppzeiger lassen sofort an Fahrzeugarmaturen denken, und das gelochte Lederband zitiert die für damalige Rennwagen typischen durchbrochenen Lenkradspeichen. Die Tachymeterskala zur Ermittlung von Durchschnittsgeschwindigkeiten mithilfe des Chronographen passt ebenfalls perfekt zu einer Rennsportuhr, die die wilden Siebziger wiederaufleben lässt.

Gehäuse: Edelstahl | Durchmesser: 43 Millimeter | Uhrwerk: Eta A05.H31 | Kaliber: Basis Valjoux 7753, Automatik | Preis: 1.940 Euro

Retro-Uhr im Design der 70er #4: Patek Philippe Nautilus

Die Nautilus ist ein so begehrter Dauerbrenner, dass man ihre frühe Entstehung im Jahr 1976 schon fast vergessen hat. Dabei steht der nur sehr schwer erhältliche Klassiker symbolhaft für die Aufbruchsstimmung, die damals im Uhrendesign herrschte: Das Gehäuse ist nicht rund und nicht oval, aber auch nicht richtig achteckig, damals völlig neuartige scharnierförmige Flanken erinnern an ein Schiffsbullauge, und weder die Zeigerform noch das gerillte Zifferblatt entsprachen klassischen Gestaltungselementen. Hinzu kam ein integriertes Metallband mit auffälligen Mittelgliedern, das das Konzept der Luxussportuhr in Edelstahl komplettierte. (Das Prinzip, eine neuartig designte Stahluhr mit sportlichen Qualitäten zum Preis einer Golduhr anzubieten, hatte Audemars Piguet bereits 1972 bei der Royal Oak angewendet.)

Patek Philippe: Nautilus
Die Patek Philippe Nautilus mit neuem Basiskaliber

Die heutige Nautilus mit drei Zeigern und Datum wurde im Jahr 2006 eingeführt und hat sich seitdem äußerlich nicht verändert. Dennoch – und trotz gleich gebliebener Referenznummer 5711 – ist die Uhr seit diesem Jahr eine Neue. Patek Philippe hat nämlich ohne viel Aufhebens ein neues Basiskaliber eingeführt und seine Siebziger-Jahre-Ikone als eines der ersten Modelle damit bestückt. Neben einigen Detailverbesserungen bietet das Kaliber 26-330 S C nun endlich den langersehnten Sekundenstopp, der ein exaktes Einstellen der Uhrzeit erst möglich macht.

Gehäuse: Edelstahl | Durchmesser: 40 Millimeter | Uhrwerk: Manufakturkaliber 26-330 SC, Automatik | Preis: 27.550 Euro

Retro-Uhr im Design der 70er #5: Zenith Chronomaster Revival Shadow

Die siebziger Jahre waren auch eine Zeit der neuen Materialien und Oberflächenveredelungen. 1970 präsentierte Citizen die erste Armbanduhr aus dem widerstandsfähigen Leichtmetall Titan, und langsam, aber sicher eroberten schwarze Beschichtungen den Markt. Zenith hatte bereits 1970 Pläne für einen schwarzen Chronographen, ließ diese aber schließlich fallen. Es sollten fast 50 Jahre vergehen, bis sich 2019 ein Prototyp fand, der die heutigen Designer zum Abschluss des historischen Projekts inspirierte.

Zenith: Chronomaster Revival Shadow
Die Zenith Chronomaster Revival Shadow mit dem legendären Automatikkaliber El Primero

Heraus kam die Chronomaster Revival Shadow, die dem ursprünglichen Design entspricht, aber zwei wesentliche Vorteile gegenüber dem Prototypen aufweist: Zum einen besteht das Gehäuse nicht aus beschichtetem und damit kratzempfindlichem Edelstahl, sondern bietet eine widerstandsfähige Oberfläche aus sandgestrahltem Titan. Und zum anderen arbeitet im Innern kein Handaufzugswerk, sondern das legendäre Automatikkaliber El Primero, das trotz seiner Zehntelsekunden-Stoppgenauigkeit und der damit verbundenen hohen Unruhfrequenz eine satte Gangreserve von 50 Stunden bietet. ak

Gehäuse: Sandgestrahltes Titan | Durchmesser: 37 Millimeter | Uhrwerk: Manufakturkaliber El Primero 4061, Automatik | Preis: 8.300 Euro

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Produkt: Download: Sinn Arktis 206 II im Test
Download: Sinn Arktis 206 II im Test
Die Chronos-Redaktion testet die neue Arktis 206 II von Sinn Spezialuhren. Die Marke hat ihren berühmten Taucherchronographen rundumerneuert.

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