5 Sammler-Tipps zur Rolex Red Submariner

Woran Vintage-Uhren-Fans eine echte Rolex Red Sub erkennen

 Redaktion
von Redaktion
am 30. September 2016

Woran erkennt man eine echte Rolex Red Sub? Was sollte man beachten, wenn man sich eine Referenz 1680 kaufen möchte? Die Red Submariner, so ihr vollständiger Name, gilt für viele als Einstieg in die Welt der Vintage-Uhren von Rolex. Um diesen Einstieg gelingen zu lassen, sind hier 5 Sammler-Tipps für Sie.

Rolex Red Submariner, versteigert bei Antiquorum in New York im Dezember 2015 für 11.250 US-Dollar
Rolex Red Submariner, versteigert bei Antiquorum in New York im Dezember 2015 für 11.250 US-Dollar

Hergestellt von 1967 bis 1980, war die Referenz 1680 die erste Submariner mit Datum. Bis 1974 wurde der Schriftzug „Submariner“ in Rot auf das Zifferblatt gedruckt. Heutzutage produziert Rolex fast jeden Bestandteil seiner Uhren selbst. Das war nicht immer so. Tatsächlich hatte die Marke in der Vergangenheit manchmal verschiedene Zulieferer für dasselbe Teil zur gleichen Zeit. Die daraus resultierenden kleinen Unterschiede in Design, Farbe und Materialien sind Teil der Faszination Vintage-Rolex.

Sammler-Tipp #1 zur Rolex Red Submariner: Am Zifferblatt erkennt man echte Vintage-Uhren

Bei der Red Sub liefert das Zifferblatt den eindeutigsten und schnellsten Beweis für die Echtheit der Uhr. In dem kurzen Produktionszeitraum von 1967 bis 1974 gab es nicht weniger als sechs Zifferblätter. Manche wurden sogar zur selben Zeit hergestellt und in verschiedenen Märkten verkauft. Die Zifferblätter werden heute mit Mark I bis Mark VI bezeichnet, wobei der deutlichste Wandel beim Wechsel von Mark III zu Mark IV auftrat: Die Submariner war wasserdicht bis zu einer Tiefe von 200 Metern oder 660 Fuß. Mark-I- bis Mark-III-Zifferblätter zeigen dies mit dem Schriftzug „200 m = 660 ft“ an und werden daher auch „Meters First“-Zifferblätter genannt.

Rolex Red Submariner: Bei den Mark-I- bis Mark-III-Zifferblättern stand noch die Meterangabe an erster Stelle
Rolex Red Submariner: Bei den Mark-I- bis Mark-III-Zifferblättern stand noch die Meterangabe an erster Stelle

Von Mark IV bis Mark VI änderte sich dies in „Feet First“, was auf die damals steigende Bedeutung des nordamerikanischen Marktes hindeuten könnte. Ein Mark-I-Zifferblatt unterscheidet sich zudem von Mark II und III durch seine geschlossenen Sechsen in der Fußangabe. Diese Version ist bei Weitem die seltenste, gefolgt von den Varianten Mark II und III.

Sammler-Tipp #2 zur Rolex Red Submariner: Ein Tropical Dial steigert den Wert

Der Begriff Tropical Dials bezeichnet das Phänomen, dass die Zifferblätter beim Altern ihre Farbe verändern, meist in Richtung Braun, wobei die Töne variieren. Dieser Farbwechsel, der wohl schon in den ersten Jahren durch viel Sonneneinstrahlung, Hitze oder Feuchtigkeit zustande kam, resultiert wahrscheinlich aus einer unstabilen oder unsauberen Farbmischung von Seiten der damaligen Zulieferer. Die Tropical Dials gelten als besonders schön und sind bei Sammlern hochbegehrt. Auch gealterte Leuchtmasse, deren Farbe sich von Weiß zu Gelb oder Braun verändert, steigert den Wert deutlich. Wichtig ist hierbei, dass der Farbton von Stundenmarkern und Zeigern zusammenpasst, weil dies auf den Originalzustand der Uhr hindeutet. Mark II und III sind die einzigen Modelle, bei denen die sogenannten Tropical Dials vorkommen. 

Tropical Dial: Braun verfärbte Zifferblätter und Lünetten steigern den Wert der Rolex Red Sub deutlich
Tropical Dial: Braun verfärbte Zifferblätter und Lünetten steigern den Wert der Rolex Red Sub deutlich

Sammler-Tipp #3: Was den Wert der Vintage-Uhren noch in die Höhe treibt

Wer eine sammelwürdige Red Sub sucht, sollte darauf achten, dass sowohl Referenz- als auch Seriennummer noch lesbar sind und das Gehäuse nicht durchgehend poliert aussieht. Bei den frühen Serien sollte außerdem ein Produktionsdatum in den Gehäuseboden eingeprägt sein, das zeitlich zur Seriennummer passt. In Sachen Lünette steigert ein Skalenring mit fetter Schrift den Wert gegenüber den späteren Versionen mit dünneren Minutenmarkierungen, da die fette Schrift mit höherer Wahrscheinlichkeit auf ein Originalteil hindeutet. Ein beschädigter oder fehlender Leuchtpunkt in der Nullmarkierung spielt keine besondere Rolle für den Wert der Uhr.

Sammler-Tipp#4 zur Rolex Red Submariner: Welches Werk das richtige ist

Werk und Uhr, müssen nicht zwangsläufig so zusammengehören, wie sie angeboten werden. Eine Uhr kann im Lauf ihres Lebens auch mit einem anderen Kaliber ausgestattet worden sein. Deshalb ist beim Kauf zu beachten: In der Red Sub findet sich immer das Automatikkaliber Rolex 1575, das den Vorgänger 1570 um eine Datumsanzeige ergänzte. Dieses Arbeitspferd tickt auch in anderen Vintage-Sportuhren von Rolex wie der GMT-Master Referenz 1675, der Sea-Dweller Referenz 1665 oder der Explorer II Referenz 1655.

Rolex Submariner der vierten Zifferblattgeneration (Mark IV): Hier wird die Tauchtiefe zuerst in Fuß und dann in Metern angegeben
Rolex Submariner der vierten Zifferblattgeneration (Mark IV): Hier wird die Tauchtiefe zuerst in Fuß und dann in Metern angegeben

Sammler-Tipp #5: Was man über die Bänder der Vintage-Uhren wissen sollte

Die Red Sub wurde üblicherweise mit der Bandreferenz 9315 ausgeliefert. Bei früheren Armbändern sollte das in die Schließe gestanzte Produktionsdatum in etwa mit dem Datum im Gehäuseboden übereinstimmen; allerdings sind Abweichungen von ein oder zwei Jahren keine Seltenheit.

Diese 5 Sammler-Tipps sind erste Hinweise zum Kauf einer Rolex Red Sub. Falls Sie noch kein Fachmann sind, sollten Sie in jedem Fall einen Kenner hinzuziehen, wenn Sie sich eines der begehrten Sammlerstücke zulegen wollen.

Text von Tariq Malik

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