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Weltpremiere-Test: Was passiert mit der Omega Globemaster im 7 Tesla starken MRT?

6 besonders kratzfeste Uhren

In beinahe jeder Preiskategorie gibt es besonders robuste Uhren

Auf der Suche nach einer Uhr, der Tischkanten und raue Wände nichts anhaben können? Wir stellen sechs besonders kratzfeste Uhren vor. Denn wer sich eine neue Uhr kauft, achtet zunächst einmal auf das Design. Form, Farbe und Größe müssen aufeinander abgestimmt sein und den persönlichen Geschmack treffen. Kriterien wie eine hohe Kratzfestigkeit der verwendeten Materialien werden meist mit bestimmten Einsatzzwecken in Verbindung gebracht. Natürlich brauchen Piloten oder Taucher besonders robuste Zeitmesser. Aber auch im Büro, bei der Gartenarbeit oder in der Küche erhalten Gehäuseoberflächen schnell Kratzer. Das mindert nicht nur den Wert, sondern auch die Freude beim Blick auf die Uhr.

Die Cerachrom-Lünette von Rolex besteht aus besonders kratzfester Keramik.
Die Cerachrom-Lünette von Rolex besteht aus kratzfester Keramik

Heutzutage gibt es eine große Bandbreite an Materialien für Gehäuse, Lünette und Armband. Traditionell kommen Goldlegierungen und vor allem Edelstahl zum Einsatz. Letzteres wird aufgrund seiner Eigenschaften häufig für Sportuhren verwendet. Dennoch ist auch Stahl nicht vor Kratzern gefeit. Das regelmäßige Ausbessern solcher Schönheitsfehler ist kostenintensiv und auch nicht unbegrenzt möglich. Eine Alternative stellen kratzfeste Materialien wie Keramik oder spezielle Veredelungsverfahren für Edelstahl dar, die diesen noch widerstandsfähiger machen. Dabei muss man nicht unbedingt tief in die Tasche greifen; in fast jeder Preiskategorie gibt es Uhrenhersteller, die innovative Lösungen anbieten. Manch einer, wie Damasko zum Beispiel, macht das neue Material sogar zu seinem Markenzeichen. Das Angebot ist vielfältig und beschränkt sich nicht nur auf sportliche Zeitmesser. Eines ist sicher: Diese Uhren werden nicht nur beim Kauf wie neu aussehen.

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Kratzfeste Uhr #1: Breitling Super Avenger Chronograph 48 Night Mission

Breitling: Super Avenger Chronograph 48 Night Mission
Breitling: Super Avenger Chronograph 48 Night Mission

Ein beliebter Weg, Stahl- oder Titanuhren kratzfester zu machen, ist die DLC-Beschichtung. Die Abkürzung steht für “diamond-like carbon”, also diamantähnlichen Kohlenstoff. Die Behandlung macht Oberflächen nicht nur härter, sondern verleiht ihnen dank ihrer dunklen Farbe auch eine ganz eigene Optik. Doch Vorsicht: Die DLC-Schicht ist zwar an sich härter als Edelstahl, aber bei zu harten Stößen, die den darunterliegenden Stahl verformen, kann die Beschichtung abplatzen. Optisch besonders spannend ist die anthrazitfarbene statt schwarze DLC-Beschichtung, die Breitling unter anderem für seinen Super Avenger Chronograph 48 Night Mission nutzt. Die Titanuhr verbindet Fliegeruhrendesign mit Taucheigenschaften wie einer einseitig drehbaren Lünette und einer Wasserdichtheit bis 300 Meter. Für den Antrieb der 48 Millimeter großen Uhr sorgt der Eta-Chronographenklassiker Valjoux 7750 mit Automatikaufzug und Chronometerzertifikat. Der große, aber leichte Sportchronograph ist für 5.750 Euro erhältlich.

Kratzfeste Uhr #2: Sinn Spezialuhren Modell 717

Sinn 717
Sinn 717

Mit der neuen 717 erinnert Sinn Spezialuhren an eine Borduhr mit zentralem Minutenzähler aus den 1970e-Jahren, die auch in den Tornado-Jet der Bundeswehr eingebaut wurde. Um das 45 Millimeter große Stahlgehäuse noch widerstandsfähiger zu machen, nutzt die Marken die sogenannte Tegiment-Technologie: Durch Kolsterisieren wird Kohlenstoff in den Stahl eindiffundiert. Dieser besetzt die Zwischengitterplätze, wodurch die Oberfläche des Edelstahls eine Härte von 1.200 Vickers erhält. Zum Vergleich: Ungehärteter Stahl (von Sinn) besitzt eine Härte von 220 Vickers. Zusätzlich wird das Gehäuse noch mit einer kratzfesten Hartstoffbeschichtung in Schwarz bedeckt. Das ist eine vorteilhafte Kombination, denn durch den tegimentierten Untergrund kann die schwarze Schicht nicht mehr so leicht abplatzen. Die Sinn-Trockenhaltetechnik mit Schutzgas, Viton-Dichtungen und einer Kapsel mit Kupfersulfatpulver, sorgt dafür, das Feuchtigkeit nicht in die Uhr gelangt und dort gebunden wird, sodass das Glas nie beschlagen kann. Angetrieben wird der Stopper vom Automatikkaliber Eta/Valjoux 7750, das mit einem selbst entwickelten Modul ausgestattet ist und so den zentralen Minutenzähler ermöglicht. Die innenliegende Drehskala wird durch Drehen der Lünette bewegt. Sinn hat für diese Uhr extra ein System entwickelt, das die Konstruktion bis 20 bar abdichtet.  Der Chronograph kostet 4.650 Euro mit Leder- und 4.950 Euro mit Silikonband.

Kratzfeste Uhr #3: Hanhart Pioneer Racemaster GTF

Hanhart Pioneer Racemaster GTF
Hanhart Pioneer Racemaster GTF

Für die Rennsportchronographen der Linie Pioneer Racemaster verwendet die Schwarzwälder Uhrenmarke Hanhart sogenannten HDSPro-Stahl, der laut Hersteller 100-mal kratzfester ist als der normalerweise verwendete Gehäusestahl 316L. Auf diese Weise wird beispielsweise die abgebildete Pioneer Racemaster GTF extrem resistent gegen physikalische Einflüsse und behält dennoch ihre normale Stahlfarbe. Im Innern des 45 Millimeter großen Gehäuses arbeitet ein Sellita SW 500 mit Automatikaufzug mit aufgesetztem Flyback-Modul von La-Joux-Perret zum augenblicklichen Stoppen, Nullstellen und Neustarten des Chronographen. 3.340 Euro kostet die Pioneer Racemaster GTF im Moment.

Kratzfeste Uhr #4: Rado Captain Cook High-Tech Ceramic

Rado: Captain Cook High-Tech Ceramic mit einem Gehäuse aus Plasma-Keramik und blauer Lünette
Rado: Captain Cook High-Tech Ceramic mit einem Gehäuse aus Plasma-Keramik und blauer Lünette

Die neue Captain Cook High-Tech Ceramic von Rado kommt mit einem Gehäuse und Armband aus Plasmakeramik, die dank Zufuhr von Gasen bei großer Hitze in einem patentierten Verfahren eine metallisch glänzende Oberfläche erhält. Die Tauchzeitskala ist aus blauer Keramik gefertigt und damit ebenfalls leicht und kratzfest. Für den Lünettenkorpus verwendet Rado gehärteten Edelstahl, sodass die neue Captain Cook ein robuster Begleiter am Handgelenk ist. Im Innern der 43 Millimeter großen und bis 30 Bar druckfesten Taucheruhr arbeitet das Automatikkaliber R734 auf Basis des Eta-Kalibers C07 mit skelettierten Oberflächen, Zierschliffen, aufwendiger Reglage und neuartiger Nivachron-Spirale aus einer magnetfeldresistenten Titanlegierung. Dieses zeigt sich hinter einem getönten Saphirglaszifferblatt. Kostenpunkt: 3.830 Euro

Kratzfeste Uhr #5: Oris AquisPro Date Calibre 400

Oris: AquisPro Date Calibre 400
Oris: AquisPro Date Calibre 400

Die neue Profitaucheruhr AquisPro Date Calibre 400 von Oris ist ein robuster Begleiter unter Wasser: Ihr 49,5 Millimeter großes Titangehäuse ist mit einer DLC-Beschichtung versehen, was sie noch widerstandsfähiger macht. Sie bietet eine extreme Wasserdichtheit bis 1.000 Meter und eine kratzfeste Keramikdrehlünette. Letztere muss mithilfe des umlaufenden Gummirings erst nach oben gezogen werden, bevor man die Skala auf den Minutenzeiger ausrichten kann. Anschließend wieder nach unten gedrückt, bietet dieses „Rotation Safety System“ maximalen Schutz gegen unbeabsichtigtes Verstellen. Ausgestattet ist der Taucher mit dem 2020 vorgestellten Manufakturkaliber 400 mit Automatikaufzug, das fünf Tage Gangreserve, einen effektiven Magnetfeldschutz und eine Garantie beziehungsweise Serviceintervalle von zehn Jahren bietet. Die AquisPro Date Calibre 400 ist für 3.900 Euro zu haben.

Kratzfeste Uhr #6: Damasko DC86 Green Black

Damasko: DC86
Damasko: DC86 Green Black

Der Fokus der bei Regensburg ansässigen Uhrenmarke Damasko liegt auf der Neukonstruktion von Uhrengehäusen und Bedienelementen. Die bayerische Manufaktur greift dafür auf eine Sorte Stahl zurück, die wegen ihrer speziellen Wärmebehandlung auch eisgehärteter nickelfreier Edelstahl genannt wird. Dieser Stahl ist für den Einsatz im Uhrengehäusebau patentiert und nur bei Damasko-Uhren zu finden. Er ist etwa viermal härter als der üblicherweise verwendete Edelstahl. Aufgrund seiner enormen Belastbarkeit kommt dieser Stahl überwiegend in der Luft- und Raumfahrt zum Einsatz. Bei der Herstellung wird die Stahlschmelze unter Druck mit Stickstoff angereichert. Stickstoff verringert den Anteil des Legierungsbestandteils Kohlenstoff, der zwar für eine hohe Härte sorgt, allerdings die Korrosionsbeständigkeit senkt. Die speziellen Gehäuse sind vollkommen durchgehärtet, was ein Verkratzen oder Durchbrechen praktisch unmöglich macht. Auch Krone, Drücker und Stahlband bestehen aus diesem Material. Bei der DC86 Green Black wird das bis 10 Bar druckfeste Gehäuse zudem noch in einem markeneigenen Verfahren geschwärzt. Diese “Damest”-Beschichtung ist dank des auf rund 700 Vickers gehärteten Untergrunds und einer verbindenden Zwischenschicht weit stabiler als herkömmliche PVD- oder DLC-Beschichtungen. Damasko baut das Chronographenkaliber Eta-Valjoux 7750 für die 42 Millimeter große Sportuhr auf einen zentralen Stoppminutenzähler um. So viel Funktionalität und Robustheit kostet 3.680 Euro.

Fortlaufend aktualisierter Artikel, erstmals online gestellt im August 2016.

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Die Zeitmesser der Aviator 8-Linie interpretieren die frühen Pilotenuhren von Breitling, ohne sie einfach nur zu kopieren. Wir checken, wie sich der B01 Chronograph Mosquito im modernen Alltag schlägt!

Kommentare zu diesem Artikel

  1. was nütst mir das gehärtete geheuse ,das glas ist der schwachpunkt.den so teure uhren trägt kein arbeiter bei der schicht.

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  2. Interessant zu lesen, wie Keramik und Titan im Gehäusebau eingesetzt werden!
    Vorschlag für einen Folge-Artikel, der das andere Extrem anspricht: „Kratzer erwünscht“! Uhrengehäuse aus Messing, Kupfer und Silber

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  3. Hier fehlt noch Seiko und Citizen.
    Sehr gute Erfahrungen habe ich mit meiner Citizen Diver Automatik 1000m mit Titan und Duratect gemacht, dazu noch die Seiko Landmaster Spring Drive Titan mit Super-Hard-Coating.

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  4. Uhren ohne Kratzer sind doch seelenlos. Überhaupt, diese ganzen Hightech-Materialien, das braucht kein Mensch. Wenn eine Uhr getragen wird, wird sie auch den einen oder anderen Kratzer abbekommen, na und?… naja, Saphirglas ist aber ok 😉

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  5. Guten Tag!
    Vielen Dank für Ihren Kommentar und Ihren Themen-Vorschlag. Beste Grüße, Ihr Watchtime.net-Team

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  6. Kratzresistentere Gehäuse sind sehr willkommen. Nicht jede Uhr bleibt ewig bei mir. Ich gebe sie mit besserem Gewissen ab, wenn die Uhren noch gut aussehen.

    Wenn ich grobe Arbeiten zu erledigen habe, trage ich eine G-Shock von von Casio. Ein bisschen also passe ich auf, dass die schöneren Uhren nicht mehr Kratzer bekommen als nötig.

    Archimede bietet bei den Outdoor-Uhren auch ein gehärtetes Gehäuse.

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  7. Und Dekla Uhren nicht vergessen… Hier ist ein Auszug von deren Webseite.
    “6Steel ist eine patentierte Innovation, die in Zusammenarbeit mit unserem deutschen Partner, der auf dem Gebiet der Hochtechnologie-Metallurgie unserer Gesellschaft tätig ist, entwickelt wurde. Es ist beachtenswert, dass für die Herstellung eines Gehäuses mehrere Arbeitsstunden benötigt werden. Bei dieser Technologie wird das Gehäuse mehrmals in der Atmosphäre von einem Kohlenstoff-Gasgemisch erwärmt.Dies führt zur Diffusion der Atome des Kohlenstoffes im Metall und zur Bildung einer Schicht auf der Oberfläche mit einer Dicke von 30µm, welche eine Festigkeit von 1300 Hv nach der Vicker Skala erreicht (diese Schicht ist um einiges fester als üblicher Edelstahl).”

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  8. „Wer hat’s erfunden“ : RADO aus Lengnau CH
    Seit über 40 Jahren werden dort kratzfeste Uhren hergestellt.
    Hätte unbedingt zur Aufzählung dazugehört.

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  9. Genau, Rado, Master of Materials, High-Tech Plasma.

    Kratzfestes auch bei Formex in der Leggera.

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  10. Wenn Uhren trotz ihrer hohen Kratzfestigkeit doch einmal einen Kratzer abgekommen, kann dieser nicht mehr “herauspoliert” werden. Meistenfalls muss dann das Teil (Gehäuse/Lünette etc.) kostenintensiv ersetzt werden. So hat dieser Vorteil eben auch eine Kehrseite.

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  11. DLC Beschichtungen (wie hier bei Breitling) sind hauchdünn. Schlägt man irgendwo an, gibt es Risse bzw. Kratzer, die man nicht rauspolieren kann. (Eierschaleneffekt). Ich habe schon heavy used DLC Beschichtungen gesehen, da kommen einem die Tränen und das bei einer Uhr über 5.000 €…

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  12. Das ist Quatsch, vertrauen Sie einem Saphirglas, das alle hier genannten Uhren verwenden. Und diese sind deutlich dicker als in einer feinen Dresswatch. Es geht ja um die Kratzfestigkeit und nicht darum, mit einem Vorschlaghammer auf die Uhr zu schlagen. Im allgemeinen täglichen Gebrauch haben sie an eine Uhr mit normalem Stahlgehäuse, auch ohne daß sie es merken, nach kurzer Zeit Mikrokratzer. Das ist normal und die kommen auch ohne die Uhr ”bei der Schicht” zu tragen. Eine gehärtete, kratzfeste Uhr hingegen, übersteht Jahre ohne einen einzigen Kratzer im (normalen) Alltag

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