6 Uhren, die niemand erwartet hätte | Baselworld 2017

Corum, Hermès, MB&F und Co zeigen ausgefallene Uhren

Gwendolyn Benda
am 11. April 2017

Man kann es als Effekthascherei abtun oder sich über die Kreativität in Design und Mechanik freuen – Fakt ist: Es gab auf der Baselworld 2017 neben Varianten bestehender Modelle und Neuauflagen von Vintageuhren auch Uhren zu sehen, die aus dem Rahmen fallen, die so niemand erwartet hätte. Hier sind sie – viel Spaß beim Schauen und Staunen!

Die größere Version der Qlocktwo W 39 mit 39 Millimetern Kantenlänge.
Die größere Version der Qlocktwo W 39 mit 39 Millimetern Kantenlänge.

Ausgefallene Uhr #1: Biegert & Funk QlockTwo W 39

Wer es nicht so mit den Zahlen hat, kann auf die QlockTwo W 39 von Biegert & Funk zurückgreifen. Sie bietet ein Zifferblatt ganz ohne Nummern und Zeiger, dafür mit reichlich Buchstaben. Auf Knopfdruck erscheint die Zeit: Dann werden die Buchstaben beleuchtet, die für die – auf fünf Minuten genaue – Anzeige in Worten gebraucht werden. “Es ist halb acht”, steht nun etwa dort zu lesen. Das Prinzip stammt ursprünglich von einer Wand- und Standuhr, auch eine Armbanduhr gibt es damit bereits. Neu an der QlockTwo W 39 ist, dass sie in der Gehäusegröße gewachsen ist und die Anzeige der Minuten ganz am Original orientiert. Denn sie zeigt die Minuten über Leuchtpunkte in den Gehäuseecken; für jede weitere Minute, die seit der ausgeschriebenen Uhrzeit vergangen ist, leuchtet ein weiterer Punkt. Ein wenig zählen muss man mit dieser Uhr also doch.
Gehäuse: Edelstahl, 39 x 39 Millimeter | Uhrwerk: Quarz | Preis: 1.070 Euro

Corum: Bubble Big Magical
Corum: Bubble Big Magical

Ausgefallene Uhr #2: Corum Bubble Big Magical

Auch die Corum Bubble Big Magical kommt ohne Ziffern aus, setzt aber auf eine völlig andere Ästhetik als die des geschriebenen Wortes. Sie zieht den Betrachter mit ihrem Blick in den Bann. Die Zeitanzeige mittels Ringen, die Stunden und Minuten auf einer um das Auge laufenden Skala markieren, wird dabei zur Nebensache. Doch die Uhr setzt nicht nur auf Äußerlichkeiten, sondern arbeitet mit einem automatischen Manufakturkaliber.
Gehäuse: Titan, 52 Millimeter | Uhrwerk: CO 390, Automatik | Preis: 7.150 Euro

Favre-Leuba: Raider Bivouac 9000
Favre-Leuba: Raider Bivouac 9000

Ausgefallene Uhr #3: Favre-Leuba Raider Bivouac 9000

Die neu belebte Schweizer Marke Favre-Leuba setzt klar auf Zahlen: In der Raider Bivouac 9000 kommt ein mechanischer Altimeter zum Einsatz, der Höhen bis 9.000 Meter über dem Meeresspiegel anzeigen kann. Unverzichtbar dabei ist ein Aneroidbarometer, also ein Instrument zur Messung des Luftdruckes mithilfe einer luftdichten Dose. Dieses versorgt auch eine Hektopascal-Anzeige mit Information, sodass der Träger über durch Hoch- oder Tiefdruckgebiete veränderte Wetterbedingungen informiert ist. Die Platzierung dieser Anzeige bei der Drei und die des Höhenmessers im Zentrum erlaubt das Handaufzugskaliber, das auf einem Werk von Eterna Movement basiert und von Favre-Leuba um Module für die Gangreserveanzeige und den Höhenmesser ergänzt wurde. Etwas Mathematik wird dem Träger zusätzlich abverlangt: Der zentrale rote Zeiger weist die Höhe bis 3.000 Meter aus, das Gegenstück zum Hektopascal-Zeiger zählt die Tausender. Es rückt pro einer drittels Drehung des zentralen Zeigers um eine Stelle vor. Die Hunderter werden auf 50 Meter genau vom zentralen Zeiger abgelesen und addiert. Im Bild oben beträgt die insgesamt angezeigte Höhe also 4.700 Meter.
Gehäuse: Titan, 48 Millimeter | Uhrwerk: FL311, Handaufzug | Preis: 7.900 Euro

Hermès_ Slim d'Hermès L'heure impatiente
Hermès: Slim d’Hermès L’heure impatiente

Ausgefallene Uhr #4: Hermès Slim d’Hermès L’heure impatiente

Die Slim d’Hermès L’heure impatiente verbindet Wecker, Countdown und Schlagwerk zu einer charmanten Funktion. Wie ein Wecker bietet sie die Möglichkeit, eine Uhrzeit in der Zukunft zu wählen, an die der Träger erinnert werden möchte. Eine Stunde davor setzt sich der Zeiger der retrograden 60-Minuten-Anzeige in Bewegung. Erreicht er die Null, also den gewünschten Zeitpunkt, wird das Schlagwerk ausgelöst. Die Funktionen sind Teil eines hauseigenen Hermès-Automatikwerks. Hinter der Konstruktion steht der Gedanke, dass es für jeden Träger einen Moment gibt, den er sehnlich erwartet.
Gehäuse: Rotgold, 40,5 Millimeter | Uhrwerk: H1912, Automatik | Preis: 31.000 Euro

Konstantin Chaykin: Joker
Konstantin Chaykin: Joker

Ausgefallene Uhr #5: Konstantin Chaykin Joker

Wenn die Zeiten nicht so gut sind, verschafft Konstantin Chaykins Joker Aufmunterung. Stunden und Minuten zeigen zwei Scheiben mit jeweils einem schwarzen Punkt, jede dreht sich in ihrem Zifferblattausschnitt. Für die Mondphasenanzeige bewegt sich eine weitere Scheibe mit rotem Mondsymbol durch ein halbkreisförmiges Fenster. Zusammen ergeben die Anzeigen das Bild eines Clownsgesichts, das mit den Augen rollt und dem Betrachter die Zunge herausstreckt. Das sieht lustig aus, braucht allerdings handfeste Mechanik, für die Konstantin Chaykin ein eigenes Modul entwickelt hat.
Gehäuse: Edelstahl, 42 Millimeter | Uhrwerk: Eta 2824, Automatik | Preis: 7.000 Euro

MBF: Destination Moon
MB&F: Destination Moon

Ausgefallene Uhr #6: MB&F Destination Moon

Einmal selbst auf dem Mond spazierengehen oder (vielleicht noch besser) jemand anderen dorthin katapultieren, davon träumt wohl jeder einmal. Ein Stück näher kommt man dem mit der Destination Moon von MB&F: Der Zeitmesser – Stunden und Minuten liest man von den schwarzen Ringen ab – ist zwar für den Tisch gedacht, sieht aber aus wie eine Mondrakete und gibt so eine prima Projektionsfläche für Träumereien jeglicher Natur ab.
Gehäuse: Edelstahl, 41,1 Zentimeter Höhe, 23,3 Zentimeter Durchmesser | Uhrwerk: L’Epée, Handaufzug | Preis: 22.100 Euro

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