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Im Supertest vergleicht die Chronos-Redaktion die Omega Speedmaster

7 GMT-Uhren für Vieltelefonierer

Die besten Uhren für Telefonkonferenzen im Homeoffice

Unser Alltag hat sich in den letzten Wochen grundlegend geändert, und das nicht nur privat, sondern auch im Beruf. Wer vor Kurzem noch regelmäßig ein Flugzeug bestieg, um Geschäftspartner im Ausland zu treffen, sitzt heute im heimischen Arbeitszimmer und bespricht das Wichtigste per Telefonkonferenz oder Skype.

Hilfreich, um verschiedene Zeiten im Blick zu behalten: die Lange 1 Zeitzone von A. Lange & Söhne

Die neue Situation verändert auch die Welt von Uhrenfans: Vielreisende verließen sich gern auf GMT-Uhren, bei denen man den Hauptstundenzeiger schnell und einfach auf die neue Ortszeit am Zielort einstellen kann, und zwar am besten in Stundenschritten und ohne das Werk anzuhalten. Bei solchen Uhren weist ein unauffälliger Zusatzzeiger weiterhin die Heimatzeit aus – vorzugsweise im 24-Stunden-Format, damit man auf einen Blick erkennt, ob es zu Hause gerade Tag oder Nacht ist.

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Nun ist das genaue Gegenteil gefragt: Man möchte vom Hauptstundenzeiger weiterhin die eigene Zeitzone ablesen und den unscheinbaren Zusatzzeiger unkompliziert und ohne Anhalten des Werkes auf eine ausländische Zeit einstellen können. Wir zeigen Uhren, die das können, und erklären ihre jeweilige Bedienung.

Uhr #1 für Vieltelefonierer: Chopard L.U.C GMT One

Chopard: L.U.C GMT One
Chopard: L.U.C GMT One

Chopard bietet mit seiner L.U.C GMT One den Basistyp der Zeitzonenuhr für Daheimgebliebene: Über die Krone bei zwei Uhr lassen sich Uhrzeit und Datum korrigieren; bei der Zeiteinstellung bewegt sich der orangefarbene 24-Stunden-Zeiger mit. Zieht der Träger die Zusatzkrone bei vier Uhr, so kann er den 24-Stunden-Ring in Stundenschritten vorwärts und rückwärts drehen, um sich eine zweite Zeitzone anzeigen zu lassen. Dabei sind die Tagstunden von acht bis 18 Uhr auf dem Ring heller, die Nachtstunden dunkler hinterlegt. Das Datum korrespondiert, wie es sich für eine Zeitzonenuhr gehört und auch bei allen folgenden Modellen der Fall ist, mit der Hauptzeit im Zwölf-Stunden-Format.

Gehäuse: Edelstahl, 42 mm | Uhrwerk: Manufakturkaliber 01.10-L, Automatik | Preis: 9.640 Euro

Uhr #2 für Vieltelefonierer: Oris Big Crown ProPilot Calibre 114

Oris: Big Crown ProPilot Calibre 114
Oris: Big Crown ProPilot Calibre 114

Oris geht mit seiner Fliegeruhr Big Crown ProPilot Calibre 114 noch einen Schritt weiter und ermöglicht über die Krone eine Einstellung des 24-Stunden-Zeigers in Halbstundenschritten. Damit trägt die Schweizer Marke dem Umstand Rechnung, dass einige Länder wie Indien oder Afghanistan halbstündige Abweichungen von den Standardzeitzonen aufweisen. Um das Ablesen und Einstellen zu erleichtern, finden sich auf der 24-Stunden-Skala am Zifferblattrand Punkte zwischen den Stundenzahlen.

Gehäuse: Edelstahl, 44 mm | Uhrwerk: Manufakturkaliber 114 mit zehn Tagen Gangreserve und Gangreserveanzeige, Handaufzug | Preis: 5.500 Euro

Uhr #3 für Vieltelefonierer: Lehmann Intemporal Dual Time

Lehmann: Intemporal Dual Time
Lehmann: Intemporal Dual Time

Noch präziser als die Oris-Fliegeruhr lässt sich die elegante Intemporal Dual Time der Schwarzwälder Uhrenmarke Lehmann einstellen: Über die Krone kann der Träger die zweite Zeitzone völlig unabhängig vom Hauptzifferblatt justieren, während die zentralen Zeiger weiterlaufen und somit die genaue Zeit bewahren. Auf diese Weise ermöglicht Lehmann zusätzlich zu halbstündig abweichenden Zeitzonen auch noch viertelstündige Verschiebungen, die zum Beispiel in Nepal oder auf den Neuseeländischen Chatham-Inseln gelten.

Gehäuse: Rotgold, 42 mm | Uhrwerk: Manufakturkaliber LS0006, Automatik, Chronometer | Preis: 23.500 Euro

Uhr #4 für Vieltelefonierer: A. Lange & Söhne Lange 1 Zeitzone “25th Anniversary”

A. Lange & Söhne fügt der Zeitzonenthematik einen weiteren Aspekt hinzu: die Vorprogrammierung der 24 Standardzeitzonen. Dazu verfügt die Lange 1 Zeitzone, die es seit 2019 auch als Sondermodell mit blauen Anzeigen gibt, über einen Drehring mit 24 Referenzorten. Dieser ist mit dem kleinen Zifferblatt für die zweite Zeitzone (rechts unten) gekoppelt. Schaltet man über den Drücker bei acht Uhr den Zeitzonenring weiter, so springt der kleine Stundenzeiger in Stundenschritten, wodurch für jede Zone immer die richtige Uhrzeit bestehen bleibt. Dabei zeigt ein kleines Dreieck im zugehörigen Zifferblatt nach außen auf die ausgewählte Zeitzone. Die zweite Zeitzone wird im Zwölf- statt 24-Stunden-Format angezeigt, weshalb Lange eine – leicht überlappende – Tag-Nacht-Anzeige eingefügt hat. Der Drücker bei der Zehn dient dem Weiterschalten des Lange-typischen Großdatums.

A. Lange & Söhne: Lange 1 Zeitzone "25th Anniversary"
A. Lange & Söhne: Lange 1 Zeitzone “25th Anniversary”

Übrigens lässt sich die Lange 1 Zeitzone auch als Reiseuhr nutzen, bei der die Zeitzone des Reiseziels im großen Zifferblatt angezeigt wird. Zu diesem Zweck kann der Träger die Zeiten in den beiden Hilfszifferblättern vertauschen, nachdem er in der kleinen Anzeige die neue Zeitzone eingestellt hat. Dazu ist allerdings eine komplizierte Kombination aus Verstellen des Städterings, Festhalten des Drückers und Korrigieren der großen Zeitanzeige nötig.

Gehäuse: Rotgold, 41,9 mm | Uhrwerk: Manufakturkaliber L031.1, Handaufzug | Limitierung: 25 Exemplare | Preis: 49.000 Euro

Uhr #5 für Vieltelefonierer: Hanhart S 105 OE GMT

Mit zweiter Zeitzone: Hanhart S 105 OE GMT
Hanhart: S 105 OE GMT

Neben den gezeigten Manufakturuhren mit einfach zu verstellender Zusatzanzeige gibt es selbstverständlich auch entsprechende Modelle mit zugelieferten Standardkalibern. Der seit Jahrzehnten etablierte Klassiker ist das Automatikwerk Eta 2893, das vor einigen Jahren im Sellita SW 330 ein weitgehend baugleiches Pendant fand. Sein Zusatzzeiger für die zweite Zeitzone im 24-Stunden-Format wird über die Krone in Stundenschritten weitergeschaltet. Zu den zahlreichen Herstellern, die auf das bewährte Kaliber zurückgreifen und damit Zeitzonenuhren zu attraktiven Preisen anbieten können , gehört Hanhart mit seiner militärisch inspirierten S 105 OE GMT. Der Zusatzzeiger fügt sich ebenso dezent in die kontrastreiche Zifferblattgestaltung ein wie die korrespondierenden kleinen Stundenzahlen am Zifferblattrand.

Gehäuse: PVD-beschichteter Edelstahl, 40 mm | Uhrwerk: Eta 2893 oder Sellita SW 330, Automatik | Preis: 1.290 Euro

Uhr #6 für Vieltelefonierer: Breitling Navitimer Chronograph GMT 46

Breitling: Navitimer Chronograph GMT 46
Breitling: Navitimer Chronograph GMT 46

Wer ein Basiskaliber mit schnell verstellbarer zweiter Zeitzone und zusätzlichem Chronographen sucht, landet ganz schnell beim Eta-Automatikwerk Valjoux 7754. Dieses Uhrwerk findet sich in zahllosen Modellen von Einsteigerchronographen bis hin zu Luxussportuhren wie der Breitling Navitimer Chronograph GMT 46. Zieht man die Krone auf die mittlere Position, lässt sich in einer Drehrichtung das Datum verstellen, während in der anderen der 24-Stunden-Zeiger in Stundenschritten weiterspringt. Die zugehörige 24-Stunden-Skala liegt bei der Navitimer relativ weit innen, denn der Zifferblattrand bleibt in Verbindung mit der Rechenschieberlünette dem Lösen von Dreisatzaufgaben vorbehalten.

Gehäuse: Edelstahl, 46 mm | Uhrwerk: Valjoux 7754, Automatik, Chronometer | Preis: 6.720 Euro

Uhr #7 für Vieltelefonierer: Rolex GMT-Master II

Was ist eigentlich mit der Zeitzonenuhr schlechthin, der Rolex GMT-Master II? Eignet sie sich tatsächlich nicht für den Geschäftsalltag im heimischen Büro? Doch, tut sie: Der Modellklassiker ist zwar eine typische Reiseuhr mit stundenweise verstellbarem Hauptstundenzeiger für die Ortszeit und 24-Stunden-Zeiger für die Heimatzeit. Aber dank der Drehlünette lässt sich im Homeoffice trotzdem schnell und unkompliziert eine zweite Zeitzone darstellen: Einfach den 24-Stunden-Ring auf den 24-Stunden-Zeiger ausrichten fertig!

Rolex GMT-Master II
Rolex: GMT-Master II

Diese Lösung haben viele andere Hersteller übernommen unter anderem, weil die Zeitzonenfunktionen der meisten Basiskaliber eben keinen separat verstellbaren Hauptstundenzeiger bieten. Den hatte übrigens auch die Rolex GMT-Master bei ihrer Vorstellung im Jahr 1954 noch nicht! Er kam erst 1982 mit der GMT-Master II. ak

Gehäuse: Edelstahl und Roségold, Keramiklünette, 40 mm | Uhrwerk: Manufakturkaliber 3285, Automatik, Chronometer | Preis: 13.850 Euro

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Produkt: Chronos Digital 05/2018
Chronos Digital 05/2018
Schwerpunkt-Thema Schweiz +++ Test: Breitling Navitimer 8, Rolex GMT-Master II +++ Patek Philippe vs. Audemars Piguet +++ Uhren unter 1000 € +++

Kommentare zu diesem Artikel

  1. Can you advise on some alarm watches?

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  2. You can read more about alarm watches in this article: https://www.watchtime.net/uhren-wissen/armbandwecker/

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