A. Lange & Söhne: Drei für Ferdinand

Auf 265 Exemplare limitiert: die 1815 Mondphase
Auf 265 Exemplare limitiert: die 1815 Mondphase

Als Hommage an Ferdinand Adolph Lange, der seine Uhrenmanufaktur 1845 in Glashütte gegründet hatte, legt A. Lange & Söhne eine dreiteilige Sonderedition auf. Neben einer leicht abgewandelten Zifferblattgestaltung fällt vor allem die Farbgebung auf: Lange hat ein eigenes 18-karätiges Gold entwickelt, das durch die Beimischung von Mangan und Silizium sowie durch eine Temperaturbehandlung deutlich härter als herkömmliches Gold und sogar härter als Platin wird. Die Manufaktur nennt den Goldton honigfarben, wobei der neutrale Betrachter wohl eher von einem blassen, fast stahlfarbenen Roségold sprechen würde. In einem der neuen Goldgehäuse ist zunächst einmal die zweite Auflage der 1815 Mondphase untergebracht. Das Handaufzugskaliber ist bis auf abgewandelte, strahlen- und wellenförmige Zierschliffe und einen Unruhkloben aus dem „honigfarbenen” Gold dasselbe geblieben. Es überzeugte bereits ab 1999 in der ersten Auflage der Uhr durch seine hochpräzise Mondphase: Dank einer speziellen Übersetzung weicht diese erst nach 1058 Jahren um einen Tag von den tatsächlichen Gegebenheiten ab. Dieses Maß an Präzision kostet im neuen Gewand 18.500 Euro; die Uhr ist 265-mal erhältlich.

In Preis und Limitierung exklusiver ist das neue Lange 1 Tourbillon: 130.000 Euro müssen die Käufer der 150 Exemplare hinlegen.

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Ebenfalls aus Honig-Gold: die Lange 1 Tourbillon
Ebenfalls aus Honig-Gold: die Lange 1 Tourbillon

Die Neuauflage hat nicht nur die hauseigene Goldfarbe erhalten, sondern wurde auch technisch auf den neuesten Stand gebracht: Dank einem patentierten Sekundenstoppmechanismus, den Lange vor zwei Jahren im Modell Cabaret Tourbillon präsentierte, lässt sich die Zeit nun exakt einstellen. Weil man die v-förmige Unruhstoppfeder sichtbar machen wollte, wurde der Zifferblattausschnitt vergrößert, sodass die Großdatumsscheibe nun in den Tourbillonausschnitt ragt. Damit man dennoch den Durchblick behält, bestehen die Scheiben nun aus Saphirglas und werden im Großdatumsfenster weiß hinterlegt.

Nur 50-mal erhältich: der Tourbograph „Pour le Mérite“
Nur 50-mal erhältich: der Tourbograph „Pour le Mérite“

Mit 385.000 Euro das teuerste Jubiläumsmodell ist der Tourbograph „Pour le Mérite”. Der Schleppzeigerchronograph mit Tourbillon sowie Antrieb über Kette und Schnecke entspricht aus technischer Sicht dem 2005 vorgestellten Platinmodell, dessen 51. und letztes Exemplar erst vor kurzem verkauft wurde. Neu sind wiederum die Gehäusefarbe und die Werkverzierungen, die sich allerdings aufgrund der aufwendigen Kaliberkonstruktion nur auf wenige Oberflächen erstrecken. ak

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