Audemars Piguet: Die Leserreise in die Schweiz 2015

Mit der UHREN-MAGAZIN-Redaktion im Schweizer Jura

Thomas Wanka
von Thomas Wanka
am 23. Juni 2015

Mit Audemars Piguet besuchten wir gestern auch eine der wenigen Manufakturen, welche sich noch in Besitz derGründerfamilie befindet. Zunächst besuchten wir das Museum, wo uns bereits Christoph Guhl erwartete. Er führte uns durch Museum und Manufaktur, wobei wir im Museum auch erfuhren, wann und wie das Vallée de Joux durch vertriebene Hugenotten aus Frankreich urbar gemacht und besiedelt wurde. Die im langen Winter nicht mögliche Landwirtschaft musste wirtschaftlich überbrückt werden. Das vorhandene Eisenerz in Verbindung mit dem mitgebrachten handwerklichen Geschick ermöglichte es, die erzwungene Auszeit in dem schneereichen Hochtal durch Anfertigung von Uhrwerkskomponenten gewinnbringend zu nutzen. Diese wurden im Frühjahr in Genf verkauft oder gegen Saatgut getauscht. Daraus haben sich ganze Familiendynastien entwickelt, welche das Geschäft betreiben, wie uns der Stammbaum der Familien Audemars und Piguet im Museum wandgroß demonstriert. Aber nicht nur wertvolle Taschenuhren, Minutenrepetitionen und Ewige Kalender stehen in den Vitrinen, auch der Royal Oak, einer Kultur aus dem Jahr 1972, kreiert von Gérald Genta, ist ein eigener Raum gewidmet. Ebenfalls hier untergebracht ist das Atelier für Tourbillons, wo wir den Uhrmachern über die Schulter anschauen dürfen. In einem weiteren Atelier treffen wir auf zwei Künstler ihres Faches: Hier werden alte Audemars Piguet-Uhren wieder restauriert. Entscheidend dafür ist neben uhrmacherischem Können ein Tresor voller alter Ersatzteile, den sogenannten Furnituren. Nach diesen Vorlagen können Ersatzteile für alte Uhren wieder angefertigt werden, dafür kommen die gleichen Werkzeuge zum Einsatz wie sie die Uhrmacher früher verwendeten. Weiter ging es nach Le Sentier, wo wir die Fabrik für die Zifferblätter der Royal Oak besuchten. Mit Guillochier-Maschinen aus den 1950er Jahren werden hier die Royal Oak-Zifferblätter angefertigt. Ein Pantograf überträgt das Grund-Muster von der Schablone und der „Rosette“ auf die Messingplatte der zukünftigen Zifferblätter. Erst unter dem Mikroskop erkennt man, dass das schachbrettartig wirkende Muster aus unmerklichen Schrägen besteht, da ein rund laufendes Werkzeug keine geraden Linien fertigen kann. Als krönender Schluss betraten wir den neuen Showroom im Hauptgebäude, wo in offenen Fächern an den Wänden die nahezu vollständige aktuelle Kollektion breit steht, und intensiv bestaunt und vor allem angelegt werden darf. tw

Christophe Guhl von Audemars Piguet stand uns auch abends noch zum Fachsimpeln zur Verfügung.
Christophe Guhl von Audemars Piguet stand uns auch abends noch zum Fachsimpeln zur Verfügung.

Auch Angélique Defresne von Audemars Piguet Deutschland war eigens angereist und zeigte die Kollektion.
Auch Angelique Defresne von Audemars Piguet Deutschland war eigens angereist und zeigte die Kollektion.
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