Produkt: Download Test der Tudor Black Bay P01
Download Test der Tudor Black Bay P01
Die Tudor Black Bay P01 basiert auf einem Prototyp der 1960er-Jahre und enthüllt einen nur wenig bekannten Aspekt der Tudor-Markengeschichte. Das UHREN-MAGAZIN testet das Serienmodell der Gegenwart.

Auf Mission: Von Militäruhren inspirierte Zeitmesser

Vom Militär inspirierte Zeitmesser

Wie Jeeps, GPS und Internet, begannen einige der heute beliebten Armbanduhrenmodelle als Militärprojekte. In diesem Artikel stellen wir fünf moderne Zeitmesser vor, deren Vorfahren auf Bestellung für Soldaten, Marine-Seeleute und Piloten hergestellt wurden.

Moderne Militäruhr #1: Panerai Submersible Verde Militare – 42 Millimeter

Panerai: Submersible Verde

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Panerai‘s Submersible-Linie geht auf ein Prototyp-Modell zurück, das in den 1950er-Jahren für die ägyptische Marine hergestellt wurde. Das Modell Verde Militare (PAM01055) erinnert stark an diese Ursprünge mit seinem dunklen, militärisch grünen Zifferblatt, das die erste Verwendung der Farbe auf einem Tauchboot darstellt (Verde ist “grün” in Panerai’s Muttersprache Italienisch). Das 42-Millimeter-Gehäuse aus gebürstetem Stahl ist sowohl mit einer einseitig drehbaren Tauchlünette als auch mit dem Panerai-eigenen brückenförmigen Kronenschutz ausgestattet, der die verschraubte Krone (und damit die 300-Meter-Wasserdichtigkeit des Gehäuses) sichert. Die Indexe und Zeiger des Zifferblatts leuchten im Dunkeln oder unter Wasser blau-grün, während hinter dem Zifferblatt ein hauseigenes Uhrwerk tickt, das automatische Kaliber P.900, das eine Gangreserve von drei Tagen (72 Stunden) in einem einzigen Federhaus besitzt. Die Verwendung dieses außergewöhnlich dünnen Uhrwerks, das zuvor in den Luminor Due-Modellen von Panerai verwendet wurde, erlaubt es, das Gehäuse entsprechend dünn zu gestalten – nur 14,37 Millimeter. Die Uhr wird an einem grünen Kautschukband mit einer Trapezschließe aus gebürstetem Stahl getragen. Preis: 8.700 Euro

Moderne Militäruhr #2: Blancpain Tribute to Fifty Fathoms No Rad

Blancpain: Tribute to Fifty Fathoms No Rad
Blancpain: Tribute to Fifty Fathoms No Rad

Die Tribute to Fifty Fathoms No Rad basiert auf einem historischen Vorgänger aus den 1960er-Jahren, der speziell für die Kampfschwimmer der deutschen Marine entwickelt wurde. Die als BUND RPG1 bekannte Uhr trägt auf dem Gehäuseboden die Gravur „Bundeswehr“. Besonderes Merkmal der Uhr damals wie heute: das gelb-rote Logo „no radiations“ auf dem Zifferblatt bei sechs Uhr. In den sechziger Jahren wurde die Schädlichkeit von radioaktivem Radium, das auch als Leuchtmittel für Uhren verwendet wurde, bekannt. Das Logo auf dem Zifferblatt machte dem Träger deutlich, dass hier kein Radium zum Einsatz kam und er sich die Uhr folglich „unbedenklich“ an den Arm legen konnte. Die aktuelle 40,3 Millimeter große Tribute to Fifty Fathoms No Rad zeigt sich mit einem mattschwarzen Zifferblatt. Ziffern, Zeiger, Indexe und die Tauchzeitskala auf der einseitig drehbaren Saphirglaslünette sind mit „Old Radium“-Superluminova beschichtet, um den Vintage-Look zu unterstreichen. Das Gehäuse verfügt über eine Wasserdichtigkeit von 300 Metern, die für militärisches Tauchen geeignet ist. Im Innern der auf 500 Stück limitierten Taucheruhr arbeitet das Manufakturkaliber 1151 mit Automatikaufzug, das eine Gangreserve von 100 Stunden bietet. Diese kommen aus zwei Federhäusern, die in Anlehnung an historische Uhren der Marke über einen offenen Rotor aufgezogen werden. Diese heute untypische Geometrie diente früher dazu, die Schwungmasse flexibler zu lagern, um bei einer Erschütterung die Beschädigung des Uhrwerks zu verhindern. Getragen wird die 13.070 Euro teure Uhr am schwarzen Kautschukband.

Moderne Militäruhr #3: Tudor Black Bay P01

Tudor: Black Bay P01
Tudor: Black Bay P01

Als Lieferant von Uhren für die U.S. Navy entwickelte Tudor 1967 einen Prototyp für eine neue, taktische Taucheruhr, die eine Reihe von Spezifikationen der US-Regierung erfüllte und die eingestellte Oyster Prince Submariner ersetzen sollte. Dieser Prototyp, mit dem Codenamen “Commando” wurde nie in Serie produziert, aber sein Design inspirierte die moderne Black Bay P01 (“Prototyp 1”). Die moderne Uhr lehnt sich an das Original an, das ein 42-Millimeter-Stahlgehäuse, eine Krone bei 4 Uhr und eine beidseitig drehbare, verschließbare Lünette besaß. Die Lünette mit bidirektionaler Tauchskala kommt mit einem Blockiersystem in einem klappbaren Element bei 12 Uhr. Das gewölbte Zifferblatt weist gemalte Leuchtindexe und die “Snowflake”-Zeiger auf, die seit 1969 auf Tudor-Taucheruhren zu finden sind. Das Gehäuse verfügt über eine Wasserdichtigkeit von 200 Metern. Im Inneren befindet sich der COSC Chronometer-zertifiziertes Kaliber MT5612, mit einer Gangreserve von 70 Stunden und einer Unruh-Spiralfeder aus Silizium. Die Black Bay P01 kommt mit einem Armband mit Kautschukboden und braunem Lederbesatz, das, wie im Design des Prototyps, durch satingebürstete Stahlaufsätze mit dem Gehäuse verbunden ist. Preis: 3.720 Euro

Moderne Militäruhr #4: Hanhart 417 ES

Hanhart: 417 ES
Hanhart: 417 ES

Hanhart lieferte von 1957 bis 1962 den Flieger-Chronographen 417 E (verchromtes Messing) beziehungsweise 417 ES (Edelstahl) an die deutsche Bundeswehr. Im vergangenen Jahr legte die deutsche Uhrenmarke die legendäre Handaufzugsuhr im Edelstahlgehäuse unter dem historischen Namen 417 ES neu auf. Der Chronograph ist um drei auf 42 Millimeter gewachsen übernimmt jedoch viele historische Details: Die Lünette besitzt nach wie vor eine rote Markierung und lässt sich beidseitig drehen, Zifferntypografie und Markenlogo entsprechen dem Original, und auch die Zeiger erinnern, mit Ausnahme des Stoppsekundenzeigers, an den ehemaligen Ausrüstungsgegenstand der Bundeswehr. Die Neue stattet Hanhart mit einem kratzfesten Saphir- statt Kunststoffglas aus, und im Innern tickt anstelle des damaligen Manufakturkalibers ein modernes Großserienwerk. Es handelt sich um ein Sellita SW 510 M, wobei das M für “manuell” steht und die Handaufzugsversion des bekannten Kalibers bezeichnet. Getragen wird die 1.790 Euro teure 417 ES an einem sogenannten Bund-Armband mit Lederunterlage.

Moderne Militäruhr #5: Longines The Longines Heritage Military Marine Nationale

Longines: The Longines Heritage Military Marine Nationale
Longines: The Longines Heritage Military Marine Nationale

Die The Longines Heritage Military Marine Nationale stammt aus Longines‘ historischem Erbe und ist eine zeitgenössische Replik einer Uhr, die Longines als Referenz 5774 im Jahr 1947 für die Besatzungen der französischen Marine herstellte. Die damalige Militäruhr trug auf ihrem Gehäuseboden die Gravur „M. N.“, was für „Marine Nationale“ stand. Jene Bezeichnung findet sich im Namen der neuen Uhr wieder: Sie heißt The Longines Heritage Military Marine Nationale. Vom Original übernimmt die Neuauflage das klar gestaltete Zifferblatt mit großen arabischen Zahlen und die Form der drei zentralen Zeiger. Damit die Zeit auf dem goldfarbenen, leicht gekörnten Zifferblatt gemäß den heutigen Ansprüchen auch bei Nacht gut ablesbar ist, versieht die Schweizer Uhrenmarke Indexe und Zeiger mit brauner Superluminova. Auch das Edelstahlgehäuse erinnert stark an das Vorbild, sein Durchmesser wächst jedoch von 33,5 Millimetern auf 38,5 Millimeter. Damals wie heute bleibt der Gehäuseboden der Uhr geschlossen. Ihr Automatikwerk, das automatische Eta-Kaliber A31.L11, ist exklusiv bei Longines erhältlich und kommt mit Silizium-Spiralfeder und 64 Stunden Gangreserve. Preis: 1.900 Euro.

Doch nicht nur Militäruhren wurden für bestimmte Zwecke konzipiert; auch bei anderen Einsatzuhren steht die Funktion im Vordergrund. Wir zeigen euch hier weitere Einsatzuhren, die besonders robust und zuverlässig sind.

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Produkt: Download: Vergleichstest Eindrücker-Chronographen von Hanhart, Longines und Montblanc
Download: Vergleichstest Eindrücker-Chronographen von Hanhart, Longines und Montblanc
Ein Drücker und zwei Counter: Die Chronographen von Hanhart, Longines und Montblanc zitieren in zweierlei Hinsicht die Geschichtsbücher. Das UHREN-MAGAZIN hat sie getestet.

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