Breguet: Die Superkomplikation

Breguet Hommage à Nicolas G. Hayek

Rüdiger Bucher
von Rüdiger Bucher
am 1. April 2011
Eine der aufregendsten Uhren der Baselworld 2011: Grande Complication „Hommage à Nicolas G. Hayek“, Referenznummer 7887
Eine der aufregendsten Uhren der Baselworld 2011: Grande Complication „Hommage à Nicolas G. Hayek“, Referenznummer 7887

Eine der aufregendsten Uhren der Baselworld 2011 war für das Publikum gar nicht zu sehen: Breguet arbeitet derzeit an einer Armbanduhr, die nach Aussage des Hauses noch komplizierter sein soll als die berühmte „Marie-Antoinette“. Sie wäre damit die komplizierteste Armbanduhr der Welt.

Marc Hayek, der nach dem Tod seines Großvaters Nicolas G. Hayek die Manufaktur Breguet führt, weihte einige wenige Journalisten in das Geheimnis ein: In einem abgeschlossenen Raum auf dem Breguet-Stand zeigte er, für das Gros der Messebesucher unsichtbar, die Grande Complication „Hommage à Nicolas G. Hayek“, Referenznummer 7887.
Das Werk umfasst über 2000 Einzelteile. Zu den Funktionen, die in diesem Meisterwerk vereinigt sein werden, gehören unter anderem ein großes und ein kleines Schlagwerk, eine Minutenrepetition, ein Wecker, ein ewiger Kalender mit Mondphase, Zeitgleichung (Äquation) sowie Anzeige von Tag und Nacht, Jahreszeiten und Sternzeichen, eine zweite Zonenzeit und eine Gangreserveanzeige.

Von hinten: die Grande Complication „Hommage à Nicolas G. Hayek“, Referenznummer 7887
Von hinten: die Grande Complication „Hommage à Nicolas G. Hayek“, Referenznummer 7887

Das Schlagwerk, das über einen sogenannten magnetischen Regulator verfügt, erzeugt zwischen 12 und 24 Uhr andere Töne als in der ersten Taghälfte. Trotz der vielen Funktionen verzichtet Breguet auf ins Gehäuse eingelassene Korrekturdrücker; stattdessen gibt es eine Vorwahlfunktion für die Krone, über die die Funktionen bedient werden. Insgesamt wurden dafür 26 Patente angemeldet; allein die Patentschrift ist über 650 Seiten dick. Die Komplexität der Konstruktion machen ein paar weitere Kennzahlen deutlich: Nicht weniger als 40 Brücken, 193 Rubine und mehr als 500 Schrauben benötigt der zuständige Uhrmacher, Eric Goeller, mit seinem aus zwei weiteren Uhrmachern bestehenden Team, um eine Referenz 7887 fertigzustellen. Dafür benötigt er über ein Jahr: Die erste Uhr, die schon jetzt verkauft ist, soll bis 2012 zusammengebaut sein, damit alle Funktionen getestet werden können. Anschließend wird alles wieder auseinandergebaut und, nachdem alle Teile endgültig dekoriert sind, endgültig zusammengebaut, sodass die Uhr 2013 ausgeliefert werden kann. Und sie ist sogar tragbar: Ein Goldgehäuse von 46 Millimetern Durchmesser und einer stattlichen Gehäusehöhe von 20,8 Millimetern reicht aus, um das 17-linige Werk zu beherbergen; dabei ist die Uhr immerhin bis 20 Meter wasserdicht und widersteht Stößen bis 500 G. Bis jetzt hat Breguet acht Jahre an diesem Projekt gearbeitet: Nicolas Hayek hatte es 2003 in Auftrag gegeben. Pro Jahr können ein bis zwei Stück gefertigt werden; der Preis wird über einer Million Euro liegen. buc

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