Cartier: Die Weiterentwicklung der ID One

Cartier stellt eine neue Konzeptuhr vor

 Redaktion
von Redaktion
am 11. Juli 2012
Die von Cartier bereits vorgestellte Konzeptuhr ID One
Die von Cartier bereits vorgestellte Konzeptuhr ID One

Die Uhrenmanufaktur Cartier stellt eine neue Konzeptuhr vor – es ist die Weiterentwicklung der ID One. Heute um 18 Uhr erfahren Sie auf Watchtime.net welche unglaubliche Entwicklungsleistung Cartier in die ID Two gesteckt hat.

Schon mit der ID One (ID steht für „innovation and development“) zeigte Cartier wie neuartige Materialien, die Zukunft der mechanischen Uhr verändern könnten.

Die Ende 2009 vorgestellte ID One orientiert sich an den kleinen Tücken des Uhrmacheralltags. Die Tätigkeiten mit denen am meisten Zeit und Geld verloren wird sind beispielswiese das Einstellen und Regulieren beim Zusammenbau des Werks sowie später bei Reparatur und Service. Ein weiteres Problem ist das Altern der Öle. Diese reagieren empfindlich auf Licht, Temperaturen und mechanische Beanspruchung, sodass eine herkömmliche mechanische Uhr alle paar Jahre zum Service muss. Cartier wollte eine „adjustment-free watch“, also eine Uhr, bei der das Einrichten, Einstellen und Regulieren wegfällt.

In der ID One finden sich gleich mehrere innovative Materialien, die den Verzicht auf viele bekannte Hilfsmittel wie Schrauben, Rubinpaletten beim Anker, Rücker oder sonstige Regulierungsvorrichtungen erlauben.

Die Räderwellen aus Titan drehen sich direkt in den ADLC-beschichteten Brücken
Die Räderwellen aus Titan drehen sich direkt in den ADLC-beschichteten Brücken

Anker, Ankerrad, Unruhreif sowie die zwei Hemmungsbrücken der Konzeptuhr bestehen aus Karbonkristall, einem diamantähnlichen Material. Die Oberflächen von Anker und Ankerrad sind so glatt, dass sie ohne Reibungsverluste aufeinander gleiten. Eine Schmierung entfällt somit. Das gilt auch für alle reibungsintensiven Stellen im Werk der ID One. Denn Platine, Brücken, Rädertriebe und die beiden in Serie geschalteten Federhäuser sind mit einem sogenannten ADLC-Coating überzogen, das ähnlich hart und glatt (sowie magnetfeldunempfindlich) ist wie Karbonkristall. Somit müssen nirgendwo im Werk Fette oder Öle eingesetzt werden; auch nicht in den Lagern, in denen sich Wellen aus Titan drehen. Dadurch, dass in der gesamten Getriebekette nur Karbonkristall und ADLC aufeinandertreffen, geht von der Kraft, die die Zahnräder und deren Triebe vom Federhaus bis zur Hemmung transportieren, weniger verloren.

Die Unruh der ID One ist so perfekt in ihrer Form, dass ein späteres Auswuchten durch Wegnahme von Material unnötig ist. Der Anker ist samt Paletten aus einem einzigen Stück gefertigt. Auch in Sachen Stoßsicherung hat die ID One einiges zu bieten: Gepuffert wird nicht nur die Unruh, sondern die gesamte Hemmung, die sich zwischen transparenten Brücken befindet. Der durchsichtige Charakter des Materials hat die angenehme Eigenschaft, dass man die Schweizer Ankerhemmung vollständig bei ihrer Arbeit beobachten kann, was bei einer gewöhnlichen Uhr nicht der Fall ist.

Die Form der Unruh aus Karbonkristall wird so genau berechnet, dass sie nicht mehr ausgewuchtet werden muss
Die Form der Unruh aus Karbonkristall wird so genau berechnet, dass sie nicht mehr ausgewuchtet werden muss

 

Das Uhrwerk kommt ohne Werkhaltering aus und ist direkt mit dem Gehäuse verschraubt. Für die Spiralfeder wird „Zerodur“ (bekannt durch haushaltsüblich Ceran-Kochfelder) verwendet: eine Keramik-Verbindung aus Lithium, Aluminium und Silizium. Gegenüber reinem Silizium hat Zerodur den Vorteil, dass es unempfindlich gegen Temperaturschwankungen ist. Außerdem ist das Material sehr leicht, was sich vor allem in den vertikalen Positionen positiv auswirkt. Eine Regulierung über Schrauben oder Rücker gibt es nicht; auch hier wird die Form bereits in der Konstruktion so exakt berechnet, dass sie optimal ist und nie mehr verändert werden muss.

Für das Gehäuse der ID One verwendet Cartier eine in den USA entwickelte Legierung aus 55 Prozent Titan und 45 Prozent Niob, die in der Luftfahrt sowie bei Hüft- und Knieimplantaten eingesetzt wird. Das Material ist korrosionsbeständig, auch in Seewasser und bei hohen Temperaturen, kratzfest und dabei elastisch, diamagnetisch (wird von Magnetfeldern abgestoßen) und biokompatibel. Seine Härte von 345 Vickers wirkt zwar gegenüber der von ADLC (4000 HV) oder gar Karbonkristall (10000 HV) bescheiden, ist aber genauso hoch wie Titan Grad 5 und fast doppelt so hoch wie die des üblicherweise verwendeten Edelstahls 316 L (180 HV).

 

Was die Uhrmacher und Ingenieure bei Cartier nun bei der neuen ID Two an zukunftsweisenden Entwicklungen vollbracht haben, erfahren Sie ab 18 Uhr auf Watchtime.net

 

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