Cartier: Rotonde de Cartier Astrocalendaire – SIHH 2014

Ewig im Kreis

Jens Koch
von Jens Koch
am 21. Januar 2014
Cartier: Rotonde de Cartier Astrocalendaire
Cartier: Rotonde de Cartier Astrocalendaire

Bei der Entwicklung des ewigen Kalenders der neuen Rotonde de Cartier Astrocalendaire hat Cartier alle Traditionen über den Haufen geworfen und ganz neu angefangen. Auf dem Zifferblatt drückt sich das in der kreisförmigen Anzeige um das Tourbillon aus: Von innen nach außen werden Wochentag, Monat und Datum angezeigt. Die Scheiben stehen fest, ein blauer Rahmen hebt den aktuellen Tag hervor. Die selten benötigte Schaltjahresanzeige findet sich auf der Rückseite. Der ganze Mechanismus kommt nur mit Rädern aus, es gibt keine Federn oder Hebel. Trotzdem wechselt das Datum in nur 35 Minuten und beim umfangreichen Wechsel vom 28. Februar auf den 1. März dauert es nur vier Stunden bis alle Anzeigen geschaltet haben. Der ewige Kalender funktioniert über ein zum Patent angemeldetes Rad mit 31 Zähnen und drei zusätzlich ausfahrbaren Zähnen für die Monate mit 30 Tagen und den Februar. Eingestellt wird der Kalender über die Krone. Dabei kommt man schnell voran, denn eine Umdrehung schaltet den Kalender um neun Tage weiter. Nur der Wochentag besitzt einen Korrektor im Gehäuse. Der Mechanismus ist im Gegensatz zu dem vieler anderer Uhren mit ewigem Kalender so konstruiert, dass man immer Korrekturen vornehmen und die Mechanik nie beschädigt werden kann. Auch das Tourbillon blieb nicht unangetastet: Es dreht sich in einem Keramikkugellager. Das Manufakturkaliber 9459 MC mit neu entwickeltem Automatikaufzug über Klinken speichert in zwei Federhäusern Energie für 50 Stunden Gangreserve. Dadurch soll die Gangabweichung lediglich eine Minute in sieben Tagen betragen. Das Werk wird in den Genfer Ateliers von Cartier montiert und erfüllt die strengen Anforderungen der Genfer Punze. Für 179.000 Euro kann man eines der 100 Exemplare im 45-Millimeter-Platingehäuse bekommen. jk

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