Produkt: Download: Oris Aquis GMT Date im Test
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Oris bringt erstmals eine Zeitzonenfunktion in die Taucheruhren-Linie Aquis. Ob die Aquis GMT Date damit immer noch alle Anforderungen an eine professionelle Taucheruhr erfüllt, klärt der UHREN-MAGAZIN-Test.

Chopard: Alpine Eagle

Die erste Sportuhr von Chopard erlebt als Alpine Eagle eine Neuauflage

1980 war die St. Moritz die erste Sportuhr von Chopard. 2019 erlebt die Edelstahluhr unter dem Namen Alpine Eagle eine Neuauflage. Für die Alpine Eagle entwickelten die Genfer ein neues, glänzendes Metall mit dem Namen Lucent Stahl A223.

Gut verschraubt: die Alpine Eagle, eine sportliche Luxusuhr von Chopard in neuartiger Edelstahllegierung.
Gut verschraubt: die Alpine Eagle, eine sportliche Luxusuhr von Chopard in neuartiger Edelstahllegierung.

Karl-Friedrich Scheufele war 22 Jahre alt, als er seinem Vater Karl Scheufele die Entwicklung einer neuen Uhr vorschlug. Chopard, die familiengeführte Manufaktur der Scheufeles, war bis dahin bekannt für Juwelen und für goldene und diamantbesetzte Uhren. Der Sohn liebte jedoch das Skifahren, und er wünschte sich eine robuste Sportuhr in Edelstahl, mit der er die Pisten heruntergleiten konnte. Das Ergebnis war die 1980 lancierte St. Moritz. 50.000 Stück wurden von ihr verkauft, bevor ihre Produktion im Jahr 2000 eingestellt wurde.

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Karl-Friedrich Scheufele, der Initiator der St. Moritz, war inzwischen zum Co-Präsidenten des Unternehmens aufgestiegen und hatte bewiesen, dass es ihm ernst ist mit der Produktion hochkarätiger Zeitmesser. So baut Chopard seit 1996 in Fleurier eigene L.U.C.-Manufaktur-Uhrwerke, benannt nach den Initialen des Gründers Louis-Ulysse Chopard. Heute stehen die Uhren von Chopard für Manufakturhandwerk bis hin zu anspruchsvollen Komplikationen und für die Verbindung von Uhren und Motorsport, die sich in der Partnerschaft des Hauses mit der Rallye Mille Miglia ausdrückt. Aktuell ist Chopard außerdem Vorreiter bei der Verwendung von ethischem Gold. Mehr darüber erfahren Sie in unserem Artikel zur Nachhaltigkeit bei Uhrenmarken.

Chopard-Werk 01.01-C.
Das Uhrwerk, das die Alpine Eagle von Chopard antreibt: 01.01-C.

Eine Generation später wiederholt sich nun die Geschichte von einst. Scheufeles Sohn Karl-Fritz schlug dem Vater eine Neuauflage der St. Moritz vor. Karl-Friedrich Scheufele, so heißt es, ließ sich überreden, so wie er selbst vor vierzig Jahren seinen Vater überzeugte. Jetzt ist die Neuauflage der St. Moritz auf dem Markt. Sie wurde jedoch auf den Namen Alpine Eagle umgetauft und wird von einer Initiative zum Schutz der Alpen begleitet. Doch zunächst zur Uhr selbst:  Sie kommt minimalistisch daher, das Gehäuse wird von acht auffälligen Schrauben zusammengepresst. Die Schrauben sollen die Wasserdichtheit der Uhr sicherstellen, die mit 100 Metern Tiefe angegeben wird. Es steckt allerhand Symbolik in der Alpine Eagle: Die Messingzifferblätter sind mit einem geprägten, in verschiedenen Farben galvanisierten Strahlenmotiv versehen, das an die Iris eines Adlers erinnern soll. Die Zifferblattfarben sind nach Schweizer Alpenlandschaften benannt und heißen bei den Messingzifferblättern Aletsch-Blau und Bernina-Grau.

Das Kolorit der Perlmutt-Zifferblätter trägt den Namen Gletscher-Weiß. Sils-Grau ist die Bezeichnung für die Zifferblätter aus Tahiti-Perlmutt, deren Schimmer an die Oberfläche des Silsersees bei St. Moritz erinnern soll. Der pfeilförmige Sekundenzeiger hat ein Gegengewicht in Form einer Adlerfeder. Insgesamt gibt es die Alpine-Eagle mit zehn Referenzen in Stahl, Gold, Bicolor sowie Gold mit Diamanten. Für die Neuheit erfand Chopard gemeinsam mit dem Konzern Voestalpine in vier Jahren Forschung und Entwicklung die antiallergene sowie mit einer Härte von 223 Vickers besonders kratzfeste Stahl-Legierung Lucent A223. Aufgrund der hohen Reinheit des Metalls entfaltet dieser Stahl einen Glanz, der an Gold erinnert. Chopard vergleicht die Leistung mit den Träumen der Alchemisten des Mittelalters, die unedle Metalle in Gold verwandeln wollten. Für Antrieb sorgt das automatische Manufakturkaliber 01.01-C. mit 60 Stunden Gangreserve. Das Zertifikat der COSC verspricht eine Ganggenauigkeit von – 4 bis + 6 Sekunden täglich.

Werbekampagne aus den 1980er-Jahren für die St. Moritz von Chopard - die Vorläuferin der Alpine Eagle.
Werbekampagne aus den 1980er-Jahren für die St. Moritz von Chopard – die Vorläuferin der Alpine Eagle.

Karl-Friedrich Scheufele, ein passionierter Skifahrer, Wanderer und Liebhaber der Alpen, gründete parallel zur Präsentation der Alpine Eagle die Umweltschutzinitiative Eagle Wings mit, die für die Schönheit und Gefährdung der Alpen sensibilisieren möchte. Zum Auftakt erhob sich ein Adler mit einer Kamera zum Flug über fünf berühmte Alpengipfel. Dieses Alpine Eagle Race endete in St. Moritz, als Hommage an die Uhr, die der Alpine Eagle als Vorbild diente. Die Alpine Eagle hat einen Durchmesser von 41 Millimetern und kostet in Lucent Stahl A223 12.200 Euro, die Version in Roségold und Lucent Stahl A223 schlägt mit 18.700 Euro zu Buche. HC

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Produkt: Download: Breitling Superocean Héritage II im Test
Download: Breitling Superocean Héritage II im Test
Die Superocean Heritage II gestaltete Breitling ganz neu. Verändert haben sich Lünette, Zifferblatt und Uhrwerk. In der Taucheruhr tickt das Tudor-basierte B20.

Kommentar zu diesem Artikel

  1. Da Chopard für mich eigentlich als Schmuckhersteller bekannt ist, verwundert es mich nicht, dass die Schließe unsichtbar im Band integriert ist. Jedoch gibt es weder einen Verstellmechanismus (Feinverstellung) für das Band, noch irgendwelche, wie auch immer geartete Drücker um den Schliessenmechanismus zu betätigen. Nein, der “Mann von Welt” muss, übrigens genau wie bei den Damenmodellen, mit seinen Fingern zwischen Unterarm (Handgelenksunterseite) und Uhrband gehen, um den Öffnungsmechanismus zu betätigen- m.E. für eine Sportuhr eine inakzeptable Lösung.
    Ferner wirkt bei der mächtigen Lünette das Zifferblatt unharmonisch, zu klein geraten. Das Gehäuse dürfte ruhig größer sein.

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