Christophe Claret: X-Trem-1 Calavera

Uhr der Extreme

Die X-Trem-1 Calavera von Christophe Claret verbindet eine einzigartige Form der Zeitanzeige mit einem polarisierenden Totenkopfdesign.

Christophe Claret X-Trem-1 Calavera
Christophe Claret X-Trem-1 Calavera

Wer zum ersten Mal eine X-Trem-1 des Schweizer Komplikationsspezialisten Christophe Claret sieht, traut seinen Augen kaum, denn die Zeit scheint von zwei freischwebenden Kugeln angezeigt zu werden. Was heißt “scheint”? Tatsächlich sind die beiden Kugeln links und rechts des 40,8 mal 56,8 Millimeter großen Gehäuses nicht mit dem Uhrwerk verbunden, sondern hängen – innerhalb von Saphirglasröhren oder, wie im vorliegenden Fall, Metallkäfigen – in der Luft. Da sie aber zur verlässlichen Zeitanzeige gesteuert werden müssen, gibt es selbstverständlich einen Trick, um sie an der gewünschten Stelle zu halten: Zwei Magnete werden an hauchdünnen Kunstfaserdrähten im Minuten- beziehungsweise Stundenrhythmus am Werkrand entlang gezogen, wobei ihnen die Metallkugeln folgen.

Anzeige

Es gibt zwei Federhäuser, von denen eines die innovative Stunden- und Minutenanzeige antreibt und das andere das schräg stehende Tourbillon mit Energie versorgt. Durch die unabhängigen Kraftflüsse wird die Ganggenauigkeit der Hemmung nicht von der energieraubenden Anzeigemechanik beeinflusst.

Tag der Toten

Nach diversen Kleinserien der X-Trem-1 hat Christophe Claret nun ein Einzelstück mit dem Beinamen „Calavera“ (Spanisch für „Totenkopf“) gefertigt, das der mexikanischen Kultur huldigt: Der Schädel erinnert an den Tag der Toten („día de los muertes“), den die Mexikaner um den 1. November feiern; die in Weißgold gefassten Rubine, Smaragde und Diamanten auf dem schwarz beschichteten Titangehäuse greifen die rote, grüne und weiße Farbe der mexikanischen Flagge auf; und auch die Metallkugeln der Zeitanzeige sind bei dieser Uhr in entsprechenden Farben gehalten. Das Manufakturkaliber FLY11, dessen Präzision übrigens nicht unter den wohldosierten Magnetfeldern der Zeitanzeige leidet, wird von Hand aufgezogen und läuft dann 50 Stunden. Die X-Trem-1 Calavera kostet rund 500.000 Euro. ak

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